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Google hört jetzt genauer hin: Das sind die neuen KI-Sprachfunktionen für Workspace

Google hört jetzt genauer hin: Das sind die neuen KI-Sprachfunktionen für Workspace

Marié Detlefsen | 04.09.26

Google erweitert Workspace um neue KI-Funktionen, die sich per Sprache bedienen lassen. In Gmail, Docs und Keep können Nutzer:innen künftig nicht nur diktieren, sondern direkt mit den Anwendungen sprechen.

Wer ständig zwischen E-Mails, Notizen und Dokumenten wechselt, kennt das Problem: Eine Idee ist schnell da, das Aufschreiben dauert dagegen oft deutlich länger. Google will diesen Zwischenschritt nun verkürzen. Neue Sprachfunktionen für Gmail, Google Docs und Google Keep sollen es ermöglichen, Aufgaben innerhalb der Workspace-Programme stärker im Gespräch zu erledigen.

Dahinter stecken Googles Gemini-Audiomodelle. Statt Sprache lediglich in geschriebenen Text umzuwandeln, sollen die neuen Funktionen auch den Zusammenhang einer Anfrage verstehen und entsprechend darauf reagieren. Die Bedienung nähert sich damit eher einem Gespräch als einer klassischen Diktierfunktion.

Das sind die neuen Funktionen im Überblick

In Gmail können Nutzer:innen mit „Gmail Live“ Fragen zu ihrem Posteingang stellen. Wer beispielsweise wissen möchte, wann der nächste Flug geht oder welche Nachrichten zum Schulalltag des eigenen Kindes eingegangen sind, kann danach einfach fragen. Gmail durchsucht die vorhandenen E-Mails und liefert eine passende Antwort.

Google Docs bekommt ebenfalls mit „Docs Live“ eine Art sprachbasierte:n Schreibpartner:in. User können ihre Gedanken zunächst frei formulieren. Die KI soll daraus anschließend eine strukturierte Grundlage für ein Dokument erstellen. Laut Google kann man einfach drauflosreden – auch dann, wenn die Gedanken noch nicht besonders sortiert sind. Das System soll daraus eine nachvollziehbare Struktur entwickeln und beim Erstellen eines ersten Entwurfs helfen. Stichpunkte, ungeordnete Überlegungen oder ein längerer Gedankengang können so zum Ausgangspunkt für ein Dokument werden. Mit Zustimmung können dabei auch Informationen aus Gmail, Drive, Chat oder dem Web einbezogen werden.

Bei Google Keep steht das schnelle Festhalten von Ideen im Mittelpunkt. Dabei geht es weniger um umfangreiche Dokumente als um die kleinen Einfälle zwischendurch. Mit „Keep Live“ können Nutzer:innen auch hier einfach drauflossprechen. Die Funktion soll aus ungeordneten Gedanken strukturierte Notizen oder Listen machen – ganz ohne Tippen. Das könnte etwa dann praktisch sein, wenn jemand beim Spazierengehen eine Reihe von Aufgaben im Kopf durchgeht oder schnell mehrere Punkte für ein späteres Projekt festhalten möchte.

Die neuen Funktionen werden laut Google schrittweise ausgerollt. Gmail und Keep stehen dabei für Abonnent:innen der Google-AI-Tarife Plus, Pro und Ultra zur Verfügung. Bei Google Docs ist der Zugang zunächst auf Pro und Ultra beschränkt. Für Geschäftskund:innen von Google Workspace sollen die Funktionen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Damit geht Google einen weiteren Schritt weg von klassischen Sprachbefehlen hin zu einer natürlicheren Unterhaltung mit seinen Produktivitäts-Apps. Wie nützlich das im Alltag tatsächlich ist, dürfte in Zukunft vor allem davon abhängen, wie zuverlässig die KI auch mit spontanen und unstrukturierten Anfragen umgeht.


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© Google via Canva


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