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Google schließt September 2026 Spam Update ab: Das sollten SEOs wissen

Google schließt September 2026 Spam Update ab: Das sollten SEOs wissen

Niklas Lewanczik | 09.10.26

Das zweite Google Spam Update seit dem Sommer ist beendet. Die Volatilität in der Suche war zuletzt sehr hoch.

Im Spätsommer 2026 hat Google in den Suchergebnissen ordentlich aufgeräumt. Auf das August 2026 Spam Update folgte ab dem 24. September direkt das September 2026 Spam Update.



Rankings im Blick behalten:

Google rollt September 2026 Spam Update weltweit aus

Google-Logos gespiegelt auf Glaswänden, rund
© FLY:D – Unsplash


Das jüngste Spam Update sollte bis zu zwei Wochen für den Roll-out benötigen. Nach 13 Tagen und 16 Stunden ist es nun abgeschlossen. Das bestätigen der offizielle Google Search Central Account auf X und ein Blick in das Google Search Status Dashboard.

Allgemein, aber speziell im Desktop-Bereich, war die Volatilität in der Suche ab dem 24. September vergleichsweise hoch. Im Semrush Sensor wurde in den USA noch am 8. Oktober ein Wert von 9,2 von 10 Punkten im Desktop-Bereich gemessen. In Deutschland war nach diesem Analyse-Tool der jüngste Höchstwert von 9.0 am 5. Oktober zu verzeichnen.

Aber auch heute ist die Volatilität noch höher als gewöhnlich. Diese Beobachtung stützt das Google Search Volatility Aggregator Tool von Search Engine Round Table ebenfalls. Dieses aggregiert verschiedene Volatilitätswerte unterschiedlicher Tracking Tools und zeigt einen klaren Anstieg seit dem 24. September.

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Worauf SEOs im Spam-Kontext achten sollten

SEOs und Seitenbetreiber:innen sollten sich bei Spam Updates nicht allzu viele Sorgen machen, sofern sie Googles Regeln befolgen und relevante Inhalte bereitstellen. Immerhin erklärt Google im Informationsdokument zu den Spam Updates, dass erkennbare Veränderungen bei den eigenen Seiten, insbesondere Ranking-Verluste, nur bei Verstößen gegen Spam-Regeln an der Tagesordnung sind:

Für Websites, für die nach einem Spam-Update eine Änderung zu sehen ist, solltest du prüfen, ob sie den Spam-Richtlinien entsprechen. Websites, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, erhalten möglicherweise ein niedrigeres Ranking oder werden gar nicht in den Suchergebnissen angezeigt. Wenn unsere automatisierten Systeme im Laufe der Monate feststellen, dass die Website unseren Spam-Richtlinien entspricht, kann dies das Ranking positiv beeinflussen.

Aus diesem Dokument geht auch hervor, dass Googles Systeme zur Spam-Erkennung immer aktiv sind. Die großen Updates zeigen eine umfassende Anpassung an, um SEOs mehr Kontext für etwaige Ranking-Schwankungen zu liefern. Googles Senior Search Analyst John Mueller schrieb zuletzt in einer Reaktion auf LinkedIn unter dem Post zum Update-Start im August, dass diese Transparenz nicht unbedingt zu Sorgen führen sollte, auch wenn das zuweilen der Fall sein kann:

We have lots of systems that update continuously (most of them update automatically), but when we make bigger / broader changes to the systems, we try to announce them so that it’s easier for folks if they see a big jump in their metrics. That said, it’s sometimes hard to find a good balance between giving some transparency & causing unnecessary worries.

Sorgen sollten SEOs und Seitenbetreiber:innen vor allem Praktiken bereiten, die in Googles Spam-Kategorien fallen. Diese werden bei grundlegender SEO-Arbeit zwar normalerweise vermieden, es kann aber zu Unklarheiten kommen, da es in der jüngeren Vergangenheit einige Anpassungen für die Bewertung von Inhalten als Spam gab.

