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Social Comedy: Das Geheimnis des erfolgreichen Humors

Häufig sind Unternehmen mit einem guten Sinn für Humor in sozialen Netzwerken besonders erfolgreich. Wir verraten euch ihre Geheimnisse.

© olly – Fotolia.com

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Menschen lieben es zu Lachen, denn Lachen verbindet nicht nur untereinander, sondern hat zahlreiche andere positive Wirkungen auf uns. Viele Unternehmen versuchen deshalb mit Humor Kunden zu gewinnen und ihre Produkte zu vermarkten. Insbesondere in sozialen Netzwerken wird der ein oder andere Lacher eingesetzt, um in der Masse noch aufzufallen. Tatsächlich spielt bei der Entscheidung, wem wir auf Twitter oder Facebook folgen, der Unterhaltungswert oft eine entscheidende Rolle. Lustige Inhalte werden besonders gerne geteilt und Personen oder Seiten mit einem guten Sinn für Humor sind besonders beliebt.

Aber Vorsicht! – Als Unternehmen geht man mit der Verwendung von Humor auch immer ein gewisses Risiko ein: Nicht jeder Witz kommt bei allen gleich gut an; ein schlechter Scherz kann schnell auch als beleidigend oder geschmacklos gewertet werden und damit einen regelrechten Shitstorm auslösen. Wir zeigen euch Gründe, wieso es sich trotzdem lohnen kann, das Risiko einzugehen – wenn man es richtig macht!

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Grund 1: Aufmerksamkeit bekommen – Vorhang auf!

Bei der Vielzahl an Unternehmen und Personen, die Social Media Kanäle nutzen, ist es oft eine Herausforderung, in der Masse nicht unterzugehen. Erste Voraussetzung einer Seite zu folgen ist natürlich, dass man diese überhaupt kennt. Hier kann es manchmal sehr nützlich sein, mit Humor Aufmerksamkeit zu gewinnen und damit im besten Fall auch neue Follower. Lustige Inhalte werden wesentlich häufiger geteilt und unter Freunden verbreitet.

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© Twitter

Das in New York ansässige Unternehmen R/GA macht es zum Beispiel richtig und benutzt Humor auf eine freche, aber ansprechende Weise, indem es schlagfertige Antworten gibt und Postings verbreitet, die einen zum Schmunzeln bringen. R/GA zeigt außerdem, dass es auch über sich selbst lachen und Scherze machen kann, wodurch dem Publikum ein positives Selbstbewusstsein des Unternehmens vermittelt wird.

Grund 2: In Erinnerung bleiben – Eine unvergessliche Show

Manchmal ist es auch gar nicht so wichtig, dass die Marke in Erinnerung bleibt, sondern die Message. Denn eine gute, humorvolle Message über die Leute sprechen und die im Gedächtnis bleibt, kann der Marke zu mehr Bekanntheit verhelfen. Auch wenn im ersten Moment nicht klar ist, welche Marke hinter einer Botschaft steckt; durch humorvolle Botschaften wird das Interesse der Leute geweckt und damit der Blick (indirekt) auch auf die Marke gelenkt. Außerdem können dadurch auch Kaufentscheidungen beeinflusst werden: Bei rund 72 Prozent der Leute ist die Wahrscheinlichkeit ein Produkt zu kaufen höher, wenn sie einer Marke über dessen Social Media Kanäle folgen.

Grund 3: Emotionen wecken – Das Publikum zum Lachen bringen

Emotionen sind im Marketing ein beliebtes Mittel, mit denen Menschen besonders gut erreicht werden können. Lachen hat eine positive Wirkung, die Endorphine freisetzt und uns glücklich fühlen lässt. Menschen lachen gerne und wenn eine Marke es schafft uns zum Lachen zu bringen, fühlen wir uns dadurch oft auch mit dieser verbunden.
Haribo hat zum Beispiel seinen berühmten Gummibären eine Stimme auf Instagram mit dem Hashtag #GoldbearsofCanada gegeben. Das ist nicht nur eine witzige Idee, sondern schafft auch eine gewisse Verbundenheit zum Produkt und eine ungewöhnliche Vorstellung eines ‚Lebens‘ der bunten Bären.

