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Geheimes Dokument: Wird der Facebook Messenger zur Werbefläche?

Das soziale Netzwerk plant offenbar, seinen Messenger zu monetarisieren und den Nutzern Werbung auszuspielen.

© Flickr / Microsiervos, CC BY 2.0

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Laut eines gestern veröffentlichten Geheimdokumentes, das TechCrunch zugespielt wurde, plant Facebook die Integration von Werbung in seinem Messenger.

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Werbung auf freiwilliger Basis

In dem Dokument heißt es, dass Usern die Werbung nicht grundlos ausgespielt werden soll, sondern nur, wenn sie im Vorwege bereits über Facebook per Nachricht Kontakt zum betreffenden Unternehmen aufgenommen hätten. In einer Stellungnahme gibt Facebook an nicht zu planen, den Nutzern ungewollte Nachrichten zukommen zu lassen:

We don’t comment on rumor or speculation. That said, our aim with Messenger is to create a high quality, engaging experience for 800 million people around the world, and that includes ensuring people do not experience unwanted messages of any type.

Allerdings empfiehlt Facebook den Unternehmen angeblich, die Nutzer bereits jetzt dazu zu animieren via Nachricht mit ihnen in Kontakt zu treten, damit eine spätere Werbeanzeige nicht völlig ungewollt wirkt und sie sich so Zugang zum Messenger verschaffen können, der bislang Privatkontakten vorbehalten war.

Widersprüchliche Aussagen von Zuckerberg

Die News stehen im Widerspruch zu dem, was Mark Zuckerberg noch 2014, nach der Übernahme von WhatsApp behauptet hatte:

I don’t personally think ads are the right way to monetize messaging.

Nun hat sich das Blatt anscheinend gewendet. Damit die Werbung im Messenger nicht Gefahr läuft, vorschnell als Spam wahrgenommen zu werden, ist es aber wahrscheinlich, dass Facebook mit dem Einsatz vorerst sehr vorsichtig umgeht. Im Zuge des Konkurrierens um Aufmerksamkeit im Newsfeed der User, sucht man derzeit wohl nach Möglichkeiten, diese zu erhöhen.

Schon zu Beginn des Jahres wurde bekannt, dass Facebook an Bots für den Messenger arbeitet, die den Vertrieb ankurbeln sollen. Julien Codorniou, Facebooks Director of Global Platform Partnerships, gab damals in einem Statement bekannt, dass das Messenger-Business ein sehr lukratives sei, denn seiner Einschätzung nach gehören ihnen 50 bis 60 Prozent der Aufmerksamkeit der Nutzer. War dies der Schritt hin zu einer Automatisierung, folgt nun offenbar die Monetarisierung. Ob die Nutzer damit so glücklich sein werden, bleibt indes fraglich.

Quelle: TechCrunch

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit Ende 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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