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3 KI-Modelle gleichzeitig für die Suche nutzen mit Perplexitys Model Council

3 KI-Modelle gleichzeitig für die Suche nutzen mit Perplexitys Model Council

Niklas Lewanczik | 06.02.26

Mit dem neuen Model Council können User Suchanfragen von drei KI-Kernmodellen zugleich bearbeiten lassen und erhalten aggregierte Antworten samt Unterschieden und Diskrepanzen – sogar nebeneinander angezeigt.

Der Wettbewerb um das beste KI-Modell der Welt läuft auf Hochtouren. Google dominiert viele Touchpoints im Digitalraum mit Gemini 3.0, OpenAI hat mit GPT-5.2 – sowie dem neuen GPT-5.3-Codex für Developer – ein hochleistungsfähiges Modell parat, Mistral AI aus Europa setzt eher auf spezialisierte Modelle und Anthropic bescherte der Branche jüngst das neue Modell Claude Opus 4.6. Auch die Weiterentwicklung der KI-Suche wird mit Hochdruck umgesetzt, auf Google, ChatGPT und Co. Dabei können User mit verschiedenen Tools unterschiedliche Modelle der Tech-Unternehmen einsetzen. Bei der AI Answering Machine Perplexity können sie mit dem Model Picker ihre favorisierten Optionen auswählen. Und jetzt ermöglicht Perplexity, eine Suchanfrage gleich von drei verschiedenen Modellen zugleich bedienen zu lassen. Dafür zeichnet die neue Funktion Model Council verantwortlich.


Anthropics Claude Opus 4.6 bringt neues Leistungsniveau für agentische KI

Grafik zum Launch von Claude Opus 4.6 von Anthropic.
© Anthropic via Canva


So funktioniert das Model Council auf Perplexity

Der Name ist Programm: Das Model Council von Perplexity soll bei einer Suchanfrage in der AI Answering Machine unterschiedliche KI-Modelle als Gremium zusammenstellen. Dabei sollen die einzigartigen Eigenschaften der Modelle dafür sorgen, dass die Antwort zur Suchanfrage besonders ausgewogen ist und verschiedene Schwerpunkte aus den Modellantworten, Gemeinsamkeiten und auch mögliche Diskrepanzen bei der Darstellung aufzeigt.

Das Unternehmen erklärt, dass User fortan solche aggregierten Suchergebnisse mit nebeneinander anschauen und dabei auf die Differenzen und die unikalen Anwortbestandteile der einzelnen Modelle zugreifen.

Die Funktion erlaubt es den Nutzer:innen, ein Multi-Model-Recherche-Feature einzusetzen, das beispielsweise Claude Opus 4.6, GPT-5.2 von OpenAI und Gemini 3.0 parallel laufen lässt. Ein weiteres KI-Modell synthetisiert dann die Antworten für die User und zeigt zum Beispiel in Tabellenform, was welches Modell herausgefunden hat. Dabei werden auch konkrete Quellen als Beleg samt Quellen-Links mitgeliefert.

So kann eine Darstellung von Ergebnissen im Model Council aussehen, © Perplexity
So kann eine Darstellung von Ergebnissen im Model Council aussehen, © Perplexity

Der Vorteil für die Nutzer:innen soll darin liegen, dass sie nicht zwischen Modellen hin- und herwechseln müssen, um umfassende und auch differierende Antworten zu Suchanfragen zu erhalten. Zudem können sie mit dem Model Council etwaige blinde Flecken einzelner Modelle erkennen und mögliche Leerstellen bei Antworten ausfüllen lassen. Gerade Ungereimtheiten bei den aggregierten Antworten könnten als Hinweis zur weiteren Recherche relevant werden.

Perplexity schlägt vor, dieses Feature beispielsweise bei der Investmentrecherche, der Verifizierung von Informationen, komplizierteren Entscheidungen etwa beim Kauf von Produkten oder auch beim kreativen Brainstorming einzusetzen. Das Model Council kommt allerdings mit einerm Wermutstropfen daher. Denn zunächst ist es nur im Web und lediglich für Perplexity Max-Abonnent:innen verfügbar. Dieses Abonnement kostet 200 US-Dollar monatlich. Der Mobile Support wurde aber schon angekündigt.


15 ChatGPT Prompts, um 15 Stunden pro Woche zu sparen

orangefarbener Himmel im Hintergrund, OpenAI-Schriftzug in verschiedenen Größen auf Textfeld davor
© OpenAI via Canva

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