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Büroalltag
Erkältet ins Büro – angebracht oder absolutes No-Go?
© candidbcolette - Unsplash

Erkältet ins Büro – angebracht oder absolutes No-Go?

Birte Lissner | 05.12.19

Aus Angst den Job zu verlieren, gehen viele Arbeitnehmer erkältet ins Büro. Welche Aspekte gegen diese Entscheidung sprechen und wie man einen gesunden Mittelweg findet.

In der Winterzeit kommen viele Kollegen erkältet ins Büro. Statt Kaffee steht die Tasse Kamillentee dampfend auf dem Schreibtisch und im Meeting hört man immer wieder ein Niesen in den Reihen. Warum sich viele Arbeitnehmer krank zur Arbeit schleppen, hat vielfältige Gründe. Oft steckt die Angst, den eigenen Job zu verlieren dahinter. Doch es gibt einige Aspekte, die dafür sprechen ab und an lieber die Krankschreibung in Anspruch zu nehmen.

Erkältet ins Büro: Welche Pflichten gibt es gegenüber dem Arbeitgeber?

Gerade in kleineren Betrieben machen sich personelle Ausfälle deutlich bemerkbar. Da wird es natürlich besonders befürwortet, wenn die Zahl der Krankschreibungen so gering wie möglich ausfällt. Wenn man sich krank fühlt und plant zu Hause zu bleiben, sollte man sich auf jeden Fall noch am selben Tag und möglichst zeitnah krank melden. Ob telefonisch oder per Mail wird von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich geregelt. Auch die Aushändigung der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist vorgesehen. Abhängig von den Vorgaben der Firma kann diese bereits ab dem ersten Krankheitstag fällig werden. Eine besondere Meldepflicht entsteht bei hoch ansteckenden Krankheiten. Je nach Branche gibt es hier unterschiedlich strenge Auflagen.

Immer wieder heiß diskutiert: Erkältet ins Büro oder das Bett hüten?

Eine Erkältung ist wirklich lästig. Die Nase läuft, man fühlt sich schlapp und muss womöglich auch noch andauernd husten. Doch so richtig krank wie bei einer Grippe mit hohem Fieber fühlt man sich auch wieder nicht. Ein Zwiespalt! Viele Arbeitnehmer gehen bei einer Erkältung lieber zur Arbeit anstatt zu Hause zu bleiben. Doch zu positiven Aspekten wie dem Solidaritätsgedanken und dem eigenen Ehrgeiz, gesellen sich auch einige negative Seiten. Nicht selten kommt es vor, dass ein kranker Mitarbeiter das halbe Büro lahmlegt.

Die Angst, den Job zu verlieren, ist ein häufiger Grund

Die meisten Arbeitnehmer entscheiden sich aus Sorge um das eigene Ansehen in der Firma gegen eine Krankschreibung. Wer häufig krank ist und fehlt, bekommt in der Regel weniger umfangreiche Projekte und wird nicht selten als unzuverlässig abgestempelt. Hinzu kommt die Sorge, den Job zu verlieren. Auch aus Gründen der Solidarität kommen viele Mitarbeiter krank in die Arbeit. Schließlich muss für die eigenen Aufgabenbereiche Ersatz gefunden werden und das kann bei bestimmten Projekten problematisch werden. Insbesondere dann, wenn es sich um einen eher kleinen Betrieb handelt. Zuletzt führt auch ein hohes Arbeitspensum dazu, dass man lieber erkältet ins Büro fährt anstatt zu Hause zu bleiben.

