Reine Fantasie: 5 Mythen über IP-Geolocation-Daten demaskiert

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Unternehmensnews.

IP-Geolocation-Daten werden oftmals falsch eingeschätzt. Was sind also die Fakten und was gehört ins Reich der Fantasie?

© Lena Bell - Unsplash

Angesichts der ständig steigenden Nachfrage nach ununterbrochener Konnektivität ist es nicht weiter verwunderlich, dass mobile Internetnutzung beständig zunimmt. Fast 90 Prozent der deutschen Bevölkerung nutzen das mobile Internet regelmäßig und die Nutzung von Handys liegt noch höher: 86 Prozent der Millennials benutzen täglich ein Smartphone. eMarketer rechnet weiterhin damit, dass Ausgaben für mobile Werbung dieses Jahr 4,38 Milliarden Euro erreichen und fast 70 Prozent aller Kosten für Digitalwerbung ausmachen werden.

Die schnelle Verbreitung des Handys hat Advertisern die Möglichkeit gegeben, Kunden weitläufig über mehrere Schnittstellen zu erreichen. Allerdings gehen mit dem Medium auch einige Herausforderungen einher, wenn sich Verbraucher einklinken, wann und wo immer es ihnen gefällt. Nur durch Identifizierung und Nutzung der nützlichsten Technologien und Daten wird es Marketern gelingen, das volle Potenzial des Handys auszuschöpfen.

Ein Hauptaspekt eines erfolgreichen mobilen Targeting ist der Standort. Marketer müssen den Kontext der Interaktionen eines mobilen Verbrauchers kennen, um ihn genau ansprechen und adressieren zu können, und das wiederum bedeutet, dass Tools wie IP-Geolocation-Daten für einen Erfolg unerlässlich sind.

Trotz ihrer Fähigkeit, kontextrelevante und bedeutungsvolle Nachrichten weiterzugeben, stehen hochwertigen IP-Geolocation-Daten nach wie vor Fehleinschätzungen hinsichtlich ihrer Einschränkungen im Wege. Was sind also die Fakten und was ist Fantasie?

Mythos Nr. 1: GPS ist der einzige praktikable standortbezogene Dienst (location-based service – LBS) für mobiles Targeting.

GPS wird üblicherweise von Advertisern für gezielte Werbeinhalte auf Handys eingesetzt, wobei der Erfolg jedoch weitgehend davon abhängt, ob Verbraucher der Nutzung ihrer Daten zugestimmt haben oder nicht. Viele weigern sich, hauptsächlich aufgrund von Bedenken in Bezug auf Akkulaufzeit und Datenschutz.

IP-Geolocation-Technologie unterliegt keinen solchen Einschränkungen. Da weltweit mit einer Versechsfachung der Gesamtzahl der öffentlichen Hotspots zu rechnen ist (541,6 Millionen bis 2021), stellen immer mehr mobile Internetnutzer Verbindungen über Wi-Fi her. Mit ihrem Zugriff generieren diese Verbraucher lokalisierbare IP-Adressen, die ein präziseres Targeting zum gegebenen Zeitpunkt ermöglicht.

IP-Geolocation bietet eine detaillierte, genaue und datenschutzsensible Targeting-Erfahrung, indem sie ein „Living Network“ von IP-Standortinformationen nutzt, die von mobilen Geräten und Milliarden von standortspezifischen Transaktionen auf dem Gerät abgeleitet werden.

Mythos Nr. 2: IP-basiertes mobiles Targeting ist nicht genau genug.

Wenn Marketer den richtigen IP-Geolocation-Anbieter wählen, erhalten sie detaillierte Informationen über den Standort des mobilen Nutzers, bis hin zur Postleitzahlebene. Auch ein Wi-Fi-Hotspot kann lokalisiert werden. Anhand der Daten ist ein Targeting spezifischer geografischer Regionen oder selbst Stadtteile möglich, ohne die Privatsphäre der Nutzer zu verletzen. Außerdem können IP-Geolocation-Anbieter die Abdeckung und Reichweite der globalen Geolocation-Daten erweitern, indem sie die aus mobilem Wi-Fi-Verkehr gewonnenen Erkenntnisse sammeln und diese mit IP-Infrastrukturanalysen kombinieren. Dies führt zu einem drastischen Anstieg von IP-Adressen, die an einem bestimmten Standort sichtbar sind, wodurch die Granularität des Targeting verbessert wird.

