Mobile

Responsive Design wird zur absoluten Pflicht

Mobile internetfähige Endgeräte verbreiten sich weiterhin rasend schnell. Unternehmen müssen darauf vorbereitet sein.

Es ist kaum zu übersehen, dass Smartphones und Tablets in unserer Gesellschaft angekommen sind. Schnell mal Zusatzinformationen parallel zum Sonntagabendkrimi lesen, unterwegs die Nachrichtenlage checken oder die morgendliche U-Bahn Fahrt zum Online Shopping nutzen. All das ist in unserem Alltag mittlerweile völlig normal. Durch den Siegeszug mobiler Endgeräte ist das Internet nahezu überall verfügbar. Derzeit sind ca. 10% des Internettraffics von mobilen Endgeräten generiert. Und betrachtet man die weiterhin zunehmenden Verkäufe von Tabletts und Smartphones, ist davon ausgehen, dass diese Zahl in 12 Monaten bei über 20% liegen wird.

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Was bedeuten diese Zahlen für die digitale Wirtschaft? Prinzipiell muss jedes Unternehmen davon ausgehen, dass ein Großteil seiner Kundschaft – zumindest teilweise – über sogenannte mobile Kanäle auf die eigene Website zugreift. Wichtig ist hier, auf die vielen unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich der jeweiligen Bildschirmauflösungen und -größen vorbereitet zu sein. Die Optimierung einer Website erfolgt also nicht mehr nur in Bezug auf Browservarianten sondern auch in Bezug auf die aktuell verwendete Bildschirmgröße. Selbst eine wenig komplexe Website kann auf einem kleinen Bildschirm unübersichtlich wirken und schlecht lesbar sein.

Responsive Design bietet sich als Lösung für dieses Problem an. Hierbei passt sich die Darstellung der Website automatisch den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Endgeräts an. So stellen beispielsweise kleinere Bildschirme den Inhalt der Seite in reduzierter Form dar. Elemente wie Buttons, Bilder oder Suchfelder werden verschoben und bestmöglich platziert. So behält die Website ihren Charakter, wird aber nicht gestaucht oder zu klein dargestellt. Übersichtlichkeit und die Nutzbarkeit aller Funktionalitäten bleiben erhalten.

Technisch wird Responsive Design durch die Verwendung von CSS3 Media Queries realisiert. Mit ihnen ist es möglich, gezielt ein bestimmtes Ausgabemedium mitsamt seinen Eigenschaften anzusprechen. Bespielweise kann so festgelegt werden, dass ein Design nur dann verwendet wird, wenn der anzeigende Bildschirm eine Breite von maximal 500 Pixel besitzt.

Der sinnvolle Einsatz von Media Queries erfordert natürlich auch eine vernünftige Konzeption des neuen Seitenlayouts. So kann es durchaus Sinn machen, einige Funktionalitäten von komplexen Portalen nicht für die mobile Seite anzubieten. Diese Bereiche könnten dann ausgeblendet werden, um die mobile Seite übersichtlich und gut bedienbar zu halten.

Auch messbare Zahlen sprechen für die Verwendung von Responsive Design. Da nur eine Version der Website gepflegt werden muss, sinken die laufenden Betriebskosten. Und auch auf die fortwährenden Veränderungen der Endgeräte und ihren Bildschirmgrößen ist man nun vorbereitet. Die Erstellung einer gesonderten Version einer Website, beispielsweise nur für das neue iPad Mini entfällt.

Für viele Publisher ist die werbliche Vermarktung ihres Traffics enorm wichtig. Diese Vermarktungserlöse lassen sich besser erzielen, wenn die Bannerplatzierungen auf den jeweiligen Bildschirm abgestimmt sind. Zudem sind User weniger genervt und die Verweildauer steigt.

Insbesondere für Online Shops ist Responsive Design eine große Hilfe. Bisher versandet ein signifikanter Teil des generierten Traffics ohne zu einem Kaufabschluss zu führen. Dem User ist das nicht zu verübeln, denn wer will sich schon auf seinem Mobiltelefon neue Schuhe oder eine Eintrittskarte kaufen, wenn der Kaufprozess dem Weg durch einen Irrgarten gleicht. Nach Anpassung des Shops sollten die Conversion Rates deutlich steigen und damit das Investment in Marketing deutlich profitabler werden.

Die Notwendigkeit der Kundenansprache über mobile Endgeräte ist unumstritten. Responsive Design scheint die lang erwartete und praktikable Lösung der aus der zunehmenden Mobilität des Internets entstandenen Probleme zu sein. Die Investitionskosten für die Überarbeitung bzw. den Relaunch eins Webauftritts mit Responsive Design amortisieren sich schnell und nach gründlicher Vorbereitung ist der Aufwand zumeist überschaubar und Effekte umgehend sichtbar.

Über Tim Wendorff

tisoomi.com

Tim Wendorff ist Geschäftsführender Gesellschafter der tisoomi GmbH. Das Team von tisoomi ist auf mobile Anwendungen (iOS, Android, Webapps) spezialisiert und liefert Lösungen für alle Bereiche des mobilen Internets.

2 Gedanken zu „Responsive Design wird zur absoluten Pflicht

  1. Dominik

    Absolut richtig, ist fast schon erschreckend wie viele neu gelaunchte oder gerlaunchte Webseiten immer noch nicht für Mobile optimiert sind. Dabei ist das häufig gar nicht so kompliziert und zwingt einen dazu auch das Design klar und übersichtlich zu halten. Wer noch ein Beispiel sucht: https://www.kazini.de

    Antworten
  2. Daniel S.

    Hallo Tim,
    vor allem im eCommerce ist es sicher unvermeidbar den Online Shop, vor allem auf Android und mobilen Apple Geräten bedienerfreundlich darzustellen. Wenn sich das als zu komplex herausstellt, bleibt ja noch die Möglichkeit der App Entwicklung, kann sich in manchen Fällen als wirtschaftlicher erweisen. In jedem Fall sehe ich das ähnlich, normale Webseiten sind auf Smartphone´s teilweise echt übel zu bedienen (erwünschte Popups etc.) und gehören bei entsprechenden Besucherzahlen optimiert.

    Grüße

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