Wann man lieber eine Krankschreibung in Anspruch nehmen sollte

Erkältung ist nicht gleich Erkältung. Natürlich kommt es auf den individuellen Gesundheitszustand des Arbeitnehmers an. Doch aus einem leichten Husten kann sich schnell eine handfeste Bronchitis entwickeln. Aufgrund von möglichen Langzeitfolgen ist es deshalb wichtig, auf die eigene Gesundheit zu achten. So kann es wesentlich sinnvoller sein, mal zwei bis drei Tage zu Hause zu bleiben, als sich ständig von Infekt zu Infekt zu schleppen und die Kollegen mit chronischem Husten zu nerven. Auch die leichte Verbreitung einer Erkältung spricht für eine Krankschreibung. Schließlich möchten die Kollegen sich nicht anstecken.

5 Tipps, wie man einen gesunden Mittelweg findet

Ab wann man sich bei einer Erkältung arbeitsunfähig fühlt, ist Ansichtssache. Grundsätzlich ist es sicherlich von Vorteil, für sich selbst einen gesunden Mittelweg zu finden. Ständig fern zu bleiben, ist genauso wenig eine Option wie krank zu arbeiten und lieber eine dauerhafte Bronchitis in Kauf zu nehmen. Im Folgenden findest du Tipps, wie du eine gute Balance findest.

  1. Führe selbst eine Liste wie oft du krank warst und markiere, wann du deswegen tatsächlich gefehlt hast. Bei der nächsten Erkältung kannst du dir schnell vor Augen führen, ob es tatsächlich maßgeblich wäre, sich ein, zwei Tage krankschreiben zu lassen.
  2. Zeige Zuverlässigkeit, indem du deinem Arbeitgeber sowie deinen Kollegen rechtzeitig Bescheid gibst, wenn du dich krankschreiben lassen möchtest
  3. Bei vielen Betrieben ist auch das Home Office eine gute Option, um Fehlzeiten wegen Krankheit auszubalancieren. So kannst du trotz Erkältung noch einige wichtige Aufgaben erledigen. Wichtig ist hier nur, sich tatsächlich auch Ruhepausen zu gönnen und weniger als sonst zu arbeiten.
  4. Stelle dir außerdem folgende Frage: Kann ich meine Leistung erkältet genauso erbringen wie sonst auch? Wenn der Kopf brummt und man ständig niesen muss, sinkt in der Regel die Konzentration. Fehler können unterlaufen, die am Ende schwerer wiegen als sich krankschreiben zu lassen.
  5. Es gibt Tage, an denen man einfach nicht fehlen kann zum Beispiel wegen eines wichtigen Meetings. Vielleicht kannst du mit dem Arbeitgeber zumindest die Vereinbarung treffen, die Arbeit früher beenden zu dürfen.
Miriam am 06.12.2019 um 10:48 Uhr

Ich habe jetzt nicht wirklich Angst meinen Job zu verlieren, ich überlege aber immer was ich zu tun habe. Wenn ich viel Kundenkontakt habe und ein Termin bei einem Kunden ansteht, dann verzichte ich wohl eher darauf als wenn ich jetzt nur im Büro sitze und am Computer etwas schrieben muss. Meiner Meinung nach muss man jetzt nicht zu hause bleiben wenn man mal Schnupfen oder Husten hat. Die Kollegen hat man wenn auch schon die Tage davor anstecken können.
Wenn es mal vorkommt und ich stark Erkältet bin, dann sollte man auch was tun um die Erkältung schnell wieder loswerden zu können. Ich habe da gute Erfahrungen gemacht wenn man gleich beim ersten Anzeichen viele Vitamine zu sich nimmt. Am besten gleich die Ernährung im Winter etwas darauf auslegen. Man immer eine Hühnersuppe eingefroren zu Hause hat. Dann braucht man sie im Bedarfsfall nicht mehr machen und man gleich mit Erkältungsmittel wie Kaloba dagegen angeht. So kann man die Symptome mildern und ist schneller wieder gesund. Wenn es einem wirklich mal passiert, sollte man alles daran setzen. Man darf ja auch nicht vergessen, die eigene Arbeit müssen in der Zwischenzeit auch die Kollegen erledigen, damit tun man ihnen auch nichts Gutes.

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