Cases
Apple weist auf kommende Preiserhöhungen hin

Apple weist auf kommende Preiserhöhungen hin

Niklas Lewanczik | 18.06.26

Apples scheidender CEO Tim Cook hat höhere Preise für die eigenen Produkte angekündigt. Enorme Chip-Kosten ließen dem Konzern keine Wahl – bei 30 Milliarden US-Dollar Gewinn im jüngsten Quartal.

Der AI Boom geht an Apple nicht spurlos vorbei. Gerade erst hat der iPhone-Konzern die brandneue Siri AI und Apple Intelligence Updates vorgestellt. Viele der neuen Funktionen könnten im Herbst dieses Jahres ausgerollt werden, zusammen mit iOS 27 und sogar einem neuen foldable iPhone. Für die Hardware sowie die Dienste Apples müssen die User jedoch künftig wohl noch deutlich tiefer in die Tasche greifen als bisher. Tim Cook kündigte jüngst Preiserhöhungen an und nannte den KI-Boom als einen Grund dafür. Die Neustrukturierung von Angeboten und Preisen wird bald sein Nachfolger leiten müssen – auch neue Werbeformate sind im Gespräch. Über schlechte Geschäftszahlen kann sich Apple indes nicht beklagen.


Siri AI:

Warum EU User vorerst auf Apples wichtigste Neuheit verzichten müssen

Apple präsentiert auf der WWDC 2026 Siri AI und neue Funktionen von Apple Intelligence für sein gesamtes Ökosystem. In der EU startet Siri AI zunächst nicht auf iPhone und iPad.
© Apple


Darum will Apple die Preise erhöhen

In einem exklusiven Interview mit dem Wall Street Journal erklärte Tim Cook, dass Apple die eigenen Preise aufgrund der enorm gestiegenen Kosten für Chips erhöhen müsse. Er sagte:

Unfortunately, price increases are unavoidable. We’re doing our best to mitigate the huge increases that are being passed to us, and we’ve been trying to shield our customers from the increases, but the situation has become unsustainable.

Auf Threads ansehen

Das enorme Wachstum der KI-Lösungen und -Dienste sorgt für steigende Nachfrage nach Speicherchips, es kommt sogar zu Engpässen in der Lieferkette. Ein Grund dafür sind die großen Rechenzentren für KI-Unternehmen, die viele Chips in Anspruch nehmen. Und so könnten weltweit die Kosten für Smartphones, Laptops und andere Elektronik sowie RAM selbst deutlich steigen – nicht nur bei Apple.

Wann genau Apple die Preise erhöhen wird, welche Produkte betroffen sind und wie viel mehr die User zahlen müssen, ist noch unklar. Womöglich wird Tim Cooks Nachfolger John Ternus, bis dato Hardware-Chef des Konzerns, diese Entwicklung leiten. Ternus selbst war ein wichtiger Teil der Entwicklung des iPads und der AirPods und er verantwortet die Weiterentwicklung der Kernprodukte iPhone und Mac. Er war auch verantwortlich für den Launch des MacBook Neo, das die MacBook Experience für mehr User bereitstellen soll, da das Gerät günstiger als das klassische MacBook ist. Doch auch das MacBook Neo könnte teurer werden.

Dass Apple steigende Kosten in der Entwicklung zumindest zum Teil auch mit dem eigenen Konzerngewinn von immerhin knapp 30 Milliarden US-Dollar allein im eigenen zweiten Quartal des Fiskaljahrs, bei 111 Milliarden US-Dollar Umsatz, abfedern könnte, wird im Zuge der von Cook erwähnten Notwendigkeit nicht hervorgehoben. Allerdings möchte Apple das enorme Finanzwachstum in einem wettbewerbsstarken Tech-Markt keinesfalls gefährden. Genauso wenig wie die eigene Marktkapitalisierung, die derzeit bei über 3,8 Billionen Euro liegt.

Für noch mehr Umsatz bei Apple könnte neben den neuen iPhones, Macs, AirPods und Co. künftig auch das Werbegeschäft sorgen. Für dieses ist unter anderem die Integration von Ads in Apple Maps im Gespräch – wie es sie bei der Konkurrenz von Google Maps schon gibt.


Apple Maps wohl bald mit Werbung

Apple Logo Dark Background
© Laurenz Heymann – Unsplash


Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein

Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*
*