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ChatGPT Images 2.5: Ändere Details, nicht gleich das ganze Bild

ChatGPT Images 2.5: Ändere Details, nicht gleich das ganze Bild

Larissa Ceccio | 09.09.26

Ein Bild generieren kann ChatGPT längst. Images 2.5 soll vor allem das Danach besser machen: Details sauber ändern, Personen wiedererkennbar halten und Motive über mehrere Edits hinweg weiterentwickeln. Wir haben es mit eigenen Fotos und dem Retro-Prompt getestet, der gerade überall auf Social Media auftaucht.

Mehr als drei Milliarden Bilder entstehen laut OpenAI inzwischen jede Woche mit ChatGPT Images und den GPT-Image-Modellen in der API. Images 2.5 soll dabei vor allem drei Dinge verbessern: Tempo, Bildtreue und Kontrolle bei Änderungen.

OpenAI verspricht schärfere Konturen, natürlichere Beleuchtung und detailreichere Oberflächen. Vor allem soll das Modell besser verstehen, was Nutzer:innen tatsächlich ändern wollen und welche Teile des Bildes bestehen bleiben sollen. Dazu kommen neue Produktfunktionen wie Sketch, Kommentare direkt am Bild und Templates.

ChatGPT Images 2.5 rollt OpenAI für ChatGPT, ChatGPT Work und Codex auf Desktop, Mobile und im Web aus. Flare und Sunburst stehen über die API zur Verfügung.



„Intelligentestes Modell der Welt“ GPT-6 Astra ist da

Mann steht vor Leinwand mit digitalem Interface, Laptop mit GPT-6 Astra dahinter
© OpenAI via Canva


Was ChatGPT Images 2.5 bei Referenzfotos, Edits und Layouts besser macht

Der OpenAI CEO Sam Altman kommentiert den Launch von Images 2.5 mit einem Augenzwinkern: Für extrem schwierige Matheprobleme sei das Modell wohl nicht gemacht, bei Bildern aber „really good“.

Wie groß der Sprung tatsächlich ist, zeigt sich vor allem bei Referenzfotos, einzelnen Änderungen und längeren Bearbeitungen. Wir haben das selbst ausprobiert – unter anderem mit einem Urlaubsfoto einer schwarzen Katze, das ChatGPT in eine Unterwasserzzene im Meerjungfrauen-Look verwandelt hat, sowie mit einem Retro-Prompt, der gerade auf Social Media die Runde macht.

Referenzfotos sollen näher am Original bleiben

Wer ein eigenes Foto als Vorlage nutzt, soll das Motiv in Images 2.5 klarer wiedererkennen. Charakteristische Gesichtszüge, Frisuren, Farben und andere Details sollen besser erhalten bleiben, auch wenn ChatGPT Personen, Tiere oder Produkte in eine völlig neue Umgebung oder einen anderen Stil versetzt. Licht sowie Oberflächen wie Haut, Stoffe oder Metall sollen zugleich natürlicher wirken.

Wie stark sich ein Ausgangsbild verändern kann, ohne seinen Wiedererkennungswert zu verlieren, zeigt unser eigener Test: Aus einem einfachen Urlaubsfoto einer schwarzen Katze wird mit ChatGPT Images 2.5 eine Unterwasserszene im Meerjungfrauen-Look – die Katze bleibt trotzdem dieselbe. Für Varianten oder Bildserien ist genau diese Wiedererkennbarkeit entscheidend.

Ein Detail ändern, den Rest behalten

Bei der Bearbeitung soll Images 2.5 genauer erkennen, was sich ändern soll und was nicht. Tauscht ChatGPT etwa den Hintergrund aus, sollen Person, Perspektive und Licht bestehen bleiben. Gleiches gilt für Produkte oder Schriftzüge.

Gerade bei aufwendigeren Bildern spart das Nacharbeit. Statt nach jeder kleinen Korrektur Teile des Motivs wiederherzustellen, lässt sich auf dem bestehenden Bild weiterarbeiten.

Mehrere Edits, ein stabiles Motiv

Auch über mehrere Bearbeitungsschritte hinweg kann Images 2.5 den bisherigen Stand jetzt besser bewahren. Ändert ChatGPT zuerst die Farbe, danach den Text und schließlich den Hintergrund, sollen frühere Edits, Perspektive und Bildstil erhalten bleiben. Auch die Bildqualität soll unter mehreren Korrekturrunden weniger leiden.

So kann aus einem Kampagnenmotiv Schritt für Schritt eine ganze Reihe von Varianten entstehen – mit anderem Format, neuer Farbe, verändertem Text oder Hintergrund, aber derselben Bildsprache.

Text, Layouts und Bildstile sollen genauer sitzen

Images 2.5 soll auch bei komplexeren Vorgaben besser folgen. Das Modell kann umfangreichere Bildaufbauten, transparente Hintergründe und unterschiedliche visuelle Stile zuverlässiger umsetzen. Beschriftungen, Diagramme und festgelegte Anordnungen sollen ebenfalls genauer erscheinen.

Das wird vor allem bei Präsentationsgrafiken, UI-Konzepten oder Serien von Markenmotiven relevant. Dort zählt nicht nur der Look, sondern auch, dass Hierarchie, Aufbau und Bildsprache zusammenpassen.

