Human Resources
Internationaler Bürohundtag: Die Regeln und Tipps für die Arbeit mit Vierbeinern

Internationaler Bürohundtag: Die Regeln und Tipps für die Arbeit mit Vierbeinern

Selina Beck | 26.06.26

Heute ist „Nimm-deinen-Hund-mit-zur-Arbeit-Tag“. Doch nicht jede:r Beschäftigte hat dieses Recht automatisch.

Der 26. Juni gilt als „Take Your Dog To Work Day“. Der Tag wurde ursprünglich 1999 von den Pet Sitters International, der größten Vereinigung von Tier-Sittern, etabliert. An diesem Tag sollen Unternehmen Beschäftigte mit entspannten Hunden willkommen heißen. Hierbei sollen die Firmen und Arbeitnehmer:innen einen Bürohund erleben.

Der Bundesverband Bürohund e.V. weist auf die Vorteile eines Bürohundes hin: So sollen Hunde im Büro bei Angestellten für ein höheres Wohlbefinden, eine verbesserte psychische und physische Gesundheit sowie eine verminderte Mobbinggefahr sorgen. Auch für Unternehmen bietet ein Vierbeiner im Office womöglich Vorteile, denn laut dem Verband entsteht dadurch ein verbessertes Betriebsklima, eine bessere Mitarbeiter:innenbindung, Vorteile im Recruiting und ein verbessertes Unternehmensimage.

Bürohunde sind für viele Bewerbende ein Anreiz für Unternehmen, © Bundesverband Bürohund e.V., Screenshot
Bürohunde sorgen in vielen Büros für bessere Stimmung, © Bundesverband Bürohund e.V.

Bürohund ist für 50 Prozent kein guter Job-Benefit

Dennoch zeigt die aktuelle forsa-Wechselwilligkeitsstudie 2026 im Auftrag von XING, dass Bürohunde nur für wenige ein guter Unternehmens-Benefit sind. Am wenigsten attraktiv war bei der Befragung für viele die Möglichkeit, den eigenen Hund mit ins Büro zu bringen. Jede:r Zweite bewertet den Bürohund als unwichtiges Benefit. 

Zudem eignet sich nicht jeder Hund als Bürohund. Am besten gibt es eine Probezeit für den Hund im Büro, sodass beide Seiten testen können, ob der jeweilige Hund geeignet als Office-Kolleg:in ist.


Studie zeigt:

Diese 5 Job-Benefits überzeugen Beschäftigte am wenigsten

Golden Retriever sitzt während eines Meetings auf einem Bürostuhl zwischen mehreren Mitarbeitenden in einem Büro.
© Drew Beamer – Unsplash


Welche Regeln gelten für Bürohunde?

Grundsätzlich gibt es keine allgemeine gesetzliche Regelung für Vierbeiner am Arbeitsplatz. Arbeitgeber:innen sind nicht verpflichtet, Hunde am Arbeitsplatz zu erlauben. Wenn Beschäftigte ihren Hund mit zur Arbeit nehmen wollen, benötigen sie eine Erlaubnis ihrer Vorgesetzten (am besten schriftlich). Zudem sollte die Anwesenheit des Hundes mit Kolleg:innen abgesprochen werden, um Konflikte wegen Allergien, Ängsten oder schlichtweg dem Unwillen, mit Hunden im Büro zu arbeiten, zu vermeiden.

Wie gelingt ein stressfreier Arbeitstag mit Bürohund?

Zunächst sollte das Büro oder das eigene Arbeitszimmer für Bürohunde tiergerecht gestaltet sein, also keine offenen Kabel, keine giftigen Pflanzen enthalten. Auch sollte Vorsicht bei herumliegenden Schreibtischutensilien wie Radiergummis, Büroklammern und dergleichen gelten, die im Vierbeinerbauch landen könnten. Außerdem: keine Süßigkeiten liegen lassen, diese sind für Hunde nämlich riskant.

Zudem sollten im Büro immer Trink- und Futternäpfe bereitstehen, sodass der Hund bestens versorgt ist. Ein Spaziergang vor der Arbeit, in der Mittagspause und nach Feierabend empfiehlt sich außerdem für einen ausgepowerten Hund, der die Arbeitszeit im Büro als Ausruhzeit nutzen kann. Auch eine Liegefläche wie ein kleines Haustierbett und ein Lieblingsspielzeug können für eine haustierfreundliche Arbeitsumgebung sorgen.

Weiterhin sollten Besitzer:innen daran denken, keine wichtigen Unterlagen in zugänglicher Nähe für den Hund liegen zu lassen, da einige Vierbeiner liebend gerne an Papier knabbern. Der Hund sollte im Office zudem von den Schreibtischen der anderen Kolleg:innen fernbleiben, um keine Streitereien zu provozieren. Ist der Kontakt mit dem Hund von anderen gewünscht, kann sein Dasein aber auch zur besseren Stimmung beitragen.


Wie gelingt das Home Office mit Haustier?

© Devin Edwards – Unsplash


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