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Der Upside Down Whopper: Wie Medienreferenzen einfache Produkte viral machen
© Burger King

Der Upside Down Whopper: Wie Medienreferenzen einfache Produkte viral machen

Toni Gau | 14.06.19

Die dritte Staffel von Stranger Things steht in den Startlöchern. Zur Bewerbung dieser präsentiert Burger King seinen Whopper mal anders: kopfüber.

Das von Netflix produzierte Popkultur-Phänomen Stranger Things geht bald in die dritte Runde und die Erwartungshaltung ist groß. Natürlich wollen auch diverse Marken vom Hype um die Erfolgsserie profitieren. In Kooperation mit Netflix und Coca-Cola tut Burger King genau dies und stellt damit als Limited Edition sein neuestes Produkt vor: Den Upside Down Whopper. Der klassische Burger King Whopper, nur falsch herum. Falls man sich nun denkt, das wäre doch einfach nur ein Burger kopfüber serviert, liegt man vollkommen richtig. Burger King macht daraus auch kein Geheimnis. Dieselben Zutaten, dieselbe Zubereitung, bei Ausgabe wird er lediglich umgedreht und in eine spezielle Stranger Things-Verpackung gelegt. Dafür ist er aber auch in nur elf Filialen erhältlich. Dies dient als Referenz zum Hauptcharakter Eleven, so wie der Upside Down Whopper eine Anspielung auf die in Stranger Things vorgestellte Paralleldimension ist. Die Grundidee lässt sich zwar infrage stellen, schließlich ist es nur ein Burger, der kopfüber ist, humorvoll ist sie jedoch allemal.

Mehr als nur ein Witz

Wenn auch der Upside Down Whopper nur ein Scherz zu sein scheint, lässt Burger King sich nicht die Gelegenheit entgehen, tatsächlich vom Hype zu profitieren. Neben dem Burger, dessen Welt Kopf steht, bietet Burger King auch T-Shirts mit zur Serie angepassten Motiven an, die Burger King-typischen Pappkronen sind ebenfalls thematisch angepasst und selbst der Twitter Account wurde in „Stranger King“ umbenannt, mit auf dem Kopf stehenden Logo.

https://twitter.com/BurgerKing/status/1139156387802599424

Ebenso können Kunden die Burger King App nutzen, um auf den Cola Bechern gedruckte Codes einzuscannen und somit Chancen auf einen von täglich 100.000 Preisen zu erhalten. Auch außerhalb der elf Filialen dürfen Besucher sich über Stranger Things-spezifische Angebote freuen. So bietet das Fastfood-Unternehmen auch für fünf US-Dollar das sogenannte „Hopper Meal“ an, benannt nach dem Sheriff aus Stranger Things, Jim Hopper. Burger King greift also vollends auf den Hype um die Erfolgsserie zurück. Die Meinungen zum Upside Down Whopper sind noch sehr gemischt, man sollte diesen allerdings auch nicht als mehr als einen harmlosen Witz auffassen. Diejenigen, die es tun, können sich daran schlichtweg erfreuen.

Stranger Things in Mode

Auch Nike lässt sich nicht entgehen vom Erfolg der Serie zu profitieren. Zum Release der dritten Staffel veröffentlicht der Sportartikelhersteller eine Modekollektion mit Motiven und Farben angepasst an die Stilistik und Thematik der Serie, im dazugehörigen Retro Look.

Ein erster Blick auf die zu Stranger Things angefertigten Artikel. © Nike

Kooperationen wie diese sind generell eine Win-Win-Situation. Die eine Marke bedient sich am Hype der anderen, der Hype der anderen wird dadurch intensiviert. Nicht erstmalig ist es der Fall, dass Nike an popkulturelle Phänomene angepasste Produkte auf den Markt bringt. So wurden 2015 Schuhe zum Verkauf angeboten, welche sich an Zurück in die Zukunft 2 orientierten, da in diesem Film ins Jahr 2015 zeitgereist wurde. Die Schuhe erfreuten sich unter Fans großer Aufmerksamkeit und die gesamte Aktion wurde überaus positiv aufgefasst.

Ein Sammlerstück für Zurück in die Zukunft-Fans. 2015 veröffentlichte Nike diese Schuhe als Limited Edition. © Nike

Bis dato versuchen Fans der Filmreihe ein solches Paar Schuhe zu ergattern, wobei auf eBay Preise in Höhe von tausenden Euro erreicht werden, was für die Effektivität derartiger Kooperationen spricht. Einfache Produkte können ihr Potential mit richtig angewendeter Medienreferenz immens steigern.

Durch Medienreferenz zum Erfolg

Wann immer ein Hype zustande kommt, werden sich Marken finden, die versuchen von diesem zu profitieren. Das ist so klug wie logisch und rentiert sich letztendlich für beide Parteien. Simple Artikel wie ein Paar Schuhe distanzieren sich für Fans vom tatsächlichen Produkt und werden ein Sammlerstück oder im Fall von Burger King ein umgedrehter Burger, der sie auf einer anderen Ebene anspricht. Die Sympathie, welche man dem Trend entgegenbringt, überträgt sich sozusagen auf das Produkt, welches diesenzugute kommt. Ein Burger, der falsch herum serviert wird, trifft auf Kopfschütteln. Ein Burger, der falsch herum serviert wird, aber als Referenz zu Stranger Things, trifft viel eher auf Sympathie unter Fans – so dämlich die Grundidee auch sein mag.

Auch auf Social Media werden Aktionen wie diese oftmals heiß diskutiert, wie es bei Trends häufig  der Fall ist. Somit schöpfen Marken noch mehr medienübergreifende Aufmerksamkeit. Dass der Upside Down Whopper auf gemischte Meinungen stößt, sollte selbstverständlich sein, schließlich ist es nur ein umgedrehter Whopper. Dass er dennoch auf durchaus viel positive Resonanz stößt, spricht stark dafür, wie wirksam Medienreferenzen einfache Produkte machen können, wobei der dem Upside Down Whopper hinterstehende Humor hierbei ein nicht zu unterschätzender Faktor ist.

AxelF am 14.06.2019 um 17:25 Uhr

Wenn der NIKE AIR MAG wie im Artikel geschrieben: „wobei auf eBay Preise in Höhe von 120 Euro erreicht werden“, nur 120€ kostet, dann hätte ich alle produzierten Paare zu Hause. Es sind aber eher 5000€ aufwärts

Antworten
Niklas Lewanczik am 17.06.2019 um 08:28 Uhr

Hallo,

ich habe die Summe einmal durch „tausende“ ersetzt. Tatsächlich sind die Schuhe zu variablen Preisen, nicht aber unter 1.000/2.000 Euro und mehr zu finden.

Danke für den Hinweis.

Beste Grüße

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