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E-Commerce
Black Friday 2020: Verkäufe der ersten Stunde 7 Mal höher als an normalen Tagen
©Ashkan Forouzani

Black Friday 2020: Verkäufe der ersten Stunde 7 Mal höher als an normalen Tagen

Niklas Lewanczik | 27.11.20

Der Black Friday erreicht in Deutschland mehr als ein Drittel der User. In der bisherigen Black Week wurden erneut Verkaufsrekorde gebrochen und Vorjahreswerte übertroffen.

Der Black Friday ist da und dürfte in diesem Jahr erneut alle Rekorde brechen. Immerhin ist 2020 ein Jahr, in dem der E-Commerce noch deutlich mehr an Gewicht gewonnen hat – nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden Coronapandemie. In Deutschland planen laut Analyse des Bezahlsystems Klarna 36 Prozent der User, etwas zu kaufen. Im Schnitt werden dazu 219 Euro eingeplant. Vor allem für die Weihnachtseinkäufe möchten viele Menschen den besonderen Angebotstag nutzen (44 Prozent in Deutschland). Und das spiegelt sich auch in den erfolgreichsten Kategorien wider. Erste Zahlen zur bisherigen Black Week und sogar zur ersten Stunde des Black Friday zeigen, wie stark der Handel boomt: Der Anstieg der Umsätze in der Black Week von Montag bis Donnerstag lag im Vergleich zum Vorjahr bei 63 Prozent.

Mehr als ein Drittel möchte den Black Friday aufgrund von Corona intensiver nutzen

Dass die Pandemie und die Einschränkungen beim Einkauf in Ladengeschäften dem Online-Handel im Kontext des Black Friday in die Karten spielt, ist naheliegend. So gaben in der Klarna-Analyse, in der mehr als 2.000 Personen (im Alter von 18 bis 45 Jahren und älter) in ganz Deutschland sowohl zu ihrem Einkaufsverhalten als auch zu ihren Einstellungen rund um den Black Friday bezieungsweise die Black Week befragt wurden, 37 Prozent an, an diesem Freitag wegen der Coronapandemie mehr einzukaufen als unter anderen Umständen. Allerdings gab es für 44 Prozent keine direkte Kausalität zwischen der Pandemie und dem Einkaufsverhalten.

Je nach Bundesland planten die User, unterschiedlich viel Geld auszugeben. Die Befragten aus Berlin gaben im Schnitt 303 Euro als Summe an, Menschen aus Schleswig-Holstein etwa nur 127 Euro. Rabattaktionen standen laut Umfrage besonders bei jüngeren Usern im Fokus. Rund 50 Prozent der 18- bis 24-Jährigen wollte die Rabattaktionen im Internet nutzen. Bei den Menschen über 55 Jahre war dies nur zu 16 Prozent der Fall.

Zwischen gezieltem Einkauf und Inspiration

Während 47 Prozent der Konsumenten in Deutschland gezielt auf konkrete Angebote warten, sind 35 Prozent der User darauf aus, sich direkt am Black Friday von Deals inspirieren lassen. In diesem Jahr sind vor allem Elektronikartikel (bei 43 Prozent der User) sowie Kleidung und Schuhe (bei 37 Prozent der User) gefragt. Thomas Vagner, Country Lead DACH bei Klarna, erklärt, dass dieser Black Friday zum stärksten aller Zeiten werden dürfte:

Alle Zeichen weisen darauf hin, dass wir dieses Jahr den konsumstärksten Black Friday aller Zeiten erleben werden. Jahr für Jahr haben die Verkäufe rund um die Aktionswoche zugenommen. Durch die Umstände in diesem Jahr, spielt der Online-Handel eine noch bedeutendere Rolle als zuvor, wodurch neben den klassisch jungen Online Shoppern auch neue Zielgruppen dazu gekommen sind.

Der Handelsverband Deutschland rechnet 2020 mit einem Weihnachtsumsatz im E-Commerce von 17,5 Milliarden Euro und geht von einem Anstieg von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. 

In der ersten Verkaufsstunde des Tages, zu der Klarna offizielle Zahlen bereitstellt, hat sich der positive Trend schon bestätigt. Denn viele Menschen haben ab Mitternacht bei der Schnäppchenjagd zugeschlagen. Bei den Sales in der ersten Stunde des Tages war im Vergleich zu einem durchschnittlichen Tag im Jahr ein Plus von 710 Prozent zu verzeichnen. Die drei Kategorien mit dem stärksten Wachstum in der ersten Stunde des Black Friday (im Vergleich zur ersten Stunde eines gewöhnlichen Tages) waren:

  • Schmuck und Accessories (mit einem Umsatzplus von 6145 Prozent)
  • Elektronikartikel (mit einem Umsatzplus von 1790 Prozent)
  • Gesundheit und Kosmetik (mit einem Umsatzplus von 833 Prozent)

Schon die Tage vor dem Black Friday brachen Umsatzrekorde

Das enorme Umsatzwachstum hatte sich schon in den vergangenen Tagen angekündigt. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Verkaufszuwachs von insgesamt 63 Prozent von Montag bis Donnerstag. Dabei zeigten diese fünf Kategorien das stärkste Wachstum:

  • Elektronikartikel (mit einem Umsatzplus von 92 Prozent)
  • Haus und Garten (mit einem Umsatzplus von74 Prozent)
  • Kleidung & Schuhe (mit einem Umsatzplus von 70 Prozent)
  • Schmuck & Accessoires (mit einem Umsatzplus von 55 Prozent)
  • Gesundheit & Kosmetik (mit einem Umsatzplus von 54 Prozent)

Mit Bezug auf die Altersgruppen gab es den größten Umsatzanstieg in den Gruppen der 36- bis 45-Jährigen und der 66- bis 75-Jährigen (jeweils 77 Prozent). Bei den 18- bis 25-Jährigen wuchsen die Umsätze „nur“ um 50 Prozent an. Und bei einem Blick auf die Bundesländer in Deutschland zeigen sich ebenfalls Unterschiede bei den stärkeren Sales – allerdings keine sehr gravierenden:

Deutschland (Durchschnitt)63 Prozent
Brandenburg77 Prozent
Schleswig-Holstein74 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern70 Prozent
Sachsen68 Prozent
Berlin66 Prozent
Hamburg66 Prozent
Rheinland-Pfalz66 Prozent
Sachsen-Anhalt65 Prozent
Niedersachsen64 Prozent
Bayern63 Prozent
Bremen63 Prozent
Nordrhein-Westfalen61 Prozent
Hessen60 Prozent
Saarland58 Prozent
Baden-Württemberg58 Prozent
Thüringen56 Prozent
Diese Angaben stammen von Klarna

Der Blick auf die Zahlen von Klarna zeigt, dass der Black Friday – und die Black Week vor ihm – schon jetzt als Erfolg gelten kann. Schau dir hier die Analyse von Klarna im Detail an. Nach dem Wochenende werden wir wissen, welche Verkaufsrekorde gebrochen wurden, in welchen Bereichen die Menschen vor allem eingekauft haben und wie groß die Umsätze waren. Wir blicken gespannt auf die Entwicklung.

Anfang kommender Woche dürften viele neue Zahlen vorliegen, die wir dann wieder aufbereiten. Bis dahin wird der Black Friday und das Wochenende darauf zu einem der größten digitalen Verkaufszeiträume aller Zeiten werden.

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