Human Resources
Fast jede:r 10. Job betroffen: Meta lässt KI Arbeit lernen und baut tausende Stellen ab

Fast jede:r 10. Job betroffen: Meta lässt KI Arbeit lernen und baut tausende Stellen ab

Larissa Ceccio | 24.04.26

Nachdem bekannt wurde, dass Meta inzwischen eine Tracking Software einsetzt, die Klicks und Eingaben der Mitarbeitenden erfasst, streicht der Konzern nun tausende Stellen. Ein weiteres Zeichen für den massiven KI-Fokus und den langfristig sinkenden Personalbedarf.

Meta will ab dem 20. Mai etwa zehn Prozent der Belegschaft entlassen und weitere 6.000 offene Stellen nicht mehr besetzen. Nach dem großen Layoff 2022 und zwischenzeitlich zahlreichen Neueinstellungen folgt damit die nächste Welle. Das berichten unter anderem Bloomberg und Tagesschau auf Basis interner Memos von Personalchefin Janelle Gale. Bei etwa 79.000 Beschäftigten betrifft das fast 8.000 Menschen. Die offizielle Begründung bleibt betriebswirtschaftlich: effizienter werden und die enormen KI-Investitionen ausgleichen. Denn zeitgleich plant Metas CEO Mark Zuckerberg Ausgaben von bis zu 135 Milliarden US-Dollar für Künstliche Intelligenz.



Wenn der Job zur Datenquelle wird:
Wie Meta seine Mitarbeiter:innen überwacht

Bildschrim mit dem AI Startup-Programm von Meta. Im Hintergrund Programmier-Code in Blau
© Meta, sasha85ru
(Getty Images), Änderungen vorgenommen via Canva


Menschliche Arbeit wird zum Trainingsdatensatz für KI

Während Jobs gestrichen werden, nutzt Meta die Arbeit der verbleibenden Mitarbeitenden, um KI-Agents zu trainieren. Nach Informationen aus internen Memos an Beschäftigte von Meta setzt der Konzern zukünftig in den USA eine neue Tracking Software ein, die das Verhalten von Angestellten am Computer detailliert erfasst. Dabei analysiert die neue Software Mausbewegungen, Klicks und Eingaben auf den Rechnern der Meta-Mitarbeiter:innen. So sollen Maschinen lernen, wie Menschen Programme nutzen, Entscheidungen treffen und Aufgaben erledigen. Die Daten bilden somit die Grundlage für KI-Systeme, die genau diese Aufgaben künftig selbst übernehmen sollen.

Problematisch ist, dass KI längst nicht mehr nur unterstützt, sondern Schritt für Schritt Aufgaben und damit auch Jobs übernimmt – genau die Sorge vieler seit Beginn der neuen Ära. Wir sind an einem Punkt, an dem menschliche Arbeit zunehmend zur Datenbasis wird, Verhalten zum Trainingsinput und Erfahrung zum Rohstoff für KI, um genau diese Tätigkeiten automatisierbar zu machen. Die Folge ist absehbar, immer mehr Aufgaben gehen von Menschen auf KI über. Letztlich liegt es jedoch bei den Unternehmen, ob KI unterstützt oder ersetzt.



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Ein Roboter schaut in die Kamera
© Alex Knight – Pexels


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