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Amazon: Keine Kommentarfunktion mehr bei Rezensionen
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Amazon: Keine Kommentarfunktion mehr bei Rezensionen

Niklas Lewanczik | 16.12.20

Amazon hat die Option, Rezensionen für Produkte zu kommentieren, für Seller und Vendoren eingestellt. Die Funktion sei nur selten genutzt worden. Nun sollen neue Möglichkeiten für die Kundeninteraktion entwickelt werden.

In einer E-Mail mit dem Betreff „Bevorstehende Entfernung der Kommentarfunktion für Rezensionen“ informierte der E-Commerce-Riese seine Seller und Vendoren über die jüngste Veränderung. Amazon begründet den Schritt, die Kommentarfunktion für Rezensionen einzustellen, mit der seltenen Nutzung und verweist in der knappen Mail auf neue Optionen. Bis diese vorliegen, wird den Verkäufern jedoch eine Möglichkeit entzogen, um auf negative Rezensionen zu reagieren oder Richtigstellungen abzubilden.

Amazons Schritt schränkt Händler ein – was kommt als neue Option?

Auf der Website sellerforum.de ist die ganze, kurz gehaltene E-Mail des Community-Shopping-Teams von Amazon nachzulesen:

Betreff: Bevorstehende Entfernung der Kommentarfunktion für Rezensionen

Guten Tag!

Sie erhalten diese E-Mail, da Sie vor Kurzem einen Kommentar zu einer Rezension hinterlassen haben.
Während Rezensionen und Bewertungen für unsere Kunden und Verkäufer wichtig sind, wurde die Kommentarfunktion bei Kundenrezensionen nur selten verwendet. Daher stellen wir diese Funktion am 15. Dezember 2020 ein.

Wir werden andere innovative Möglichkeiten entwickeln, mit denen Sie mit Kunden in Kontakt treten können, um Ihr erfolgreiches Verkaufen weiterhin zu unterstützen.

Freundliche Grüße
Ihr Community-Shopping-Team

Die Angabe, dass die Funktion nur selten verwendet wurde, wird nicht näher ausgeführt oder belegt. Damit müssen User und Verkäufer Amazon hier Glauben schenken, dass das ein wichtiger Grund für die Entscheidung war. Vorstellbar ist auch, dass Amazon – das ohnehin dem Kommentarbereich bei Produkten seit einiger Zeit immer weniger Prominenz einräumt – der schriftliche Schlagabtausch zwischen unzufriedenen Kunden und Verkäufern im Kontext von Produkten ein Dorn im Auge war.

Auch die Amazon-Agentur Revoic berichtete über die Veränderung und Autor und Amazon Seller Stephan Bruns nennt diese einen Einschnitt „für viele Seller wie Vendoren“. Immerhin ist diesen eine Möglichkeit geraubt, direkt auf negative Rezensionen zu reagieren. Außerdem können sie keine Support-Angaben wie Telefonnummern oder E-Mail-Adressen hinterlegen. Und eine Richtigstellung bei womöglich unberechtigter Kritik am Verkäufer oder Produkt ist ebenfalls dort nicht mehr möglich. Auch für User ist dieses Update eventuell problematisch, weil sie schlechte Rezensionen im Zweifel nicht so gut einordnen können, wenn diese kommentarlos stehenbleiben.

Trotzdem die Verkäufer also wenig begeistert sein dürften, dass diese Funktion wegfällt, besteht Aussicht auf Alternativen. Amazon verweist auf „andere innovative Möglichkeiten“, die künftig die Kommunikation mit Kunden und Rezensenten unterstützen sollen. Allerdings wird nicht thematisiert, wie diese aussehen oder wann sie eingeführt werden könnten. Und so müssen Verkäufer in der Zwischenzeit dafür sorgen und darauf hoffen, dass sie möglichst wenig schlechte Rezensionen erhalten. Ihnen bleibt zumindest der Trost, dass Amazon den Rezensionen nicht mehr so viel Raum gibt.

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