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Social Media Insights: So kannst du deine Konkurrenz ausspionieren

Bestimmte Dinge über deine Konkurrenz zu wissen, kann auch für deine eigene Marketingstrategie hilfreich sein. Wir zeigen dir, wie du etwas über die Social Media Performance deines Konkurrenten herausfinden kannst.

© Flickr / olarte.ollie, CC BY 2.0

© Flickr / olarte.ollie, CC BY 2.0

Um den Erfolg der eigenen Social Media Performance besser einschätzen zu können, sollte man immer auch einen Blick nach rechts und links zur Konkurrenz werfen. Dies kann dir zum einen zu einer allgemeinen Positionierung deines Social Media Auftritts verhelfen, da du so herausfindest, wo du und dein Unternehmen im Vergleich zu anderen stehen und wie viel Verbesserungspotenzial noch offen ist. Zum anderen lassen sich die Erkenntnisse einer umfassenden Konkurrenzanalyse auch für gezielte Verbesserungen im Marketing nutzen: Zu sehen, was bei der Konkurrenz auf welchen Kanälen funktioniert oder nicht, kann viel darüber aussagen, was bei einem selbst funktionieren kann und was tendenziell eher erfolglos sein wird. Online Marketing-Experte und Entrepreneur Neil Patel zeigt, was du über deine Konkurrenz wissen solltest und mit welchen Tools du diese Informationen am besten ermitteln kannst.

 1) Was ist der beliebteste Content meiner Konkurrenz?

Du möchtest wissen, welche Inhalte deiner Konkurrenz bei den Leuten besonders gut ankommen und häufig geteilt werden? Keine schlechte Idee – denn der Content, der bei den anderen erfolgreich ist, könnte bei dir ähnlich gut funktionieren.

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Wie oft der Content deiner Konkurrenz geteilt wird, lässt sich besonders gut mit dem Handytool Ahrefs herausfinden, das dir mehr als nur einzelne Zahlenwerte für geteilte Inhalte zur Verfügung stellt. Ahrefs kann übersichtliche Statistiken – beispielsweise in einem Diagramm – darstellen, die dir einen guten Einblick in die Performance der Inhalte deines Konkurrenten geben können. So kannst du das Tool nutzen:

  1. Vorab: Voraussetzung für die Nutzung des Programms ist eine kostenlose 14-tägige Probe- oder andernfalls bezahlte Mitgliedschaft.
  2. Erster Schritt: Öffne den Ahrefs Content Explorer.
  3. Gib die Domain deines Konkurrenten ein und klicke auf Suche.
  4. Du wirst das Ausmaß der Verbreitung des Contents in einer Tabelle dargestellt bekommen.
  5. Wenn du rechts auf den Pfeil klickst, der nach unten zeigt, wirst du in einem Diagramm die Verteilung auf verschiedene Social Media Kanäle sowie die Performance (Shares und wie schnell sich der Content verbreitet hat ) angezeigt bekommen.
© Social Media Examiner, Screenshot "Ahrefs"

© Social Media Examiner, Screenshot „Ahrefs“

Ein anderes Programm mit dem du arbeiten kannst, um etwas über die Beliebtheit des Contents deiner Konkurrenz zu erfahren, ist BuzzSumo. Gib dort einfach die Domain URL von der Seite ein, wo deine Konkurrenz üblicherweise viel postet (zum Beispiel Blogpage); einen Account musst du hierzu nicht anlegen.  Auf Grundlage der Analysen kannst du anschließend Fragen wie beispielsweise „Welches sind die am meisten geteilten Artikel/Inhalte?“ „Wieso sind welche Inhalte so beliebt, ist der Grund ein besonders Thema?“ „Welche Social Media Seiten generieren die meisten Shares?“  beantworten.

Wenn du Antworten auf diese Fragen gefunden hast, kannst du im nächsten Schritt selbst handeln: Teile den beliebten Content selbst oder kreiere ähnliche Inhalte, der deinen Erkenntnissen zufolge ebenso gut ankommen könnte. Nutze hierfür vor allem die Plattformen, bei denen die Sharing-Rate deiner Konkurrenz am höchsten ist.

2) WER teilt dessen Inhalte? WER ist für die Inhalte verantwortlich?

Wenn eine bestimmte Zielgruppe den Content deiner Konkurrenz mag, besteht eine Möglichkeit, dass sie auch dich und deine Inhalte mögen.

Gehe zu https://twitter.com/search-home und gib dort den Twitternamen deines Konkurrenten in die Suche ein. Daraufhin wirst du sehen, wer deiner Konkurrenz auf Twitter folgt oder dessen Content mochte, sodass er ihn geteilt hat. Diese Personen könnten sich auch für dein Unternehmen interessieren, also mache auf dich aufmerksam, indem du ihre Inhalte teilst oder Tweets favorisierst. So wirst du in deren Blickfeld gelangen und kannst dadurch deine eigene Reichweite verbessern.

