Mit diesen 4 Angewohnheiten beugst du einem Burnout vor

Stresskrankheiten sind lähmende Realität. Mit diesen Ideen kannst du dich davor schützen und deinen Alltag stressfreier gestalten.

© Daniel Monteiro - Unsplash

Im Alltag wirst du von Reizüberflutung überschwemmt und von Unmengen an Eindrücken abgelenkt. Dazu zählen Dinge wie das Smartphone, soziale Netzwerke, Fernsehen, Computerspiele, eine nicht endend wollende E-Mail-Flut, unnützes Surfen im Netz oder auch Klatsch und Tratsch. Dazu kommt noch der Job, der deine Energie so schnell verschwinden lässt, dass dich das Gefühl überkommt, dein persönlicher Akku sei defekt.

Unser Alltag ist stressig, aber es liegt bei dir, ob du Stress zulässt oder nicht. Um dich vor Stresskrankheiten und einem Burnout zu schützen, rät Blake Snow dazu, dir diese vier Gewohnheiten im Alltag anzueignen. Snow verspricht sich davon ein erfolgreicheres und glücklicheres Dasein.

1. Vermeide passive Bildschirmzeit

Viele, wenn nicht sogar alle von uns, sind angewiesen auf ihren Bildschirm, um die Arbeit im Joballtag zu bewältigen. Während dieser Zeit, in der du arbeitest, schaust du aktiv auf den Desktop. Du erledigst Dinge, kommst mit deinen Aufgaben voran und bist produktiv. Auch wenn du privat nach  Informationen suchst oder dich über dein nächstes Urlaubsziel erkundigst, gehören diese Aktivitäten zu den aktiven Zeiten vor dem Bildschirm.

Beim passiven Dümpeln vor dem Desktop lässt du dich hingegen von den Feeds von Twitter oder Instagram berieseln, gehst keinen wichtigen Dingen nach und bist passiv. Jeder wird es kennen, denn ehe du dich versiehst, ist mehr Zeit vergangen als geplant. Und das genau ist die Zeit, in der du unnötig reizüberflutet wirst. Snow rät dazu, passive Bildschirmzeit einzustellen und sich nur vor den Desktop zu setzen, wenn du etwas Bestimmtes erledigen musst. Diese Zeit solltest du laut dem Autor lieber in deine Freunde und Familie investieren. Dennoch gibt er auch zu, dass ein ruhiger Abend mit einer Serie auf Netflix zwar zur passiven Screentime gehöre, aber trotzdem sehr entspannend wirken kann.

2. Schreibe ein Tagebuch

Der Glücksforscher Shawn Achor formulierte in einer seiner Forschungen fünf Dinge, die einem langfristig helfen, Glücksgefühle im Alltag zu steigern. Dabei empfahl er auch, Tagebuch zu führen. Dabei kannst du natürlich alles aufschreiben, was dich beschäftigt. Aber es ist vor allem wichtig, dass du täglich drei neue Dinge notierst, für die du heute dankbar warst. Dadurch lernst du, dich auf das Positive in deinem Leben zu fokussieren und so programmierst du nach und nach dein Denken um.

Aber auch wenn du all das aufschreibst, was dich beschäftigt, dir Sorgen macht oder dich belastet, wird dich dieser Prozess voranbringen. Snow erzählt zum Beispiel, dass es ihm seitdem leichter falle, Entscheidungen zu treffen und er eher von seinen Fehlern lerne, da er sie beim Aufschreiben noch einmal verinnerliche.

3. Sage Nein zu Einladungen, die nicht wichtig erscheinen

Einladungen sind immer eine Ehre und solche abzulehnen fällt meist schwer. Doch bei Einladungen zu Meetings oder Events, die dich nicht interessieren, die kein klares Ziel haben oder von denen du vermutest, dass diese Veranstaltung deine Karriere langfristig nicht beeinflussen wird, solltest du öfter absagen.

Denn mit einem Nein zum Event sagst du Ja zu dir und deiner Freizeit. Denn schließlich haben wir alle begrenzte Kapazitäten und Burnouts sind lähmende Realität. Lehne deshalb lieber Einladungen ab, die für dich verzichtbar sind. So hast du Zeit, deine Freizeit zur Stressbewältigung zu nutzen. Dazu zählen alle Dinge, die dir Spaß machen, zum Beispiel lesen, Sport treiben oder Freunde treffen.

4. Entwirre deine Gedanken mit Minimalismus

Snow ist zudem der Überzeugung, dass eine minimalistische Lebensweise vor Reizüberflutung und somit auch Stress im Alltag schützt. So gibst du dir selbst weniger Anlässe, dir Sorgen zu machen oder dich von Gedanken ablenken zu lassen. Der Autor ist der Überzeugung, dass das mentale Wohlbefinden von einer minimalistischen Umgebung profitiere und die Produktivität so automatisch steige.

Bist du nur gestresst oder hast du schon ein Burnout?

Wenn du dir Veränderung in deinem Alltag wünschst, dann sind diese vier Ratschläge auf jeden Fall von Nutzen. Stressmanagement im Büroalltag ist lernbar. Dennoch bist du dir nicht sicher, ob du nicht vielleicht schon an einem Burnout leidest? Forscher haben vor kurzem die 12 Stufen eines Burnouts publiziert. Wenn du dich unsicher fühlst, ob du oder eine dir nahestehende Person an der Erkrankung leidet, dann lies doch in unserem Artikel über die 12 Stufen dazu nach.

Über Maja Hansen

Maja Hansen

Seit 2017 unterstützt Maja die Redaktion von OnlineMarketing.de. Dabei widmet sie sich primär dem Karrieremagazin mit den Themenfeldern rund um Jobs und Karriere, schreibt aber auch über digitales Marketinggeschehen.

3 Gedanken zu „Mit diesen 4 Angewohnheiten beugst du einem Burnout vor

  1. Rudi Ross

    Ich freue mich für Maja Hansen, denn sie hatte noch keinen Burnout und weiß entsprechend nicht, worüber sie schreibt.
    Ihre Tipps helfen gegen Überarbeitung. Manche meinen, dass das dasselbe ist, wie Burnout. Stimmt aber nicht.
    In einen Burnout gerät man, wenn man sich in (ich nenne es) Ohnmachtssituationen manövriert oder in diese von der Organisation, in der man arbeitet, gebracht wird.

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  2. Sveni

    … nicht zu vergessen ist erholsamer Schlaf. Das hilft mir enorm, wenn ich früh schlafen gehe und vor dem Schlafen zur Ruhe komme. Dabei ist auch die Matratze wichtig.

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  3. Martin Es

    „Beim passiven Dümpeln vor dem Desktop lässt du dich hingegen von den Feeds von Twitter oder Instagram berieseln, gehst keinen wichtigen Dingen nach und bist passiv. Jeder wird es kennen, denn ehe du dich versiehst, ist mehr Zeit vergangen als geplant.“
    Klingt wie eine Beschreibung dessen, was ich gerade hier tat.
    :-D

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