Was Google seit einiger Zeit abstraft: Von Scaled Content Abuse bis Back Button Hijacking

Abgestraft wird dagegen unter anderem Content, der in betrügerischem Kontext erstellt und verbreitet wird. Des Weiteren gehören Aspekte wie irreführende Weiterleitungen oder Link Spam zu den betroffenen Inhalten. Die Suchmaschine geht seit 2024 aber beispielsweise auch verstärkt gegen Scaled Content Abuse vor, wobei zahlreiche Seiten mit oft minderwertigen Inhalten generiert werden, schlichtweg, um die Chance, prominent in der Suche aufzutauchen, zu erhöhen. Diese Problematik wird durch KI-Dienste wie ChatGPT, Gemini, Claude und Co., die oft zum schnellen Schreiben eingesetzt werden und auch zum Vibe Coding von Seiten, noch verstärkt. Google erklärte 2024:

Our long-standing spam policy has been that use of automation, including generative AI, is spam if the primary purpose is manipulating ranking in Search results. The updated policy is in the same spirit of our previous policy and based on the same principle. It’s been expanded to account for more sophisticated scaled content creation methods where it isn’t always clear whether low quality content was created purely through automation.

Grundsätzlich hat Google aber nichts gegen KI-generierte Inhalte einzuwenden, wie das Unternehmen betont. Es kommt ganz auf die Qualität und den Zweck dieser an. Werden sie in einem manipulativen Kontext eingesetzt, können sie ein Spam-Indikator sein.

Neben Scaled Content Abuse werden Expired Domain Abuse und Site Reputation Abuse im Rahmen der neuen Richtlinien stärker verfolgt. Wie diese Richtlinien im Detail aussehen und was SEOs zu beachten haben, kannst du in unserem dedizierten Artikel nachlesen.

Achtung, Regeländerung im Spam-Bereich bei Google

Aktuell sollten SEO- und Seitenverantwortliche auf einige spezielle Anpassungen bei Google achten. So könnte Google aufgrund von EU-Regularien in der Europäischen Union die Site Reputation Abuse-Regeln im Spam-Kontext wieder lockern, um einer Strafe zu entgehen. Reuters liegt ein Dokument der EU-Kommission vor, in dem Google eine Anpassung angibt. Wie genau diese aussieht, wird nicht im Detail veröffentlicht. Allerdings könnte die Anpassung schlichtweg bedeuten, dass Site Reputation Abuse in der EU wieder zulässig würde; obwohl Google im Statement klarstellt:

Our priority is to keep Search results helpful and useful for users and protect them from deceptive practices like ‚parasite SEO‘ spam that undermine the web.

Noch ist es aber nicht so weit, dass es eine offizielle Anpassung für die EU gibt. Schon seit dem 14. Juni gilt allerdings uneingeschränkt, dass Google Back Button Hijacking als Spam einstuft und abstraft. Beim Back Button Hijacking brechen Seitenbetreiber:innen mit der Erwartung der User, über den Zurück-Button auf einer Seite tatsächlich zur vorherigen Seite zurückgeführt zu werden. Zum Beispiel kann der Klick darauf dann auf Drittseiten führen, die ein User noch gar nicht besucht hat. Oder der Klick auf den Zurück-Button führt zur Anzeige von unerwünschten Empfehlungen und Ads. Sofern Websites über den Zurück-Button nicht einfach den Rückweg beim Browsen im Web ermöglichen, sieht Google darin neuerdings die Basis einer Spam-Praktik. Die Suchmaschine stuft das als manipulatives oder irreführendes Verhalten ein und erklärt:

We believe that the user experience comes first. Back button hijacking interferes with the browser’s functionality, breaks the expected user journey, and results in user frustration. People report feeling manipulated and eventually less willing to visit unfamiliar sites […].

Die Unvereinbarkeit von User-Erwartung und tatsächlicher Erfahrung auf einer Seite, die die UX verschlechtert, gilt als Kriterium für Spam. Da Google zuletzt einen Anstieg des Einsatzes dieser Praktik wahrgenommen hat, werden die Richtlinien jetzt angepasst.

Auch gut zu wissen für SEOs und Seitenbetreiber:innen: Bei Google lassen sich bevorzugte Seiten in der Google-Suche auch auf Deutsch einstellen und Publisher können Usern aktiv Hinweise darauf geben. Wie das geht, beschreiben wir in unserem Beitrag zum Thema. Diese bevorzugten Quellen werden inzwischen ebenso für die AI Overviews und den AI Mode herangezogen, was für Publisher besonders relevant ist.



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Google erweitert Leistungsbericht um Länderfilter

Google Search-Seite, gespiegelt
© sarah b – Unsplash (Veränderungen vorgenommen)


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