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Grund 4: Eine persönliche Seite zeigen – Mit Sympathie zum Applaus

Mit Humor kann man zudem eine persönliche Seite zeigen und dem Publikum auf eine lustige Art vermitteln, wer eigentlich hinter der Marke oder dem Unternehmen steht. Dies kann im besten Fall positive Auswirkungen auf das Image des Unternehmens haben und eine persönliche Sympathie zu diesem herstellen. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa das regelmäßige Posten von Bildern des Teams zu privaten Anlässen wie zum Beispiel an Halloween oder Weihnachten.

So erntet ihr Beifall – Wie man es richtig macht:

Diese Tipps solltet ihr verinnerlichen, bevor ihr Humor in sozialen Netzwerken als Werbemittel einsetzt:

1) Die Zielgruppe kennen

Der lustigste Witz erzielt nur seine gewünschte Wirkung, wenn er die entsprechende Zielgruppe erreicht. In jedem Fall ist es sinnvoll, das Risiko abzuwägen, wie schlecht das Unternehmen dastehen könnte, wenn der Witz nicht gut ankommt. Hier ist es zum Beispiel wichtig sich die Frage zu stellen, ob mit dem Inhalt jemand (beispielsweise eine gewisse Bezugsgruppe) verletzt oder beleidigt werden könnte.

2) Wiedererkennungswert schaffen

Humorvolle Botschaften bleiben, wie bereits beschrieben, besonders häufig in Erinnerung und können dazu verhelfen, einen persönlichen Bezug zwischen Kunden und Unternehmen herzustellen. Wichtig ist es, einen einheitlichen Ton und eine erkennbare Linie in den Postings zu wahren, um dadurch einen gewissen Widererkennungswert zu schaffen.

3) Aktuelle Bezüge herstellen

Was erweckt zum aktuellen Zeitpunkt die Aufmerksamkeit meiner Zielgruppe und wie kann ich diese Ereignisse mit einbeziehen? Größere oder besondere Ereignisse wie beispielsweise Ferien, Vatertag oder die Fußball-WM bieten gute Möglichkeiten ein bisschen Humor in den Social Media Alltag einzubringen.

5) Humorvolle Menschen einstellen

Auch die Entscheidung, welches Team sich dieser Aufgabe widmet, ist von großer Bedeutung. Ein Unternehmen sollte sicher gehen, dass kreative und humorvolle Menschen sich dieser nicht ganz einfachen Aufgabe annehmen. Bei der Auswahl der richtigen Person für den Job, sollte auch die Zielgruppe, die gewünschte Tonalität und das Image des Unternehmens eine Rolle spielen.

6) Die Reichweite vergrößern

Die Reichweite der Postings ist außerdem abhängig davon, wieviel man bereit ist zu investieren. Die Posts sollten im Idealfall nicht nur gut ankommen, sondern auch von vielen gesehen werden. Deshalb ist es sinnvoll eine gewisse Summe für Social Advertising Maßnahmen auszugeben. Dadurch kann die Anzahl der Leute, die die Posts sehen, erheblich erhöht werden.

Fazit: Wie Mark Zuckerberg schon sagte:

Das größte Risiko, ist kein Risiko einzugehen.

Das gilt auch für das Social Media Marketing: Aufgrund der zahlreichen Konkurrenz in sozialen Netzwerken ist es äußerst wichtig, eine besondere Verbindung zu den jeweiligen Zielgruppen herzustellen. In den meisten Fällen ist es besser aufzufallen (wenn auch mit dem Risiko mal negativ aufzufallen), als gar nicht aufzufallen.

Quelle: hootsuite

Über Lisa Schubert

Lisa Schubert

Lisa Schubert studiert Digitale Medienkommunikation im Master an der RWTH Aachen, wo sie ebenfalls ihren Bachelor in Kommunikationswissenschaft und Literaturwissenschaft abgeschlossen hat. Dank mehrerer Praktika hat sie bereits Erfahrungen im Online Marketing, insbesondere in den Bereichen SEO und Social Media, sammeln können. Nicht nur ihr großes Interesse am Online Marketing, sondern auch ihre Freude am Schreiben brachte sie zu OnlineMarketing.de.

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