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Digitalpolitik
Facebook belehrt (unfreiwillige) Verbreiter von Fake News
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Facebook belehrt (unfreiwillige) Verbreiter von Fake News

Aniko Milz | 17.04.20

Künftig werden Facebook User im News Feed darauf aufmerksam gemacht, dass sie in Vergangenheit mit erwiesenermaßen inkorrekten Inhalten zu dem Coronavirus interagiert haben.

Seit Beginn der Coronakrise versuchen Social-Plattformen wie Facebook die Verbreitung von Desinformationen einzuschränken. Neben Maßnahmen, die dies aktiv verhindern sollen, bietet Facebook beispielsweise im COVID-19-Informationszentrum direkt auf der Startseite Informationen aus verlässlichen Quellen an. Doch damit nicht genug: Alle User, die bereits mit Content interagiert haben, der falsche Informationen zum Coronavirus enthielt, sollen bald ein extra Fenster im News Feed angezeigt bekommen, das sie zu einem Beitrag der WHO führt.

Eine Nachricht im News Feed weist darauf hin, dass in der Vergangenheit mit Fake News interagiert wurde

„[H] undreds of thousands of pieces of misinformation related to Covid-19“ gab Mark Zuckerberg in einemFacebook Post an bereits entfernt zu haben. Jene, die einen der entfernten Posts geliked, kommentiert oder sogar geteilt haben, werden demnächst die neue Nachricht in ihrem Feed zu sehen bekommen. Doch statt direkt darauf hinzuweisen, warum das Fenster erscheint, wählt Facebook hier einen vorsichtigeren Weg und schreibt stattdessen: „Help friends and family avoid false information about COVID-19.“ Und fordert dazu auf, den Post der WHO zu lesen oder den entsprechenden Link auf Facebook zu teilen.

Um den Zugang zu Informationen zu erleichtern, wird in den USA außerdem eine neue Sektion im Informationszentrum angezeigt. Dort sollen Artikel, die Desinformationen aufdecken, zur Verfügung gestellt werden. Zum Beispiel wird dort, wie auch auf der Seite der WHO, erklärt, dass es noch keine Impfung gibt und Sonnenlicht oder Alkohol nicht gegen das neue Virus helfen. Wann die Sektion „Get the Facts“ auch in anderen Ländern kommt, ist noch unklar.

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