Mythos Nr. 3: IP-Daten ergeben keinen mobilen Kontext.

Die Diversität von Geräten und Konnektivität ist ein Nebenprodukt der Mobiltechnologie und ihre Bindung variiert möglicherweise je nach diesen Faktoren, während Nutzer verschiedene Standorte und Umgebungen passieren. Für Marketer wird es immer wichtiger, die Vielzahl von Geräten zu verstehen, von denen Nutzer auf das Internet zugreifen, um zeitpunktspezifische Werbung, Nachrichten und Aktionen genau abzustimmen. Mobile IP-Standortdaten können auch dazu beitragen, den verwendeten Anbindungstyp zu identifizieren und zu ermitteln, ob der Verbraucher zu Hause, unterwegs oder am Arbeitsplatz über Wi-Fi mit dem Internet verbunden ist und somit jeweils eine andere Handhabung des Verkehrs erfordert. Marketer erhalten so die Möglichkeit, ihren Inhalt je nach Situation des Betrachters anzupassen, um Bindung und Umsetzungsraten zu maximieren.

Die Fähigkeit, Betreiberdaten zu melden, bietet weitere Informationen über den Kontext des Nutzers wie auch genaue Gerätedaten, sodass Advertiser ihre Inhalte auf spezifische Netzwerke zuschneiden und Targeting-Kriterien erfüllen können. Außerdem erhalten sie die Gelegenheit, optimierten Inhalt je nach Verbindungstyp bereitzustellen.

Durch Verwendung von räumlich-textuellen Daten erhalten Marketer tiefere Einblicke in den Kontext von Kunden an ihren gegenwärtigen Standorten und das wiederum ermöglicht relevantere und zeitgerechtere Meldungen.

Mythos Nr. 4: IP-Daten und GPS gehen nicht Hand in Hand.

GPS-Koordinaten allein haben für Unternehmen nur geringen Wert. Inverse Geokodierung (auch „reverse geocoding“ genannt) verwandelt sie jedoch in bedeutungsvollere Geolocation-Informationen, die für Marketing und Business äußerst nützlich sind. Ein Zusammenschluss der Vorteile von IP-Geolocation und inversen, geokodierten Koordinaten bietet Marketern das Potenzial, ihre gesamte mobile Zielgruppe zu erreichen. So können bei fehlenden Koordinaten IP-Standortinformationen ermittelt werden, und wenn die Koordinaten wieder verfügbar sind, können die Informationen automatisch in erweiterte, verständliche und nützliche Geolocation-Daten umgewandelt werden. Neben gezielter Werbung können diese Erkenntnisse auf die Lokalisierung von Inhalten, Verwaltung geografischer Rechte, Betrugsbekämpfung und vieles mehr angewendet werden.

Mythos Nr. 5: Mobiles Targeting über IP-Daten ist nicht granular genug.

Mobile Marketer sind stets auf der Suche nach tieferen Daten, um ihr Targeting weiter zu präzisieren. Mit dem richtigen IP-Geolocation-Anbieter erhalten Marketer Zugang zu jenen tiefgehenden, detaillierten und spezifischen Informationen, die für sie so wichtig sind. Zusammen mit demografischen Daten können Marketer Zielgruppen segmentieren und mit relevanten Meldungen ansprechen, ganz gleich wo sie wohnen, arbeiten, unterwegs sind oder einkaufen. Dieses Maß an Granularität ist von besonderem Wert für Organisationen, die sehr spezifische Zielgruppen an ganz bestimmten Orten ansprechen möchten, zum Beispiel in den Vereinigten Staaten während politischer Kampagnen.

Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für Marketer, um Verbraucher genau ansprechen zu können. Die Erweiterung Ihres Arsenals durch eine genaue IP-Geolocation-Lösung beweist, dass stark granulare, mobile IP-Geolocation-Daten äußerst wichtig sind für ein erfolgreiches Targeting von Verbrauchern mit kontextuell relevanten Inhalten und die Effektivität ihrer Kampagnen sicherstellen werden. Und durch Klärung der Mythen um die Nutzung von IP-Daten können wir sicherstellen, dass dies auch weiterhin geschieht.

Über Kate Owen

Kate Owen ist Vice President Nordeuropa bei Digital Element.

Kate Owen

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