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E-Commerce
Neue Extreme: 56 Prozent Umsatzplus sorgt für Verkaufsrekord am Black Friday
© CardMapr - Unsplash

Neue Extreme: 56 Prozent Umsatzplus sorgt für Verkaufsrekord am Black Friday

Niklas Lewanczik | 30.11.20

In Deutschland wurden laut Zahlen vom Bezahldienst Klarna am Black Friday allein so viele Elektronikgeräte gekauft wie sonst in einem durchschnittlichen Monat.

Es ist keine Überraschung und trotzdem extrem: Die Zahlen vom vergangenen Black Friday zeigen, wie wichtig der Tag für Händler längst geworden ist. Und nicht nur dieser. Denn auch die Black Week und der heutige Cyber Monday tragen zu einem außergewöhnlichen Geschäft bei. Die enormen Verkaufszahlen dürften dabei durch die Einschränkungen im stationären Handel und die Coronapandemie mit ihren Auswirkungen allgemein noch einen zusätzlichen Boost erhalten haben. Aktuelle Zahlen von Klarna und Shopify zeigen: In Deutschland kam es zu einem neuen Verkaufsrekord (56 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr), während Shopify-Händler weltweit 75 Prozent mehr einnehmen konnten als 2019.

Rekordtag in Deutschland: 3.554 Prozent mehr Elektronikartikel verkauft als an einem durchschnittlichen Tag

Am Black Friday machten die Händler in Deutschland 56 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr, in der gesamten Black Week vergangene Woche sogar 60 Prozent mehr. Das geht aus der Analyse von Klarna hervor. Thomas Vagner, Country Lead DACH des Unternehmens, kommentiert:

Vermutlich haben wir gestern den erfolgreichsten Black Friday und die umsatzstärkste Black Week aller Zeiten gesehen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Transaktionsvolumen in der [sic] Black Friday um 56 Prozent gestiegen. Der Online-Handel hat insbesondere durch die Pandemie und das vorzeitige Weihnachtsgeschäft einen enormen Zuwachs erfahren, was sich auch in den Zahlen des diesjährigen Black Friday widerspiegelt.

Das größte Umsatzplus gab es in der Altersgruppe der 66- bis 75-Jährigen zu verzeichnen. Sie sorgten für 73 Prozent mehr Verkäufe als noch 2019. Während mit einem Blick auf die Bundesländer beispielsweise Hamburg den bundesdeutschen Durchschnitt von 60 Prozent mehr Umsatz widerspiegelt, wurden in Brandenburg (72 Prozent Umsatzplus) und Schleswig-Holstein (69 Prozent Umsatzplus) besonders viele Einkäufe getätigt, verglichen mit der Black Week vor einem Jahr.

Unabhängig vom Ort sind laut Klarnas Analyse die Elektronikartikel die absolute Top-Kategorie bei den Verkäufen an den Angebotstagen. Der Verkauf von Elektronikartikeln stieg um 3.554 Prozent im Vergleich zu einem durchschnittlichen Tag in Deutschland im Jahr 2020. Damit kauften die User hierzulande am Black Friday so viele Elektronikprodukte wie in einem durchschnittlichen Monat.

Shopify-Händler machen über zwei Milliarden Euro Umsatz

Auch die E-Commerce-Plattform Shopify hat Zahlen zum Black Friday veröffentlicht. Demnach haben global alle Händler der Plattform an diesem Tag 2,01 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Das entspricht einem Umsatzplus von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der durchschnittliche Warenkorbwert wuchs YoY. Er stieg um elf Prozent auf 75,81 Euro an. Insgesamt wurde nur ein Drittel der Einkäufe über Shopify via Desktop PC generiert, 67 Prozent kamen über mobile Geräte zustande.

Die Top-Verkaufskategorie bei Shopify-Händlern war global Kleidung und Accessoires. In New York, London und Los Angeles wurde am meisten eingekauft. Im Länder-Ranking, das sich auf die Verkäufe bezieht, liegt Deutschland immerhin auf Platz fünf.

Zahlen zum Black Friday der Shopify-Händler in Deutschland

Auch in Deutschland war Kleidung und Accessoires am Black Friday die erfolgreichste Kategorie bei Shopify. Der durchschnittliche Warenkorbwert stieg YoY von 63,44 auf 75,05 Euro an. Und auch in Bezug auf die Verkäufe via Mobile (68 Prozent) zeigt sich ein ähnliches Bild wie im globalen Vergleich. Berlin war in Deutschland die Stadt, in der am meisten gekauft wurde – schließlich ist sie auch die mit Abstand einwohnerreichste des Landes. Um 14 Uhr wurde in Deutschland der Spitzenumsatz erzielt.

Doch obwohl der Black Friday 2020 schon wieder vorüber ist, können User sich auch am heutigen Cyber Monday noch auf Angebote freuen. Und die Händler liefern ihnen diese, um den Umsatz wenige Wochen vor Weihnachten noch einmal kräftig anzukurbeln. Eine interaktive Karte von Shopify zeigt in Echtzeit, wie viele Bestellungen pro Minute bei Shopify-Händlern weltweit eingehen (am Montagmorgen sind es deutlich über 3.000). Außerdem wird aufgeführt, wie viel Umsatz pro Minute (gemessen in US-Dollar) zustande kommt. Händler auf Shopify können sich dort auch Daten für ihren eigenen Shop ansehen.

Diese Zahlen zeigen: Die Online-Shopping-Hochzeit ist noch nicht vorbei. Und bis Weihnachten dürften die Shops ohnehin mit verstärktem Interesse der User rechnen. Eine gute Vorbereitung auf die Angebotstage und eine zielgerichtete Strategie im Vorweihnachtsgeschäft zahlen sich jetzt aus. Doch auch mit dem nahenden Jahresende gibt es für den E-Commerce sicher keine Pause. Denn geshoppt wird immer – nur inzwischen immer mehr und oft ausschließlich online.

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