Content

User Generated Content: Warum du diesen Trend nicht verschlafen solltest

User Generated Content ist trendy, effektiv und meistens kostengünstig. Warum es manchmal vorteilhaft ist, seinen Usern das Zepter zu überlassen.

© Flickr / Roberto Trombetta, CC BY 2.0

© Flickr / Roberto Trombetta, CC BY 2.0

Schreibst du noch oder lässt du schon schreiben? User Generated Content (UGC) löst Content Marketing zwar nicht ab, sorgt aber durchaus für einen gewissen Umdenkprozess in der Online Marketing-Branche. Statt Inhalte selbst zu generieren, setzen immer mehr Marketer darauf, ihren Nutzern die Gelegenheit zu geben, selbst für neuen Content, gute Ideen und tolle Erfahrungen zu sorgen.

Ja Frau Nachbarin, wie geht’s Ihnen denn?

User Generated Content ist das moderne „Über-den-Gartenzaun-Gequatsche-mit-der-Nachbarin“. Der Mensch kommuniziert gerne und viel und wer in der Lage ist, diesen Umstand für seinen Erfolg auszunutzen, ist mit Sicherheit auf der angenehmeren Seite des Lebens. Fakt ist: Als soziales Wesen legt der Mensch Wert auf die Meinung anderer. 70 Prozent der Konsumenten finden Empfehlungen von Freunden und Verwandten wichtiger als professionell geschriebenen Content wie Testberichte, Reviews oder Ratgeber – eine aktuelle Studie von Reevoo hat das herausgefunden.

Anzeige:

Lass andere für dich arbeiten

Daraus kannst du schließen: Wenn du in dem, was du machst, gut bist, und die anderen dazu kriegst, darüber zu reden, machst du automatisch auch deren Social Media-Freunde darauf aufmerksam, die auf deren Meinung Wert legen. Deshalb: Gib deinen Lesern oder Besuchern die Gelegenheit, sich selbst zu entfalten, Ideen zu schaffen und über dich und dein Geschäft zu sprechen. Dann kannst du etwas Augenmerk vom Erstellen immer wieder neuen Contents abziehen und dich dafür auf die Kommunikation mit den Verbrauchern einlassen. Mitunter kann das um ein Vielfaches effektiver sein als ein noch so sorgfältig getexteter und durchdachter Werbepost.

Schon immer ist Mundpropaganda eine der effektivsten Werbemethoden und zugleich eine der geschicktesten. Es ist immerhin erwiesen, dass sich Menschen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung automatisch hingezogen fühlen, wenn ein Freund dieses bereits kennt und dem Unternehmen vertraut. Du kannst deinen UGC-Kampagnen aber durch den Einsatz von Influencern oder Kampagnen-Hashtags auch noch zusätzlich einen Extra Boost verleihen.

Beispiele für eine gelungene Umsetzung von User Generated Content

Wie User Generated Content in formvollendeter Form aussehen kann, haben Instagram, YouTube und Co. längst vorgemacht. Und auch viele größere Unternehmen haben Kampagnen am Start, bei denen sie ihre Nutzer aktiv werden lassen.

McDonald’s lässt seine Fans im „Burger Battle“ ihren eigenen Burger kreieren – und natürlich in Social Media teilen. Fazit des Wettbewerbs: Eine Beteiligung von über 200.000 Menschen und natürlich auch gleich noch ein neues Produkt, das sich dank der allgemeinen Aufmerksamkeit in der Bevölkerung problemlos an den Kunden bringen lässt.

Trommelwirbel…Wir haben einen Gewinner :D Glückwunsch an Til und den Sweet Chili Chicken 04 zum Gewinn des Burger Battle 2015! Dickes fettes Like an alle 200.000+ Teilnehmer!

Posted by McDonald’s on Mittwoch, 12. August 2015

 

Und auch Nintendo hat eine Möglichkeit gefunden, wie er passionierte Zocker noch besser einbinden kann. Für die Nintendo Wii U wird es ab September den „Super Mario Maker“ geben. Die Spieler können hier eigene Levels des beliebten Spieleklassikers erstellen und – welch Überraschung – diese natürlich auch mit anderen Spielern teilen.

