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Instagram pusht KI-Discoverability und plant Exit Feature für die Close Friends List

Instagram pusht KI-Discoverability und plant Exit Feature für die Close Friends List

Larissa Ceccio | 02.02.26

Der Instagram-Chef Adam Mosseri betonte jüngst, dass KI die Plattform nicht neu erfinden, sondern Content-Erstellung, Entdeckung und Suche verbessern soll. Gleichzeitig testet Instagram ein Feature, mit dem du dich selbst aus unangenehm nahen Close Friends entfernen kannst.

Zum Jahresauftakt war auf Instagram direkt viel los: Erste Creator sehen statt Follows einen Friends Count, Hashtags werden stärker begrenzt, Broadcast Channels werden im Posteingang hervorgehoben, mit Your Algo lässt sich der Reels Feed aktiver steuern. Dazu kommen detailliertere Edits Insights für Reels, weniger Gewicht für Likes als Erfolgsindikator, neue Tabs, Sicherheitsdebatten – und Mosseris Statement: „Der Hochglanz-Feed ist tot“.  All diese Neuerungen lassen sich als Eingriffe in Reichweitenlogik, Sichtbarkeit und Interaktion betrachten.

Jetzt kündigte Adam Mosseri weitere Anpassungen an: Zum einen schraubt die Plattform daran, welche Inhalte du überhaupt entdeckst – also wie der Algorithmus und sie Suche über KI deine Interessen lesen und Content verteilen. Zum anderen geht es darum, wie Nähe zu anderen Menschen auf der Plattform geregelt wird – also wer in deinem engeren Kreis landet, wer deine privaten Stories sieht und wie sich solche Verbindungen auch wieder lösen lassen.



„Der Hochglanz-Feed ist tot“:
Instagrams Kurs für 2026

Mehrere Instagram App-Logos auf Smartphone
© Damien Roué – Unsplash


Mosseris KI-Ansage: Mehr Tools und ein Feed, der deine Interessen besser trifft

Adam Mosseri beschreibt KI in seinem aktuellen Video nicht als großen Neustart für Instagram, sondern als Verstärker für das, was die Plattform ohnehin bietet. Aufgegriffen wurde seine Aussage unter anderem von Radu Oncescu auf Threads.

Auf Threads ansehen

Konkret erklärt Adam Mosseri:

We’re focusing on ways that AI can help us to do what we already do.

Gemeint ist: KI soll Instagram besser darin machen, Menschen relevante Inhalte zu zeigen und Creatorn Werkzeuge zu geben, mit denen Ideen schneller umsetzbar sind. Vor allem die Bereiche Algorithmus, Content-Kreation, Suche und Vernetzung stehen im Fokus.

Für dich als Nutzer:in heißt das vor allem, dass der Algorithmus noch stärker auf dein tatsächliches Verhalten reagiert. Was du komplett anschaust, speicherst, likest, kommentierst oder mehrfach abspielst, wird wichtiger als Follow-Beziehungen. Der Algorithmus richtet sich weniger danach, wem du irgendwann gefolgt bist, sondern stärker danach, was dein Verhalten über deine Interessen verrät. Gleichzeitig soll KI aber auch besser erkennen, welche Inhalte von Freund:innen für dich relevant sind, damit diese nicht im Strom aus Reels und Empfehlungen untergehen.

Creatorn sollen die angekündigten KI-gestützten Tools helfen, die Produktion und Aufbereitung von Content zu vereinfachen. Gleichzeitig wird entscheidender, ob ein Reel oder Post inhaltlich in bestimmte Interessensfelder passt. Signale wie Watchtime, Interaktionen und Themenbezug fließen direkt in die Verteilung ein. Wer Aufmerksamkeit hält, wird eher ausgespielt.

Beim Thema Auffindbarkeit spielt KI künftig ebenfalls eine größere Rolle. Mosseri beschreibt, dass Künstliche Intelligenz dabei helfen soll, die Suche zu verbessern, sodass alle User Inhalte finden können, die sie wirklich interessieren. Instagram soll mehr wie ein Ort funktionieren, an dem du gezielt Inhalte zu einem Thema findest – nicht nur zufällig im Feed darauf stößt.

Close Friends: Du entscheidest, ob du noch „nah“ sein willst

Parallel testet Instagram ein Feature, das direkt in soziale Dynamiken eingreift. Nutzer:innen könnten sich künftig selbst aus der Close Friends-Liste anderer entfernen.

Auf Threads ansehen

Bisher ist Close Friends einseitig. Jemand setzt dich auf die Liste, du siehst private Stories mit grünem Ring. Ob sich das für dich noch richtig anfühlt, spielt keine Rolle. Gerade bei Ex-Beziehungen, alten Freundschaften oder losen Kontakten kann das unangenehm werden: Du bekommst Einblicke, die eigentlich zu nah sind.

Die geplante Option würde erlauben, sich aus dieser Liste zu nehmen. Offenbar mit Hinweis, dass der Schritt auffallen könnte. Das Feature ist noch in Entwicklungsstadium.



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