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Angriff auf Twitch? YouTube nimmt PewDiePie unter Vertrag
Screenshot YouTube, © PewDiePie

Angriff auf Twitch? YouTube nimmt PewDiePie unter Vertrag

Nadine von Piechowski | 05.05.20

Felix Kjellberg, besser bekannt als PewDiePie, kehrt zu YouTube zurück. Die Plattform verpflichtete den Schweden exklusiv als Streamer.

Der Gamer PewDiePie wird zukünftig nur noch auf YouTube streamen. Der Schwede, dessen Kanal von über 100 Millionen Usern abonniert wurde, verkündete 2019 überraschenderweise, die Plattform zu verlassen. Schon zum zweiten Mal verpflichtet YouTube den Streamer. Bereits vor drei Jahren stand PewDiePie bei Googles Videoplattform unter Vertrag. Dieser wurde allerdings wegen antisemitischer und rassistischer Äußerungen des YouTubers aufgelöst.

PewDiePie gehört zu den bekanntesten YouTubern der Welt 

Der dreißigjährige Schwede postet bereits seit 2010 Videos von sich, wie er Videogames spielt und diese dabei kommentiert. Mit seinen komödiantischen Reaktionen vor allen Dingen auf Horror-Spiele ist er seitdem bei den Nutzern sehr beliebt und konnte seine Community auf YouTube schnell vergrößern. Im vergangenen Jahr verkündete er dann, dass er der Plattform den Rücken kehren und nur noch Videos für den Konkurrenten DLive produzieren wolle. DLive ist eine Streaming Website, die den Creatorn bessere finanzielle Entlohnung für ihre Videos verspricht.

Nun ist Felix Kjellberg wieder zurück auf YouTube. Dies sehen viele User als einen direkten Angriff der Plattform auf die in Coronazeiten immer beliebter werdende Streaming Website Twitch.

Kritik an PewDiePie: Rassistische Äußerungen und eine geplatzte Spende

Der YouTuber erfreut sich allerdings nicht überall großer Beliebtheit. Nachdem er 2017 eine Reihe von Videos postete, die antisemitische Inhalte und Symboliken aus dem Nationalsozialismus beinhalteten, wurde der Schwede heftig kritisiert. YouTube entfernte ihn aufgrund des Skandals von der eigenen Premium-Version YouTube Red. So konnte der Schwede zwar immer noch Videos hochladen, verdiente daran aber entscheidend weniger. Ebenfalls 2017 äußerte Kjellberg sich rassistisch in einem Live Stream und betonte in einem anderen Video die Überlegenheit der weißen Rasse. Später entschuldigte er sich dafür und kündigte 2019 sogar öffentlich an, 50.000 US-Dollar an eine Organisation zu spenden, die sich gegen Hate Speech und Antisemitismus einsetze. Diese Spende kam jedoch nie zustande, da er später verkündete, das Geld lieber einer Stiftung spenden zu wollen, die ihm wirklich am Herzen liege. PewDiePie sagte selbst in einem Youtube-Video dazu:

I made the mistake of picking a charity I was advised to instead of picking a charity that I’m personally passionate about […]

In einem Statement gegenüber BBC verkündete YouTube, dass PewDiePies damalige Äußerungen nicht mit den Unternehmenswerten übereinstimmten. Sollte der Schwede zukünftig in einen ähnlichen Skandal verwickelt sein, würde YouTube mit ihm genauso umgehen, wie mit allen anderen Streamern und ihn entlassen.

YouTube verpfilchtet PewDiePie als Streamer