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Unternehmensrichtlinien
Netflix: Aufpreis für User außerhalb deines Haushalts

Netflix: Aufpreis für User außerhalb deines Haushalts

Kathrin Pfeiffer | 17.03.22

Netflix macht bald seine Nutzungsbedingungen geltend, sprich: Wer nicht in einem Haushalt wohnt und dennoch einen Account teilt, muss einen Aufpreis zahlen.

Sharing is caring, heißt es so schön. Doch leider trifft das bald nicht mehr auf Netflix zu. Zumindest was das allseits beliebte Teilen von Accounts angeht. Denn theoretisch sind nur Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, dazu berechtigt, ein und denselben Account zu nutzen. Immerhin steht in den Nutzungsbedigungen: „Netflix service and any content accessed through our service […] may not be shared with individuals beyond your household“. In der Praxis sieht das jedoch ganz anders aus – mal will jemand „nur einen Film“ schauen, mal loggst du dich bei der Sleepover Party über einen anderen Laptop ein – und zack: Eine Horde von Leuten nutzt deinen Account ganz beiläufig mit.

Zwei Special Accounts möglich

Vergangenen Mittwoch wurde nun vorgestellt, was sich in den nächsten Wochen und Monaten abspielen soll: vorerst in Chile, Costa Rica und Peru sollen Accounts auf außerhaushaltliche User untersucht werden. Abonnent:innen der Standard- oder Premium-Subscribtion sollen gegen einen kleinen Aufpreis bis zu zwei Unter-Accounts festlegen können, deren Adresse nicht mit der eigenen übereinstimmen muss. Das sind die Kostenpunkte für Subaccounts:

  • Chile: 2,380 CLP / 2,70 Euro
  • Costa Rica: 2.99 USD / 2,60 Euro
  • Peru: 7.9 PEN / 1,90 Euro

Das kosten reguläre Accounts aktuell:

© Netflix

Wie viel die Preiserhöhung jedoch hierzulande kosten und wann sie hier überhaupt ausgerollt wird, wurde noch nicht bekannt gegeben. Netflix verkündete jedoch in folgendem Statement, warum die Neuerung notwendig ist.

[Accounts] are being shared between households, impacting our ability to invest in great new TV and films for our members.

Der Algorithmus zieht mit um

Immerhin eine Erleichterung soll es für die blinden Passagiere in Accounts geben. Beim Umzug in einen eigenen Account soll das alte Profil mehr oder minder übertragen werden können, sodass der Algorithmus bessere Vorschläge unterbreiten kann. Inwiefern dieses Angebot Trost spenden wird, bleibt abzuwarten. Als User im vergangenen März gebeten wurden, ihren Account zu verifizieren, stieß das bereits auf Missfallen.


Wie genau jedoch überprüft werden soll, wer in einem Haushalt wohnt, ist noch unklar. Auch, wie das Dilemma zwischen Datenschutz von Privatpersonen und Nutzungsbedingungen eines Konzerns gehandhabt wird, steht noch in den Sternen.

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