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Slack legt Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft ein
© Csaba Nagy - Pixabay, Microsoft Teams, Slack

Slack legt Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft ein

Nadine von Piechowski | 23.07.20

Slack wirft dem Tech-Riesen vor, das Kommunikations-Tool Microsoft Teams illegalerweise an die Office-Anwendung zu koppeln. Jetzt prüft die EU Kommission die Vorwürfe.

Ärger für Microsoft: Das Business-Kommunikations-Tool Slack legt bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen den Tech-Riesen ein. Den Grund dafür liefert das Unternehmen in einem Statement:

The complaint details Microsoft’s illegal and anti-competitive practice of abusing its market dominance to extinguish competition in breach of European Union competition law.

Slack kritisiert, dass Microsoft das eigene Kommunikations-Tool Microsoft Teams illegalerweise an dessen Office-Anwendung gekoppelt habe. Daher erklären die Betreiber des Messaging Tools: 

Microsoft has illegally tied its Teams product into its market-dominant Office productivity suite, force installing it for millions, blocking its removal, and hiding the true cost to enterprise customers.

Damit würde Microsoft in alte Muster verfallen, behauptet David Schellhase, General Counsel bei Slack. Schellhase sagt:

They created a weak, copycat product and tied it to their dominant Office product, force installing it and blocking its removal, a carbon copy of their illegal behavior during the ‘browser wars.’ Slack is asking the European Commission to take swift action to ensure Microsoft cannot continue to illegally leverage its power from one market to another by bundling or tying products.

Slack und Microsoft kämpfen um Vormachtstellung in der Workspace-Kommunikation 

Mit Microsoft Teams führte das Tech-Unternehmen vor ungefähr fünf Jahren eine Alternative zu Slack für die Kommunikation innerhalb von Unternehmen ein. Die Rivalität begann allerdings erst, als Slack eine ganzseitige Ad in der New York Times schaltete. Dabei begrüße Slack Microsoft Teams offiziell als neuen Konkurrenten.

Microsoft Teams wird aktuell von circa 75 Millionen Usern täglich genutzt und übertrifft damit Slack bei weitem. Denn im März 2020 verzeichnete das Kommunikations-Tool 12,5 Millionen täglich aktive Nutzende. Aktuellere Zahlen sind nicht bekannt.

Die EU Kommission wird die Beschwerde Slacks nun prüfen und gegebenenfalls ermitteln. Microsoft äußerte sich bisher noch nicht konkret zu den Vorwürfen, die gegen das Tech-Unternehmen eingereicht wurden.

Slack reicht bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Microsoft ein