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E-Commerce
Shopping in Krisenzeiten: eBay Kleinanzeigen überholt Amazon

Shopping in Krisenzeiten: eBay Kleinanzeigen überholt Amazon

Caroline Immer | 29.09.22

Sind die Menschen in Deutschland aktuell in Shopping-Laune oder haben sie in Krisenzeiten Anderes im Kopf? Der Retail Report von data.ai zeigt auf, welche Shopping-Apps aktuell punkten können – und welche nicht.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen kühler und in den Supermarktregalen lassen sich bereits die ersten Lebkuchen finden. Auch die E-Commerce-Branche stimmt sich langsam auf die kommende Herbst- und Winterzeit ein, die auch als Shopping-Saison bezeichnet werden könnte. Feiertage und Aktionstage wie der Black Friday bringen viele Menschen in Einkaufslaune – doch wird diese dieses Jahr durch Inflation, Krieg und finanzielle Ungewissheit getrübt? Was Marketer und Brands über aktuelle Entwicklungen im Bereich Shopping Apps wissen sollten, haben die Daten- und Analyseexpert:innen von data.ai im großen Retail Report zusammengefasst. Die wichtigsten Ergebnisse kannst du im Folgenden nachlesen.

Second-Hand an der Spitze

User in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2022 besonders viel Zeit auf Second-Hand-Plattformen verbracht. eBay Kleinanzeigen (welches sich nur noch bis Juni 2024 so nennen darf, da die Plattform nicht mehr zu eBay gehört) hat es sogar geschafft, E-Commerce-Primus Amazon bei der Anzahl der in der App verbrachten Sessions zu überholen. Die ehemals unter den Namen Kleiderkreisel und Mamikreisel bekannte App Vinted landet nach eBay auf Platz vier.

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Auch die am häufigsten gesuchten Keywords in den App Stores spiegeln den Erfolg von eBay Kleinanzeigen wider: Nach „ebay kleinanzeigen“ und „ebay-kleinanzeigen“ wurde im Bereich E-Commerce (C2C) besonders häufig gesucht. Im B2C-Bereich hat Amazon bei der Suche die Nase vorn.

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„Buy now, pay later“ ist in Deutschland noch nicht angekommen

Unter dem Motto „Buy now, pay later“ (BNPL) werden Kund:innen auch dann zum Kauf angeregt, wenn dieser ihre aktuellen finanziellen Kapazitäten übersteigt. Während das Konzept in den USA schon zahlreiche Anhänger:innen hat, scheint es in Deutschland noch nicht angekommen zu sein. BNPL Apps verzeichnen in den USA ein Download-Plus von 19 Prozent – in Deutschland ist hingegen ein Rückgang von elf Prozent zu beobachten.

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Breakout Apps: OBI überholt trendyol

Ein Blick auf die Kategorie Breakout Apps (Apps, die den größten Erfolg im Vergleich zum Vorjahr aufweisen) offenbart eine teils unerwartete Verschiebung. So setzt sich etwa das Vergleichs- und Kaufportal Check24 sogar gegen die große Handelsplattform Alibaba.com im Genre „Other Shopping“ durch. Die Baumarkt-App OBI überholt den Fashion Newcomer trendyol, obwohl dieser durch eine große Influencer-Kampagne in diesem Jahr stark an Popularität gewonnen hat. Insgesamt lässt sich aktuell ein deutliches Konkurrenzverhalten unter den Anbieter:innen beobachten, erklärt Lexi Sydow, Head of Insights bei data.ai:

E-Commerce Anbieter:innen konkurrieren derzeit stark um Preise und Angebote. Wir beobachten, dass Verbraucher:innen Richtung Singles Day und Black Friday/Cyber Monday sehr preissensibel sind. Mobile Angebote und Coupons könnten ein guter Weg sein, um Kund:innen in dieser finanziell schwierigen Zeit anzuziehen.

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User scheinen ihre Lieblings-Apps gefunden zu haben

Eine weitere interessante Erkenntnis ist, dass das Engagement in den Apps die Download-Zahlen überstiegen hat. So sind die Downloads von Shopping Apps im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent angestiegen, die Zahl der Sitzungen haben sogar um 29 Prozent zugenommen. Das Engagement ist somit fast doppelt so schnell gewachsen wie die Downloads. Dies deutet auf etablierte mobile Handelsgewohnheiten hin – viele User scheinen ihre Lieblings-Apps gefunden zu haben und bleiben diesen nun treu.

Du möchtest weitere Insights aus dem Bereich Shopping Apps? Dann wirf doch einen Blick auf unseren Artikel zum großen „State of eCommerce App Marketing“-Report. Dieser beantwortet unter anderem die Frage, weshalb es trotz des Rückgangs der Werbeausgaben und der App-Installationen für Marketer Grund zur Hoffnung gibt.

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