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Pinterest in Zahlen: Da hat der Händler keine Fragen mehr

Aufschluss über nützliche Trends für Pinterest liefert jetzt eine Infografik, die sich Händler einmal genauer anschauen sollten.

© olly | Fotolia.com

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Kürzlich berichteten wir davon, dass Pinterest ein weit unterschätztes Mauerblümchen ist, dessen Wert sich deutschen Unternehmen noch nicht ganz erschlossen hat. Weil viele Entscheider unter Umständen gar nicht wissen, wo sie bei Pinterest ansetzen sollen, wenden wir uns dieses Mal einer Infografik von MadeFreshly zu, die sich detailliert mit derzeitigen User Trends auseinandersetzt und erste Anhaltspunkte für einen eventuellen Einstieg geben kann. Zwar orientiert sich die Analyse am US-amerikanischen Markt, jedoch könnte sich Pinterest in kurzer Zeit zu einem beliebten sozialen Netzwerk auch für deutsche User entwickeln.

Ein Ort, der ungeahnte Begehrlichkeiten weckt

Pinterest lädt die User zum Verweilen ein, sie begeben sich auf Recherche und lassen sich Impulse für neue, kreative Ideen geben. Eine Recherche auf Pinterest hat Potential für Stunden, die Nutzer verlieren sich leicht dabei und rutschen von Pin zu Pin tiefer in die Materie. Und so kann es durchaus schnell passieren, dass sie am Ende ihrer Reise in einem Webshop landen und nicht widerstehen können.

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Einige Zahlen unterstreichen dabei das Potential hinter dem Netzwerk:

  • Pinterest verfügt derzeit über 70 Millionen User und etwa 500.000 Business Accounts.
  • Jeder Pin erzeugt zwei Page Visits (Anzahl von Usern, die die Webseite besuchen) und jeweils sechs Page Views (Anzahl der angeklickten Unterseiten)
  • 47 Prozent aller User in den USA haben bereits einen Einkauf über Empfehlungen auf Pinterest getätigt
  • 42 Prozent der täglichen User nutzen Pinterest auch im Geschäft
  • Der durchschnittliche Kaufbetrag aufgrund von Referrals von Pinterest liegt bei 58,95 Dollar

Mit der Implementation eines Pinterest-Buttons im Webshop, der den Usern erlaubt, das ausgewählte Produkt an seine Pinnwand zu pinnen, um es sich beispielsweise für einen späteren Einkauf vorzumerken, finden die Produkte ihren Weg in das soziale Bildernetzwerk einfach und sogar von (fast ganz) allein. Der User braucht nur einmal zu klicken, damit das Produkt sich nicht nur auf der eigenen (zumeist öffentlichen) Pinnwand wiederfindet, sondern sich zusätzlich auch weiteren Usern auf ihrem Newsfeed präsentiert. Die oben stehenden Zahlen klingen zumindest so vielversprechend, dass sich der Aufwand lohnen könnte. Oder andersherum: Im schlimmsten Falle gibt es nichts zu verlieren, außer ein paar Stunden investierter Zeit.

Trend-Gezeiten

Mehr als 80 Prozent der User sind Frauen, bei steigender Männerpräsenz. Bisher hat es Pinterest schlichtweg versäumt, sich beim Targeting auch um Männer zu kümmern, doch wurde dies vor kurzem geändert: Accounts von Männern bekommen nun maskuline Pins ausgespielt, die eher an ihren Interessen ausgerichtet sind.

Die Interessen sind bei Pinterest in Kategorien aufgeteilt. Zu den beliebtesten zählen die Folgenden:

  • Essen & Trinken
  • DIY & Selbermachen
  • Wohnen & Einrichten
  • Mode für Frauen
  • Alles
© Pinterest.com

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Interessant wird es an den verschiedenen Wochentagen, denn offenbar steht jeder Tag im Zeichen einer anderen Kategorie:

  • Montags: Sport
  • Dienstags: Technologie
  • Mittwochs: Zitate
  • Donnerstags: Mode
  • Freitags: Humor
  • Samstags: Reisen
  • Sonntags: Essen und Handwerkliches

Dies verschafft einen guten Überblick zu den täglichen Themen-Peaks, mit denen User sich auseinandersetzen. Ähnlich wie bei Facebook können Betreiber von Business-Accounts so gezielter Content generieren, der auf die Interessen der Nutzer abgestimmt ist.

Helle Fotos ohne Gesichter – Hard Facts

Die beste Zeit zum Pinnen ist beim Bildernetzwerk Samstags morgens und werktags zwischen 14 und 16 Uhr sowie zwischen 20 und 1 Uhr nachts. Dabei empfiehlt es sich, auf Fotos mit Gesichtern zu verzichten (23 Prozent mehr Pins ohne Gesichter) und eher hellere Fotos für den Pin auszuwählen als dunkle (20 Mal mehr Repins). Die Größe des verwendeten Bildes sollte optimalerweise bei 736 x 1102 Pixel liegen. Zusätzlich werden Pins mit Hinweis auf den Preis 1,5 mal geliked, während Pins ohne Preis nur knapp 1,1 Like bekommen.

Nutzt ihr für euer Unternehmen auch bereits Pinterest oder seid ihr noch nicht überzeugt? Was für Erfahrungen habt ihr bisher gemacht?

Infografik-MadeFreshly

Quelle: KISSmetrics

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit Ende 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

3 Gedanken zu „Pinterest in Zahlen: Da hat der Händler keine Fragen mehr

  1. Marina

    Danke! Pinterest hat nur dann Sinn wenn es um ein konkretes Produkt geht, das mit Fotos dargestellt werden kann. Bei uns gibt es eigentlich nur Dienstleistung. Wenn wir mal verklebte Kaffeemaschinen anbieten werden, würde sich so etwas evtl. auch für uns lohnen.

    Antworten
  2. Alexander

    Uns geht es so ähnlich wie Renè. Was ich jetzt persönlich neues mitgenommen habe, ist die Möglichkeit das Produkt direkt von der Shop-Seite anzupinnen. Das ist auf jeden Fall schnell umgesetzt und hat Potenzial. Danke!

    Antworten
  3. René

    Ein sehr interessanter Artikel, der seit langem mal wieder meine Aufmerksamkeit auf Pinterest lenkt.

    Wir haben vor ca. einem Jahr am Anfang unseres Projektes mal einen Account gemacht, aber den Sinn dahinter nicht verstanden.

    Ich werde mir das jetzt aber definitiv mal wieder genauer ansehen.

    Das Problem ist natürlich die Schwierigkeit, geschäftlich in eine Plattform reinzukommen, wo man privat null mit zu tun hat…

    Viele Grüße, René

    Antworten

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