Kommentare, Sketch und Templates: So steuerst du Bilder in ChatGPT

Neben dem Modell selbst bekommt ChatGPT neue Funktionen für den Weg zum fertigen Bild. Kommentare erleichtern Korrekturen, Sketch gibt den Bildaufbau vor und Templates helfen beim Start. Auch der verwendete Prompt kann beim Teilen eines Bildes mitgegeben werden.

Kommentare markieren direkt, was ChatGPT ändern soll

Wer nur die Jacke einer Person, ein Logo auf der Verpackung oder eine Lampe im Hintergrund ändern möchte, muss den betreffenden Bereich nicht mehr umständlich beschreiben. Ein Kommentar lässt sich direkt am Bild platzieren und mit einer konkreten Anweisung versehen. Die Anweisung sitzt damit direkt an der Stelle, an der ChatGPT etwas ändern soll.

Mit Sketch zeichnest du den Bildaufbau vor

Soll ein Produkt links unten stehen, die Person rechts daneben und die Headline darüber, lässt sich das oft schneller zeichnen als beschreiben.

Mit Sketch erstellen Nutzer:innen direkt in ChatGPT eine grobe Vorlage. ChatGPT übernimmt die Anordnung und entwickelt daraus ein fertiges Motiv. Stil, Materialien, Licht oder Farben kommen anschließend per Text dazu. Sketch lässt sich über „@Sketch“ aufrufen.

Templates helfen bei Postern, Merch und Produktbildern

Templates liefern einen Ausgangspunkt für häufig genutzte Bildformate. Nutzer:innen können beispielsweise mit einem Poster oder Merchandise-Motiv beginnen und anschließend Informationen, Designelemente und Stil anpassen. Steht das Format bereits fest, entfällt damit ein Teil der Beschreibung im ersten Prompt.

ChatGPT-Bilder lassen sich zusammen mit dem Prompt teilen

Ein generiertes Bild lässt sich künftig zusammen mit dem verwendeten Prompt teilen. Andere Nutzer:innen können die Idee übernehmen und mit einem eigenen Foto, einem anderen Ort oder einer anderen Zeit neu umsetzen. OpenAI zeigt die Funktion mit einem Retro-Prompt, der Personen in die 1980er Jahre versetzt. Hier lässt sich der von OpenAI geteilte Prompt selbst ausprobieren.

Wir haben die Idee mit einem Foto von OnlineMarketing.de-Redakteuring Larissa weitergeführt und die 80er gegen Hamburg im Jahr 1994 getauscht. ChatGPT sollte Frisur, Kleidung, Einrichtung und Technik an die Zeit anpassen, Larissa aber klar erkennbar lassen und keinen stereotypen US-90er-Look erzeugen.

Using the photo I’ve uploaded as the reference for my face, create a highly realistic vertical 9:16 portrait imagining me living in the 1990s. I am German and I’m living in Hamburg in approximately 1994. Do not default to the stereotypical American version of the 1990s. Instead, recreate what everyday life would genuinely have looked like in this particular place and time. Dress me and style my hair in a way that would have been genuinely fashionable for someone like me at that time — stylish and nostalgic, not an exaggerated costume. Build the environment around me using historically appropriate furniture, electronics, CDs, cassette tapes, magazines, newspapers, packaging, cars, advertisements and architecture. Keep my facial features recognisably based on the uploaded photograph while adapting my hairstyle, clothing and grooming to the period. The final result should look like a genuine photograph taken in the 1990s rather than a modern photo with a filter.

Frau in einer KI-modifizierten 1990er-Jahre-Wohnszene in Hamburg mit schwarzer Latzhose, Stereoanlage, Zeitungen, Postern und Blick auf die Stadt.
Originalfoto: © Larissa Ceccio; KI-Bild: erstellt mit ChatGPT Images 2.5 von OpenAI, AI Generated

GPT-Image-2.5 Flare für Tempo, Sunburst für präzisere Edits

Für Entwickler:innen stellt OpenAI zwei Modelle bereit. GPT-Image-2.5 Flare ist für Anwendungen wie Social Content, visuelle Suche, schnelle Prototypen und große Mengen an Bildvarianten gedacht. Gegenüber GPT-Image-2 soll Flare eine höhere Bildqualität bei 50 Prozent geringerer Latenz liefern.

GPT-Image-2.5 Sunburst richtet sich an aufwendigere Produktionen, bei denen Details wichtiger sind als Geschwindigkeit – etwa hochwertige Produktbilder oder fertige Kampagnenmotive. Das Modell benötigt länger für die Generierung, soll dafür bei komplexeren Bearbeitungen genauer arbeiten.

C2PA und Wasserzeichen: So kennzeichnet OpenAI Bilder aus Images 2.5

Auch bei Images 2.5 bleiben die bisherigen Sicherheitsmechanismen bestehen. ChatGPT prüft Prompts und Bilder auf problematische Inhalte. Zusätzlich versieht OpenAI generierte Bilder weiterhin mit C2PA-Metadaten und unsichtbaren Wasserzeichen, damit sich ihre Herkunft besser nachvollziehen lässt. Weitere Details zu den Prüfungen und Sicherheitsmaßnahmen beschreibt OpenAI in der System Card zu Images 2.5.



Prädikat „Critical“:
OpenAI hielt Astra wegen Sicherheitsrisiken zurück

Weißes OpenAI-Logo auf orangefarbenem Verlaufshintergrund zum als „Critical“ eingestuften AI-Modell Astra.
© OpenAI via Canva


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