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ChatGPT kann jetzt auf iCloud Mail und Kalender zugreifen

ChatGPT kann jetzt auf iCloud Mail und Kalender zugreifen

Larissa Ceccio | 28.10.26

E-Mails suchen, den Posteingang zusammenfassen oder Termine verwalten: ChatGPT bekommt Zugriff auf Apples iCloud-Dienste. Die neuen Plugins sind für alle User kostenlos verfügbar. Dabei ist die Beziehung zwischen Apple und OpenAI zuletzt komplizierter geworden.

OpenAI erweitert die ChatGPT-Integrationen um zwei weitere Dienste aus dem Apple-Ökosystem. Ab sofort können User auch Apples iCloud Mail und iCloud Kalender mit ChatGPT verbinden und darüber E-Mails suchen, Nachrichten zusammenfassen oder Termine verwalten. Das hat das Unternehmen auf X angekündigt. Ähnliche Funktionen bietet ChatGPT schon für Google-Dienste wie Gmail und Google Kalender. Dank ChatGPT Voice lassen sich verbundene Dienste zudem per Sprachbefehl nutzen.



ChatGPT Voice greift jetzt auf Apps zu und erledigt Aufgaben in Work per Sprache

ChatGPT Voice mit dem Hinweis „Now able to get stuff done“ in einer Küchenszene.
© OpenAI/YouTube


So verbindest du iCloud Mail und Kalender mit ChatGPT

Die neuen Plugins stehen allen ChatGPT Usern zur Verfügung, auch in der kostenlosen Version. Sie sind im Web, auf dem Desktop und unter iOS verfügbar. Für die Einrichtung müssen User die jeweiligen Dienste in ChatGPT aktivieren und sich mit ihrem Apple Account anmelden. Dafür benötigen sie ein anwendungsspezifisches Passwort, das sich über den Apple Account erstellen lässt.

Wer ChatGPT Pro nutzt, kann iCloud Mail und Kalender außerdem mit OpenAIs dots verbinden. Die Always-on Agents lassen sich bereits seit ihrem Start mit über 4.000 Apps verknüpfen und können eigenständig Aufgaben übernehmen. Mit Zugriff auf die iCloud-Dienste können sie beispielsweise E-Mails auswerten, anstehende Termine prüfen und darauf aufbauend Aufgaben übernehmen.

Eine Einschränkung gibt es allerdings: Über die Plugins kann ChatGPT ausschließlich auf iCloud-Daten zugreifen, nicht auf E-Mails und Kalendereinträge anderer Anbieter:innen, die über Apples Mail- und Kalender-App verwaltet werden. Wer dort beispielsweise Gmail oder Outlook nutzt, muss diese Dienste separat mit ChatGPT verbinden.

Apple und OpenAI kooperieren trotz Rechtsstreit und Gemini-Deal

2024 hatten der Tech-Konzern und das KI-Unternehmen noch eine weitreichende Kooperation angekündigt, in deren Rahmen ChatGPT in Siri integriert wurde. Inzwischen setzt Apple bei der Weiterentwicklung von Siri und Apple Intelligence jedoch auf Googles Gemini-Technologie. Auf deren Grundlage haben Apple und Google gemeinsam eine neue Generation der Apple Foundation Models entwickelt, die unter anderem eine umfassend überarbeitete Siri ermöglichen soll.

Im Juli 2026 verschärften sich die Spannungen, als Apple Klage gegen OpenAI einreichte. Der Konzern wirft dem KI-Unternehmen vor, zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter zur Weitergabe vertraulicher Informationen bewegt zu haben. Darunter sollen sich interne Unterlagen zu unveröffentlichten Produkten und Lieferant:innen befinden, die OpenAI für die Entwicklung eigener KI-Hardware genutzt haben soll. OpenAI weist die Vorwürfe zurück.

Trotz des zuletzt angespannten Verhältnisses arbeiten Apple und OpenAI weiterhin zusammen. Neben der neuen iCloud-Integration kündigte Apple kürzlich auch Updates für das Creator Studio an. Dazu gehören neue KI-Assistants für Pages, Numbers und Keynote, die teilweise auf OpenAI-Modellen basieren und User unter anderem beim Verfassen von Texten, Erstellen von Präsentationen und Analysieren von Daten unterstützen sollen.



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