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Gmail-Adressen lassen sich jetzt ändern: Google startet Roll-out

Gmail-Adressen lassen sich jetzt ändern: Google startet Roll-out

Larissa Ceccio | 02.01.26

Neuer @gmail-Name ohne neues Konto: Google startete kürzlich den Roll-out für veränderbare Gmail-Adressen – zunächst in den USA. Nutzer:innen können ihren Mail-Namen im bestehenden Konto anpassen, ohne Daten zu verlieren.

UPDATE

Google führte jüngst offiziell die Möglichkeit ein, den Gmail-Namen direkt im bestehenden Konto zu ändern. Google CEO Sundar Pichai erklärte auf X, dass Gmail-Adressen ab sofort nicht länger ein unveränderliches Relikt früher Online-Identitäten bleiben müssen, sondern sich erstmals flexibel an die eigene heutige Nutzung anpassen lassen.

Laut dem offiziellen Google Account können Nutzer:innen dabei einen neuen, verfügbaren @gmail.com-Namen wählen, ohne ein neues Konto erstellen zu müssen – E-Mails, Daten und die gesamte Account-Historie bleiben erhalten.

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Die bisherige Adresse wird automatisch zum Alias und kann weiterhin für Login sowie zum Senden und Empfangen von E-Mails genutzt werden, ein späteres Zurückwechseln ist ebenfalls möglich. Die Änderung ist jedoch limitiert: Sie kann einmal pro Jahr vorgenommen werden, insgesamt bis zu drei Mal.

Auch die Google-Support-Seite bestätigt, dass Inhalte wie Mails, Fotos, Drive-Dateien oder YouTube-Daten vollständig erhalten bleiben, es aber vereinzelt zu Anpassungen bei App-Einstellungen kommen kann. Der Roll-out erfolgt schrittweise und zunächst für Nutzer:innen in den USA.

Dieser Beitrag erschien erstmals am 2. Januar 2026.



Google rührt an einer der langlebigsten Regeln des Internets: Die eigene @gmail-Adresse ist künftig nicht mehr zwangsläufig ein lebenslanges Relikt aus der Schulzeit. Wer sich seit Jahren mit Adressen wie darkangel2006@, sweetgirl97@ oder ähnlichen Jugendsünden vor Kolleg:innen, Kund:innen oder Behörden erklären muss, darf jetzt hoffen. Ende des Jahres 2025 sorgte Google auch schon mit einer überraschenden Änderung für Aufsehen.



Google:
Seltene Veränderung der Startseite mit AI-Hintergrund

Google-Startseite mit Christmas Doodle und +-Symbol in der Suchleiste
© Google via Canva


So funktioniert die Gmail-Adressänderung

Laut einer Google-Support-Seite auf Hindi dürfen erste Nutzer:innen ihren Gmail-Nutzer:innennamen ändern, ohne ein neues Konto anlegen zu müssen. Die bisherige Adresse wird dabei nicht gelöscht, sondern als Alias hinterlegt. Bedeutet: Mails kommen weiterhin an, Logins bleiben unverändert, Daten gehen nicht verloren – lediglich der öffentliche Auftritt wird seriöser. Ganz ohne Einschränkungen läuft das Feature allerdings nicht:

  • Änderung nur einmal pro Jahr
  • maximal drei neue Gmail-Adressen pro Konto
  • die neue Adresse ist dauerhaft und kann nicht wieder gelöscht werden
  • die alte Adresse bleibt dauerhaft mit dem Konto verknüpft
  • Anmeldung funktioniert mit alter und neuer Adresse

Inhalte wie E-Mails, Fotos, Drive-Dateien oder die YouTube-Historie bleiben vollständig erhalten. Lediglich in einzelnen älteren Einträgen, etwa Kalenderterminen, kann weiterhin die ursprüngliche Adresse angezeigt werden. Google empfiehlt vorsorglich ein Backup, insbesondere für ChromeOS-Nutzer:innen.

Die Gmail-Adressänderung ist noch nicht live

Der Haken: Offiziell freigeschaltet ist das Feature bislang nicht. Die entsprechende Support-Seite ist aktuell nur auf Hindi verfügbar und wirkt eher wie ein versehentlich veröffentlichter Hinweis auf einen laufenden Roll-out als wie eine angekündigte Feature-Ankündigung. Laut 9to5Google plant Google eine schrittweise Einführung, ein konkreter Zeitplan fehlt jedoch – auch mit Blick auf Deutschland.

Trotz dieser Unklarheit ist der Schritt bemerkenswert. Denn erstmals lockert Google eine Regel, die für viele Nutzer:innen über Jahre unveränderlich war. Für Millionen Gmail-Konten eröffnet sich damit perspektivisch die Möglichkeit, eine digitale Altlast abzulegen – und eine Adresse loszuwerden, die mit 14 vielleicht charmant klang, heute aber eher erklärungsbedürftig ist.



Google Gemini 3 Flash ist da und wird zum Default Model der Suche

dunkler Hintergrund, Gemini-Logo mit buntem Stern, Gemini 3 Flash-Schriftzug
© Google

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