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„The AI is the Computer“ – Perplexity Computer vereint sämtliche AI-Funktionen für User
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„The AI is the Computer“ – Perplexity Computer vereint sämtliche AI-Funktionen für User

Niklas Lewanczik | 26.02.26

Das System Perplexity Computer bekommt all deine KI-Aufgaben unter einen Hut und gilt als nächste Evolutionsstufe der KI. Dabei werden weltbekannte KI-Modelle kombiniert.

Du möchtest Nano Banana für Bilder einsetzen, Opus 4.6 für das Reasoning und GPT-5.2 für Recall – und das alles gleichzeitig? Perplexity macht es mit einer neuen Technologie möglich, die nicht weniger vorhat, als die Bezeichnung Computer für das KI-Zeitalter neu zu definieren. Das Unternehmen launcht Perplexity Computer und damit ein System, das unterschiedliche Vorzeigemodelle vereint und dich alle Aufgaben, die du für die KI hast, an einem Ort abwickeln lässt. Chat Interfaces und Agents werden vereint, um dir eine neue Art von Computer-Arbeit zu ermöglichen.


KI-Kooperation als Beispiel: Perplexitys AI Browser Comet lässt sich dank der Power von OpenAIs gpt-1.5-realtime-Modell jetzt gänzlich per Stimme steuern.

Diesen AI Browser kannst du jetzt komplett mit der Stimme steuern

Windows App von Perplexity
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So funktioniert Perplexity Computer: All AI in nur einem System – ist das die Zukunft der KI-Nutzung?

Der Threads Posts des offiziellen Perplexity Accounts fasst zusammen, was Perplexity Computer leisten soll: Alle möglichen KI-Arbeitsschritte sollen in einem System gebündelt werden.

Auf Threads ansehen

Demnach kann Perplexity Computer als Allround Tool dein Tech Stack bedienen und für dich coden, recherchieren, suchen, Aufgaben delegieren, Erinnerungen aufrufen, Bilder erstellen und dergleichen mehr. Dabei greift dieses System nicht nur auf ein Modell zurück, sondern gleich auf die Riege der besten Modelle von Google, OpenAI, Anthropic und Co. Perplexity CEO Aravind Srinivas erklärt in einem Artikel auf X den Grund:

[…] Because the state of frontier models has gotten so advanced that to get the best talents out of any of them, you need different models to work together. The biggest weakness of Claude is that it only coworks with Claude[.]

Zwar können User ihre KI-Prozesse beispielsweise über Model-Context-Protocol-Anbindungen mit anderen KI-Tools verknüpfen – zum Beispiel Claude Code mit Figma –, aber ein umfassendes System für diverse Funktionen und Modelle gab es in der Form noch nicht. Das möchte Perplexity ändern und hat laut Srinivas zunächst 19 KI-Modelle in das Backend des Perplexity Computer integriert. So können die User auf die spezialisierten Fähigkeiten der Modelle zugreifen und sie im Multi-Modell-Verfahren für einzelne Aufgaben einsetzen. Aktuell nutzt Perplexity Computer Claude Opus 4.6 als Kern-Reasoning-Engine und lässt Sub-Agents für spezifische Aufgaben arbeiten, etwa Gemini für die Tiefenforschung und Kreation der Sub-Agents, Nano Banana für Bilder, Veo 3.1 für Video, Grok für Geschwindigkeit bei leichten Aufgaben und GPT-5.2 für Recall mit langem Kontext und umfassende Suchen.

Wer Perplexity Computer nutzt, kann eine Aufgabe definieren, die im System an die Sub-Agents verteilt wird. Dabei gibt es die Verwaltung über das Chat Interface, während die Agents zusammenarbeiten. Diese haben Web-Zugriff, können aber ebenso Daten von verknüpften Diensten miteinbeziehen. Die Koordination soll automatisch, die Arbeit asynchron erfolgen. Auch sollen Probleme eigenständig gelöst werden können. Jede Aufgabe wird in einer eigenen Rechenumgebung bearbeitet. So ist sogar die Arbeit mit mehreren Perplexity Computern zugleich möglich.  

Perplexity Max-Abonnent:innen erhalten zuerst Zugriff auf diese Optionen. In Kürze können Enterprise Max-Nutzer:innen auf Perplexity Computer zugreifen.

Modellorchestrierung als Zukunft der KI-Nutzung?

Schon jetzt setzen techaffine User vielfach parallel auf diverse KI-Modelle und -Tools, um die bestmöglichen Ergebnisse aus den Leistungsoptionen von Vorzeigemodellen wie Gemini 3.1 Pro, Claude Opus 4.6 oder GPT-5.3-Codex herauszuholen. Die Modellorchestrierung in KI-Umgebungen wird daher zusehends zum Faktor der Prozessoptimierung für die Menschen im Digitalraum. Perplexity Computer soll nun eine weitere Entwicklungsstufe in der KI-Arbeit darstellen.

[…] Es ist die nächste Evolutionsstufe der KI […],

schreibt das Unternehmen. In diesem Kontext soll nicht zuletzt unser Verständnis von einem Computer auf die Probe gestellt werden. Das Team des KI-Unternehmens führt im Blog Post die Bezeichnung von Mathematiker Alexis Clairaut seiner Hilfsmitarbeiter als „Computer“ im Jahr 1757 an und betont, Computer bedeute auch heute noch „die autonome Aufteilung komplexer Arbeit, mit Genauigkeit als zentrale, zugrunde liegende Notwendigkeit.“ Etymologische betrachtet geht das Wort auf Lateinisch computare zurück, was in etwa so viel wie zusammenrechnen bedeutet. Für die bestmögliche Zusammenrechnung und Zusammenarbeit sieht Perplexity also die Kombination von Funktionen und Modellen vor. Aravind Srinivas schreibt in seinem Text zum Start des neuen Systems:

No one model family can do its best work for you without the talents of others. As models get more powerful, we’re seeing them specialize. The future state of AI is your best work will get done when there are different models working together.

Deshalb liefert Perplexity nicht nur die neue Computer-Option, sondern auch das Model Council. Damit können User drei zentrale KI-Modells parallel für Suchanfragen über die AI Answering Machine einsetzen.


3 KI-Modelle gleichzeitig für die Suche nutzen mit Perplexitys Model Council

Lichtspiel vor dunklem Hintergrund, gebrochen in halbtransparentem Würfel im Zentrum
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