SEO - Suchmaschinenoptimierung

URL-Bauplan: Der Einfluss der URL-Struktur auf das Ranking

Wie lang darf die URL werden? Wie viele Keywords sollte ich verwenden? Und macht die Optimierung der URL überhaupt Sinn? Eine datenbasierte Analyse.

© svetavo - Fotolia.com

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Im Hinblick auf die Bedeutung der URL-Struktur für das Google-Ranking scheiden sich die Geister. Eine Analyse von Quick Sprout geht der Sache auf den Grund und zeigt, welche Praktiken von dem Suchmaschinenriesen belohnt werden und welche nicht.

Faktoren für die Optimierung einer URL

Quick Sprout führte eine Analyse der ersten 10 SERPs (also Top 100 Ergebnisse) von insgesamt 1.000 Keywords durch und untersuchte deren URLs auf verschiedene Parameter. Marketing-Guru Neil Patel stellt die Ergebnisse der Studie auf dem unternehmenseigenen Blog vor und beurteilt diese hinsichtlich der vermeintlichen Wirkung auf das Ranking. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse für euch zusammengefasst.

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Sonderzeichen

Laut Googles eigener Aussage haben Crawler Schwierigkeiten mit Sonderzeichen wie %, $ oder & und daher sollten diese vermieden werden. Auch die Analyse von Quick Sprout ergab, dass durchschnittlich nicht einmal 0,2 Prozent der ersten 100 Ergebnisse Sonderzeichen in der URL aufweisen.

Darüber hinaus sollte dir klar sein, dass ein Bindestrich für die Crawler als eine Trennung zwischen zwei Wörtern gewertet wird („der-einfluss“ = „Der Einfluss“). Ein Unterstrich hingegen sorgt dafür, dass die beiden Wörter miteinander verbunden werden („der_einfluss“ = „Dereinfluss“) und der Begriff ergibt keinen Sinn mehr.

Länge der URL

Aus den 1.000 untersuchten Keywords ging hervor, dass die Länge der Adresse keinen nennenswerten Einfluss auf das Ranking hat. Patel schlägt 35 bis 40 Zeichen als Spielraum vor, jedoch war gut ein Fünftel der Top 10 Ergebnisse über 60 Zeichen lang. Auch das Gerücht, dass kurze URLs einen höheren Anteil an direktem Traffic für eine Website generieren, wiederlegt Patel.

Keywords

Ebenfalls ein heiß diskutiertes Thema sind Keywords in der URL. Marcus Tober von Searchmetrics stellte 2014 im Rahmen der jährlichen Studie zu den Rankingfaktoren von Google folgendes fest:

The decrease of the features ‚Keyword in URL‘ and ‚Keyword in Domain‘ is one of the more obvious findings of our analyses. You can clearly see the declining correlation from 2012 to 2014.

© Searchmetrics

© Searchmetrics

Keywords in den URLs werden demnach immer unwichtiger für Google. Sie können dir sogar schaden, wenn du Keyword-Stuffing betreibst, da dies unnatürlich wirkt. Und wir alle wissen, wie sehr der Suchmaschinengigant darauf achtet, dass niemand die heiligen Ergebnisse manipuliert.

Ordnerstruktur

Laut der Untersuchung hat die Anzahl der einzelnen Unterordner keinen Effekt auf das Ranking bei Google. Die Top Ergebnisse wiesen teilweise 12 Ordner auf und manchmal auch keinen einzigen. Achte jedoch in eigener Sache lieber darauf, kein Labyrinth aus Ordnern zu erstellen, da sonst deren Verwaltung erschwert wird.

URLs optimieren oder nicht?

Aus der Analyse wird deutlich, dass es sich nicht lohnt, seine Energie auf die Optimierung von URLs zu verschwenden, da ihre Rolle als Rankingfaktor immer geringer wird. Versuche lediglich auf Sonderzeichen zu verzichten und sparsam mit Keywords umzugehen. Die Unterscheidung von Bindestrich und Unterstrich in der Adresse sollte dir allerdings bewusst sein.

Als Alternative zu den optimierten URLs könntest du auch Social URLs testen, mit denen BuzzFeed vor einiger Zeit für Aufmerksamkeit sorgte: Innovative Idee: Mehr Traffic und Shares dank Social URLs.

Quelle: Quick Sprout

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5 Gedanken zu „URL-Bauplan: Der Einfluss der URL-Struktur auf das Ranking

  1. rewow

    in .de hat sich rein gar nichts verändert. noch immer nerven einen die exact-match-domains und jegliches platziertes keyword fühlt sich an, als würde man spam betreiben. die schuld schieb ich mal dem direkten umfeld zu.

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  2. Artur

    Solche Auswertungen von Rankingfaktoren sollte man nicht ganz ernst nehmen! Natürlich sind anhand solcher Studien, Keyword-Domain weniger relevant, einfach wegen dem Brand-Faktor. Besonders bei Nischen-Themen habe ich positive Erfahrungen mit Keywords in der URL gemacht (Gegenbeispiel ohne Keyword in der URL). Jeder Onliner denkt „Keyword.de“… Oh das ist ein Affilate Spammer. Nicht-Onliner denken sich oft: Ah diese Domain dreht sich genau um das Thema, nach dem ich suche! :)

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  3. Lars Lakomski

    Das mit dem negativen Effekt kann ich mir auch nicht vorstellen. Das vielleicht die interne Gewichtung bei den Suchmaschinen sich etwas verändert in den Jahren ist das eine, aber Abwertungen würden ja auch einige größere Seiten treffen. Und anders als beim Linkbuilding lässt sich die URL (die eventuell so schon 10 Jahre oder mehr existiert) ja nicht einfach ohne Verluste beim Ranking ändern. Und wenn das Keyword genau zum Seitenthema passt, ist eine sprechende URL ja auch für den Besucher eher positiv als negativ in meinen Augen :-)

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    1. Anton PriebeAnton Priebe Artikelautor

      Keywords an sich sind sicherlich nicht problematisch und machen auch Sinn. Es geht vielmehr darum, dass man nicht 20 Keywords in der URL unterbringt ;-) Laut Patel kann sich das tatsächlich negativ auswirken.

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  4. Alexander

    Dass die Keywords in der URL negativen Effekt haben sollten, würde mich sehr wundern. Außer, die URL hat nix mit dem Inhalt zu tun, dann ja.

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