Diese Berufe bieten dir ein Top-Gehalt – und so verdienst du in der Onlinebranche

Verschiedene Berufsgruppen in Deutschland trennen Welten, wenn es um das Gehalt geht. Wir zeigen, wer am meisten Geld mit nach Hause nimmt – und wer am wenigsten.

© Olu Eletu | Unsplash

Die besten Gehaltsaussichten für ihre Branche zu kennen, dürfte für viele Arbeitnehmer ein wichtiges Anliegen sein. Mehr noch für jene, die sich noch für einen Beruf entscheiden müssen. Eine Studie zeigt nun, wer in Deutschland am meisten und wer am wenigsten verdient. Dabei zeigen sich immense Differenzen.

Oberärzte liegen ganz vorne und auch Fondsmanager können sich nicht beklagen

Die Studie „Die Top- und Flop-Berufe in Deutschland 2017“ des Gehaltsportals Gehalt.de liefert einen Überblick über sehr gut und sehr schlecht bezahlte Berufe hierzulande. Als Grundlage für die Aufzählung wurden 203.307 Gehaltsdaten von Berufen analysiert, die keine unmittelbare Personalverantwortung aufweisen. Und die zehn bestbezahlten sowie am schlechtesten bezahlten Berufe wurden dann aufgelistet.

Dabei verdienen Ärzte – auch Ärztinnen (wie im Folgenden alle weiblichen Stellvertreter ihrer Berufe) sind natürlich eingeschlossen, ist doch der Anteil des weiblichen Fachpersonals unter den Ärzten deutschlandweit beinah bei 50 Prozent angekommen und liegt er im ambulanten Bereich gar bei fast zwei Dritteln –, dem Klischee, aber auch ihrer Verantwortung entsprechend, noch immer am meisten. Oberärzte liegen mit 116.937 Euro Jahresgehalt im Median auf dieser Skala ganz oben. Während auch Fachärzte mit knapp 78.000 Euro in den der Top Drei vertreten sind, schaffen es die Fondsmanager mit 75.793 Euro auf Platz drei. Wenig überraschend sind auch die Auflistungen der Corporate Finance und (Key) Account Manager, die ebenfalls über 70.000 Euro verdienen. Neben einer Reihe von Ingenieuren fällt in den Top Ten allerdings besonders der Regionalverkaufsleiter aus der Reihe: mit 70.838 Euro Einkommen im Jahr kann auch er gut leben.

Top Berufe nach Verdienst ohne Personalverantwortung, © Gehalt.de

Fast 100.000 Euro Differenz zwischen Zimmerservice und Oberarzt

Im Zeitraum, wo der Oberarzt knapp 117.000 Euro einstreicht, verdienen Kräfte aus dem Zimmerservice nur etwas über 19.000 Euro. Damit liegen sie auf dem letzten Platz dieser Gehaltstabelle – und fast 100.000 Euro vom hier angegebenen Top-Gehalt entfernt. Auch im Friseurberuf (21.408 Euro), als Kassenpersonal (24.842 Euro) oder aber auch als Koch (25.570 Euro) verdienst du vergleichsweise wenig.

Berufe mit dem geringsten Gehalt ohne Personalverantwortung, © Gehalt.de

Nun sind diese angegebenen Werte der Median, sodass je 50 Prozent der Verdienste darüber und darunter liegen. Das heißt aber auch, dass viele der Geringverdiener tatsächlich noch weniger verdienen, als der Wert hier verrät; von der meist ausgebeuteten Gruppe der Zeitarbeiter ganz zu schweigen.

Es wäre sicherlich vermessen, darüber zu urteilen, ob die Gehälter den Wert der Arbeit vieler Berufe widerspiegeln. Denn es gibt klare Unterschiede auf den Ebenen von Verantwortung und Stress. Allerdings sollten die mitunter doch sehr deutlichen Differenzen zu denken geben. Denn die schlecht bezahlten Berufe finden sich vor allem im Dienstleistungssektor, wo der Standard unter zu geringem Gehalt ebenso leiden mag wie im Sozialbereich.

In der Online-Branche fahren Softwareentwickler und Online Marketing Manager am besten

In einem Gehaltsbereich, der zwischen den angeführten Extremen liegt, finden sich einige Jobs aus der Online-Branche. Wiederum Gehalt.de hat auch für diesen Bereich das Einkommen ermittelt und es zeigt sich, dass Softwareentwickler hier am meisten verdienen: 48.433 Euro. Während auch ein Online Marketing Manager die 40.000 Euro-Grenze knackt (41.261 Euro), sind die Unterschiede etwa zwischen Content und Social Media Manager, die beide knapp 37.000 Euro erhalten, gering. Statista hat die Werte in einer übersichtlichen Grafik zusammengestellt.

Infografik: Die Gehälter der Onlinebranche | StatistaCC BY-ND 3.0. Gehalt.de’s „Die Gehälter der Onlinebranche“ bei Statista.

Letztlich bleibt nur zu bemerken: Geld ist nicht alles, spiegelt aber im Gehalt auch eine Wertschätzung der geleisteten Arbeit wider. Diese Wechselwirkung darf und sollte in kein zu großes Ungleichgewicht geraten.

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