Screenshot Twitter

Screenshot Twitter

Es kann ebenso von Vorteil sein, sich die Accounts anzusehen, die mit deinem Konkurrenten in Verbindung stehen. Diese kannst du ebenfalls über die Twittersuche einsehen. Die Accounts, die dir angezeigt werden, sind alle in irgendeiner Art und Weise mit dem Unternehmen verbunden. Hier kannst du Unternehmensinhaber und mögliche Konkurrenten gründlich betrachten und dessen Auftritt beobachten. Es kann sich durchaus lohnen, die Konkurrenz im Auge zu behalten; vielleicht gibt es wichtige Neuigkeiten, die man nicht verpassen sollte, man erfährt von Fehlern, die es selbst zu vermeiden gilt oder erkennt bestimmte Taktiken, die man sich abgucken kann.

Screenshot Twitter

Screenshot Twitter

3) Welche Influencer spielen eine Rolle?

Hat deine Konkurrenz bereits Influencer gefunden, die auf bestimmten Social Media Kanälen besonders einflussreich sind und eine Menge Follower haben?

Ein gutes Programm, um diese Frage beantworten zu können ist wieder BuzzSumo: Wenn du die Website eines Konkurrenten in die Suche eingibst, bekommst du nicht nur den meist geteilten Content angezeigt, sondern kannst unter der Option „View Sharers“ eine Liste mit den Top Influencern einsehen. Das Ranking zeigt dir ganz oben auf der Liste die wichtigsten Influencer an, die Inhalte deines Konkurrenten geteilt haben. Du hast auch die Möglichkeit die Ergebnisse zu filtern, um beispielsweise nur Blogger in der Ranking Liste angezeigt zu bekommen.

© Social Media Examiner, Screenshot "BuzzSumo"

© Social Media Examiner, Screenshot „BuzzSumo“

Wenn du die Top-Influencer herausgefiltert hast, die auch zu dir passen könnten, kannst du im nächsten Schritt damit beginnen, sie zu kontaktieren und versuchen, diese für dich zu gewinnen. Im besten Falle sind sie offen dafür, auch deine Inhalte zu teilen oder dir zumindest einen Gastbeitrag auf ihrem Blog zu ermöglichen.

4) Wie häufig twittert meine Konkurrenz?

Die Häufigkeit der geposteten Tweets kann dir Auskunft über die Popularität deines Konkurrenten geben und etwas über dessen Taktik verraten. Hierfür kannst du einen freien Account bei Topsy anlegen; das Tool ermöglicht dir, zu ermitteln, wie oft dein Konkurrent tweetet und auch wie oft dieser in anderen Tweets erwähnt wird.

Screenshot des Tools "Topsy"

Screenshot des Tools „Topsy“

Darüber hinaus kann man auf Topsy Twitter Accounts und dessen Performance vergleichen, sodass du deine ‚Leistung‘ mit der deines Konkurrenten direkt gegenüberstellen kannst. Hierzu musst du den Social Analytics Tab nutzen; gib deine Domain und die deines Konkurrenten ein und eine Abbildung wird dir veranschaulichen, wie du im Gegensatz zur Konkurrenz abschneidest. Dadurch bekommst du eine Einschätzung, ob du bezüglich der „Twitteraktivität“ überlegen bist oder hinterher hängst und kannst deine Marketing Strategie entsprechend anpassen.

Screenshot des Tools "Topsy"

Screenshot des Tools „Topsy“

Fazit:

Die Konkurrenz schläft nicht – deshalb sollte man diese gut im Auge behalten. Eine umfassende Social Media Konkurrenzanalyse kann sich lohnen; zum einen kann man bestimmte erfolgreiche Taktiken und Ideen für Inhalte in Bezug auf die verschiedenen Kanäle abgucken, zum anderen kann man aus – von anderen bereits begangenen – Fehlern lernen.

Für wie sinnvoll haltet ihr im einzelnen die Tools und Tipps und wie wichtig stuft ihr im Allgemeinen eine solche Konkurrenzanalyse ein?

Quelle: SocialMediaExaminer

 

Über Lisa Schubert

Lisa Schubert

Lisa Schubert studiert Digitale Medienkommunikation im Master an der RWTH Aachen, wo sie ebenfalls ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft und Literaturwissenschaft abgeschlossen hat. Dank mehrerer Praktika hat sie bereits Erfahrungen im Online Marketing, insbesondere in den Bereichen SEO und Social Media, sammeln können. Nicht nur ihr großes Interesse am Online Marketing, sondern auch ihre Freude am Schreiben brachte sie zu OnlineMarketing.de.

2 Gedanken zu „Social Media Insights: So kannst du deine Konkurrenz ausspionieren

  1. Gerd

    Buzzsumo ist sehr interessant und gibt einen sehr guten Überblick über die sozialen Aktivitäten des Marktes. Allerdings sind die Möglichkeiten des kostenlosen Zugangs sehr restriktiv (kein Export, kurze Trefferliste). Wenn man sich aber auf einen kurzen Beobachtungszeitraum beschränkt, erhält man aber oft repräsentative Ergebnisse.

    Antworten
  2. Florian

    Buzzsumo ist eine gute Alternative zum Ahrefs Contentexplorer und in der Grundversion kostenlos, bzw. sind hier kostenlose Abfragen möglich.

    Antworten

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