E-Commerce
Amazons Branded Conversations: KI-gestützte Einkaufsgespräche kommen

Amazons Branded Conversations: KI-gestützte Einkaufsgespräche kommen

Niklas Lewanczik | 06.11.26

Über Alexa+ und Alexa for Shopping führt Amazon Advertiser und User jetzt noch enger zusammen. Branded Conversations machen die Produktempfehlung zum bezahlten Bereich im KI-Austausch.

Hunderte Millionen Kund:innen setzen auf Alexa+ und Alexa for Shopping, um sich über Produkte zu informieren. Diese Gespräche sind für Werbetreibende von besonderem Interesse, weil die Kaufintention klar kommuniziert wird. Deshalb bietet Amazon nicht erst seit der Vorstellung zahlreicher neuer Werbeoptionen im Rahmen der unBoxed-Konferenz 2026 verschiedene Touchpoints zur gesponserten Information im Austausch mit Alexa. Dazu gehören die Sponsored Prompts für Produkte und Marken, die in den Einkaufsergebnissen auftauchen können.

Gesponserte Prompts unterstützen Produkte und Marken auf Amazon, © Amazon, Smartphone Mockup mit Amazon Interface und Sponsored Prompt
Gesponserte Prompts unterstützen Produkte und Marken auf Amazon, © Amazon

Der nächste Schritt dieser Evolution bezahlter Empfehlungen sollen die Branded Conversations werden. Amazon möchte sie bald einführen und damit das Fachwissen der Marken sowie deren Angebote zum Teil der Konversation machen.



In wenigen Minuten zur Kampagne:

Amazon Ads stellt DVA+ und neue KI-Funktionen vor

Amazon Ads Agent mit Chat-Funktion innerhalb der Kampagnenoberfläche von Amazon Ads.
© Amazon Ads via Canva


So funktionieren Amazons Branded Conversations

Mit den Branded Conversations möchte Amazon grundlegend verändern, wie Shopper Informationen via Alexa beziehen – und dabei den Werbeumsatz deutlich stärken. Dieser lag im dritten Quartal 2026 bereits bei 19,6 Milliarden US-Dollar. Das entspricht im Jahresvergleich einem Wachstum von zwölf Prozent.

Bei Klicks von Usern auf gesponserte Prompts werden diese User bisher in eine Alexa-Konversation überführt, die gesammelte Informationen von Amazon selbst anbietet. Die Branded Conversations sollen genau an diesem Punkt ansetzen. Künftig können die Werbetreibenden ihre Expertise und Angebotsdetails einpflegen. Marken können unter anderem hervorheben, was sie auszeichnet, wodurch sich ihre Produkte von anderen abheben, wie sie auf die Bedürfnisse von Kund:innen eingehen und wie sich ihre Produkte gegenseitig ergänzen.

In einem Beispiel könnte eine Hautpflegemarke Informationen dazu bereitstellen, welche Reinigungsmittel für unterschiedliche Hauttypen am besten passen, welche Produkte gut kombiniert werden können und was sich für den Kontext einzelner User am besten eignet. Alexa stellt dann mithilfe der Unternehmensinhalte passende Antworten in der Konversation bereit.

So können User vom Sponsored Prompt zur gebrandeten Konversation gelangen, © Amazon, Smartphone Mockups mit Amazon Interface
So können User vom Sponsored Prompt zur gebrandeten Konversation gelangen, © Amazon

Die Branded Conversations werden immerzu klar als „gesponsert“ gekennzeichnet. Sie werden zunächst in den USA eingeführt und kommen ab Januar 2027.

Zusätzlich führt Amazon Rezensionsanfragen ein. Das ist ein Feature, welches es Advertisern erlaubt, verifizierte Käufer:innen direkt nach Rezensionen zum Produkt zu fragen. Laut Amazon konnten Produkte, bei denen die Funktion Rezensionsanfragen zum Einsatz kam, in ersten Tests jede Woche rund dreimal so viele Bewertungen und Rezensionen erhalten wie ohne die Funktion. Für noch mehr Markensichtbarkeit im Kontext von KI-Konversationen bietet Amazon Ads inzwischen auch die Buchung von ChatGPT Ads an.



Amazon Ads ermöglicht Werbung auf ChatGPT

dunkler Hintergrund, Amazon- und OpenAI-Logo, Schriftzug zu Amazon und ChatGPT Ads
© Amazon


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