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Adobe veröffentlicht Digital Trends 2022

Adobe veröffentlicht Digital Trends 2022

Aniko Milz | 31.01.22

Adobe befragte für den Trends Report mehrere Tausend Expert:innen dazu, welche Potentiale, Herausforderungen und Trends sie für 2022 erkennen.

Was kommt dabei heraus, wenn man 10.000 Marketing-Expert:innen, IT-Fachleute und Führungskräfte nach aktuellen Herausforderungen und Trends befragt? Die Adobe Digital Trends, die jährlich zeigen, was in der Branche aktuell ansteht. In dem Digital Trends 2022-Report wird ganz deutlich: Digital First setzt sich durch. Die pandemiebedingten Änderungen im Online-Verhalten von Konsument:innen, die sich bereits seit zwei Jahren abzeichnen, bauen sich stärker aus. Für Unternehmen bedeutet das, dass digitale Projekte konsequent vorangetrieben werden müssen, um nicht hinter der Konkurrenz zurückzubleiben. So zieht Christoph Kull, Vice President & Managing Director Central Europe bei Adobe, folgendes Fazit:

Markenkommunikation und Kundeninteraktion müssen online wie offline höchsten Ansprüchen genügen. Das Verhältnis hat sich im vergangenen Jahr noch einmal deutlich zu Gunsten des Digitalen verschoben und das Ende von Third-Party Data bringt Unternehmen hier in Zugzwang. Das Fundament nachhaltiger Kundenbeziehungen ist in beiden Welten gleich: Der Aufbau von Vertrauen ist essentiell, persönliche sowie relevante Ansprache bieten veritablen Wettbewerbsvorteil. Wer dies im digitalen Kundenkontakt und über alle Kanäle hinweg anbietet, schafft die Grundlage für Stabilität und weiteres Wachstum.

Digital First

Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen geben an, dass sich ihre Customer Journeys in den vergangenen 18 Monaten deutlich verändert haben. Dazu gehören unter anderem neue digitale Einkaufsmöglichkeiten wie Click&Collect, virtuelle Umkleidekabinen oder Live Streams, die Kund:innen mittlerweile kennen- und schätzen gelernt haben. 85 Prozent gaben in der Umfrage an, dass ihre Kund:innen digitale Strukturen heutzutage voraussetzen. Doch nur wenige Marketer sind überzeugt, dass ihr Unternehmen „die Kundenerwartungen übertrifft“ ist (13 Prozent), ein knappes Viertel (22 Prozent) sieht sich in puncto digitale Erlebnisse hinter der Konkurrenz zurückbleiben.

Damit das nicht passiert, müssen Unternehmen beim digitalen Wandel „auf die Tube drücken“, wie es in dem Report heißt. Und das ist auch geplant: 42 Prozent der Unternehmensleiter:innen planen, die Erlebnisse ihrer Kund:innen über alle Kanäle hinweg zu optimieren. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) plant zudem mit erhöhten Ausgaben für Kund:innendatentechnologie und Customer-Experience-Management-Systeme.

First Party Data, Agilität und die Suche nach Talenten

Als weitere große Trends konnte Adobe personalisierte Erlebnisse ohne Third Party Cookies, Agilität sowie das Anwerben von Fachkräften und die Weiterbildung eigener Talente identifizieren. Kund:innenvertrauen beschreibt der Report als Erfolgsfaktor in 2022. Denn mit dem Wegfall von Third Party Cookies müssen sich Unternehmen nach einer robusten First-Party-Data-Strategie umgucken.



Mehr zum Thema Third Party Cookies und dazu, wie Unternehmen den Trust zwischen Kund:innen und ihnen verstärken können, erklärt Christoph Kull im Gespräch mit dem OnlineMarketing.de-Redakteur Niklas Lewanczik im Digital Bash Podcast.





Um personalisierte Erlebnisse anbieten zu können, sind Agilität und das Aufbrechen von Datensilos entscheidende Stichpunkte. Doch viele Unternehmen hinken hier noch hinterher. 37 Prozent der Marketing-Spezialist:innen geben an, dass ihr Unternehmen in puncto teamübergreifender Datenaustausch „durchschnittlich“ bzw. „schwach“ oder sogar „sehr schwach“ (20 Prozent) aufgestellt ist. Damit ist immerhin das potential erkannt und der Kurs für 2022 gesetzt, um in diesem Jahr konsistente Erlebnisse über alle Kanäle hinweg zu realisieren.

Um ideale Erlebnisse bieten zu können, müssen die Angestellten entsprechend ausgebildet sein. Ein Trend, der sich herauskristallisiert hat, war demnach die Suche nach geeigneten Fachkräften und die Weiterbildung von bereits Beschäftigten, so dass Qualifikationslücken geschlossen werden können.

Was siehst du in 2022 als großen Trend? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

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