User Generated Content auf dem Vormarsch

Natürlich ist UGC nicht gerade eine neue Erfindung – in Form des Leserbriefs bei Zeitungen und Magazinen gibt es ihn im Prinzip sogar schon ziemlich lange. Dennoch deutet einiges darauf hin, dass es sich dabei um einen der aktuellen Top-Trends handelt:

Warum vom Nutzer generierte Inhalte so erfolgversprechend sind

Es gibt einige Gründe, warum es sich lohnt, UGC weiter zu verfolgen:

  • Er ist im Prinzip kostenlos.
  • Du bekommst mehr Traffic.
  • Du schaffst Vertrauen durch mehr Nähe zum Kunden.
  • Du machst Menschen, die dich bisher noch nicht kannten, auf dein Angebot aufmerksam, ohne dafür einen teuren Werbeaufwand treiben zu müssen.

Damit allerdings diese Vorzüge eintreten können, musst du zuerst die wichtigste Aufgabe meistern: Schaffe Raum für deine Nutzer, in dem Sie sich entfalten und ihre Inhalte verbreiten können. Mit der Freischaltung der Kommentarfunktion in einem Blog ist es damit nämlich längst nicht getan!

Setzt du bereits auf User-generated Content oder hältst du dich mehr an die bereits etablierteren Methoden im Online Marketing? Erzähl uns, wie du mit solchen Inhalten umgehst!

Quelle: Econsultancy.com

Über Sabine Hutter

Sabine Hutter

Sabine Hutter arbeitet seit 2008 als Online-Redakteurin und Texterin. Als Betriebswirtin und Personalerin schreibt sie bevorzugt über Themen rund um das Personalwesen sowie aus dem Online Marketing.

Ein Gedanke zu „User Generated Content: Warum du diesen Trend nicht verschlafen solltest

  1. Gökhan

    Hallo Zusammen,

    vielen Dank für den Artikel.

    Ich habe selber die Verantwortung für ein neuartiges Video-Foto-Tool, McFeedback, worüber man u.a. kinderleicht UGC-Kampagnen umsetzen kann – somit habe ich auch einen unmittelbaren Bezug zu der Thematik.
    Mit zahlreichen Unternehmen – z.B. ARD, Paramount, 20th Century Fox, History Channel, EDEKA – konnten wir bereits tolle Kampagnen umsetzen. More to come soon.

    Das Thema UGC via Videos/Bilder sollte man im digitalen Zeitalter nicht vernachlässigen.
    Es ist kostengünstig, effektiv und kann einen viralen Effekt auslösen. Zudem lernt man seine Markenbotschafter kennen. Jedoch ist es kein Selbstläufer. Oftmals ist es notwendig, den richtigen Anreiz zu setzen (z.B. attraktiver Gewinn) & eine Kommunikationsstrategie aufzubauen, um z.B. Reichweite zu schaffen.

    Unsere Erfahrungswerte im Bereich UGC, sprich: Aktionen mit Bildern/Selfies & Videos, sind positiv. Jedoch nutzen die wenigsten UN dieses wertvolle Marketing-Tool strategisch. Denn: Fernab von Gewinnspielen gibt es vielfältige Möglichkeiten – Videobewertungen, Do-It-Yourself Videos, Erklärvideos (Kunde hilft Kunde) etc.

    Zudem agieren viele UN noch recht umständlich, um UGC von ihren Fans/Kunden (Videos/Bilder) zu generieren – u.a. hoher Personalaufwand (Verwaltung, Mailings an Teilnehmer usw.), Fans müssen sich oftmals vorab registrieren oder über Facebook einloggen, techn. Hürden (Dateigröße/-format).

    Wir versuchen mit unserem (technischen) Ansatz die Generierung von UGC zu erleichtern und unternehmensseitig weitgehend zu automatisieren – siehe Live-Präsentation:
    https://www.youtube.com/watch?v=oaZo4ZJB2UA

    Fazit:
    UGC steckt weiterhin in den Kinderschuhen, es gibt noch ein großes Potenzial. Es fängt bei der Kampagnenplanung an (organisatorisch wie auch technisch) und setzt sich in der Kampagnenumsetzung fort. Zudem sollte man die Abhängigkeit von Facebook&Co. zumindest mal überdenken, wenn man UGC-Kampagnen plant. Es ist an sich schön, dass Fans in die Facebook-Chroniken von UN Bilder/Videos posten können, aber dadurch hat man keine 100% Kontrolle und die Datenhoheit liegt bei Facebook&Co.

    Wir versuchen jedenfalls im Bereich UGC neue Wege zu gehen, und insbesondere den UN 100% Unabhängigkeit, Kontrolle und Transparenz zu gewährleisten.

    Die Entwicklung im UGC-Markt bleibt aber spannend. :-)

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *