SEO - Suchmaschinenoptimierung
Neu in der Google Search Console: Reporting für multimodale Web-Suchen

Neu in der Google Search Console: Reporting für multimodale Web-Suchen

Larissa Ceccio | 25.09.26

Google erweitert die Search Console um einen Multimodal-Filter. SEOs sehen damit erstmals, wie Inhalte über Google Lens und andere visuelle Suchwege performen.

Die Google-Suche wird immer visueller. Nutzer:innen suchen längst nicht mehr nur mit Wörtern, sondern auch mit Fotos, Screenshots oder direkt über die Smartphone-Kamera. Google hat diese Entwicklung in diesem Jahr weiter vorangetrieben und unter anderem Bilder, Videos und Chrome Tabs in die KI-Suche integriert. Wie viel Reichweite und Traffic über solche multimodalen Suchvorgänge entstehen, ließ sich in der Search Console bislang kaum separat auswerten. Das ändert Google jetzt und führt eine neue Berichtsfunktion für die multimodale Websuche ein. Den weltweiten Roll-out kündigte Google auch auf LinkedIn an.

In das neue Reporting fließen Suchvorgänge über Google Lens, Circle to Search auf Android, Bild-Uploads in der Google-Suche und „Search this image“ in Chrome ein. Sobald darüber Impressionen oder Klicks entstehen, können diese im neuen Multimodal-Filter ausgewertet werden. Für SEOs wird damit messbar, welche Inhalte über visuelle Suchen performen und bei welchen Seiten sich weitere Optimierungen lohnen.

So findest du den neuen Multimodal-Filter

Der neue Filter steckt im Performance-Bericht der Search Console. Dort lässt sich jetzt unter Search type > Web > Multimodal nach multimodalen Suchvorgängen filtern. Die Daten stehen sowohl für die herkömmlichen Search Results als auch für den Bericht zu den Generative AI Features bereit. Erst Anfang September hatte Google die AI Performance Reports weltweit verfügbar gemacht, über die sich die Sichtbarkeit von Inhalten in AI Overviews, AI Mode und weiteren generativen Suchfunktionen analysieren lässt. Über „Export“ lassen sich die Werte zusätzlich herunterladen und in anderen Tools weiter analysieren.

Screenshot der Google Search Console mit geöffnetem Filter „Search type“, in dem die neue Option „Multimodal“ ausgewählt ist.
Neuer Multimodal-Filter in der Google Search Console, © Google

Neue Search Console-Daten für Websites mit vielen visuellen Inhalten

Vor allem für Shops, Publisher und Websites mit vielen visuellen Inhalten bringt das neue Reporting spannende Einblicke. Der Filter zeigt, welche Seiten über multimodale Suchen Impressionen und Klicks erzielen. Damit lässt sich besser bewerten, welchen Beitrag visuelle Suchwege zu organischer Sichtbarkeit und Traffic leisten und wo sich weitere Optimierungen lohnen. Noch vor der offiziellen Ankündigung entdeckte Tauqueer Aziz, der regelmäßig neue Google Search und Ads Features dokumentiert, den neuen Filter in der Search Console und teilte einen Screenshot auf X.

Screenshot des Suchtyp-Filters in der Google Search Console mit den Optionen Web, Text-based, Multimodal, Image, Video und News sowie dem Hinweis auf multimodale Websuchen.
Neuer Multimodal-Filter in der Google Search Console, © Tauqueer Aziz

Besonders spannend ist, dass Google hier nicht einfach bestehende Web-Daten anders aufteilt. Wie Barry Schwartz von Search Engine Roundtable berichtet, fragte Dave Smart, Technical SEO Consultant und Entwickler bei Tame the Bots, bei John Mueller nach, ob die multimodalen Impressionen zuvor bereits in den normalen Web-Daten enthalten waren. Mueller, Search Advocate bei Google, prüfte das intern und bestätigte anschließend, dass diese Daten bislang überhaupt nicht in den ausgewiesenen Zahlen enthalten waren. Der neue Filter bringt also zusätzliche Performance-Daten in die Search Console. Ganz ohne Einschränkungen kommt das neue Reporting allerdings nicht aus.

Der Haken am neuen Google-Reporting

Für multimodale Suchen stellt Google keine Query-Dimension bereit. Das ist naheliegend, weil bei Google Lens, Screenshots oder Bild-Uploads häufig gar kein klassischer Text-Suchbegriff existiert. SEOs können also sehen, welche Seiten über visuelle Suche Impressionen und Klicks erhalten, nicht aber, welches Bild oder welcher visuelle Suchimpuls dahinterstand.

Für Bild-SEO ist das trotzdem ein großer Schritt. Visuelle Inhalte lassen sich nun besser mit ihrer tatsächlichen Search Performance verknüpfen. Google stellt die multimodalen Daten außerdem auch für Platform Properties wie YouTube, Instagram und TikTok bereit. Die Platform Properties hat Google erst im August weltweit ausgerollt. Damit können SEOs bereits nachvollziehen, wie Social-Media-Beiträge und Videos in der Google-Suche, in Discover und Google News performen. Durch die neuen Multimodaldaten kommt nun eine weitere Analyseebene für visuelle Suchwege hinzu.



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© BoliviaInteligente – Unsplash


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