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Mobile App Testing: Wie mobil-getriebene Unternehmen ihre Produkte optimieren
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Mobile App Testing: Wie mobil-getriebene Unternehmen ihre Produkte optimieren

Ein Gastbeitrag von Beatrix Schneider, AB Tasty | 23.03.20

Wer mit einer App “Business machen” möchte, muss diese vom Onboarding bis in das letzte Detail optimieren, um auf dem hart umkämpften Markt eine Rolle spielen zu können.

Für viele Unternehmen übernimmt eine mobile App heute schon das Kerngeschäft, für andere ist es bisher nur ein Nebenprojekt oder eine bloße Idee. Egal, auf welcher Etappe dieser Journey ein Unternehmen sich befindet, eines ist klar: Nur, wer in die konstante Optimierung dieses Produktes investiert, kann langfristig Erfolg haben.

Laut aktuellen Studien verbringen wir etwa drei Stunden am Tag mit unseren Smartphones und 90 Prozent dieser Zeit in Apps. Dabei erwarten wir eine absolut intuitive und einfache User Experience. Viele große SaaS- und E-Commerce-Firmen, aber auch Disruptor wie Amazon und Ebay, haben diese Chance erkannt und in Apps – vor allem in deren Experience – investiert. Weitere Zahlen, die man im Kopf haben sollte: User verbringen durchschnittlich 78 Prozent dieser Zeit in ihren Top 3 Apps und satte 65 Prozent der Smartphone-Nutzer laden im Schnitt überhaupt keine Apps im Monat herunter, sondern noch seltener. Die Herausforderung ist also nicht nur auf dem Handy der User zu landen, sondern dann auch ein –  im Idealfall – täglicher Begleiter zu werden. Das erklärt, warum vielmals von der sogenannten “20-80-Regel” gesprochen wird, die lautet: Stecken Sie 20 Prozent Ihrer Developer-Ressourcen in die Entwicklung neuer Features und 80 Prozent in die Optimierung bestehender Features. Dafür ist es wichtig, alle Etappen eines App-Lifecycles zu betrachten, zu testen und zu optimieren.

Aktivierung und Onboarding: Auf die ersten 72 Stunden kommt es an

77 Prozent der User verliert eine App bereits in den 72 Stunden nach dem Download. Die Treue der Nutzer zu gewinnen, ist also eine zeitkritische Angelegenheit. Die größten Chancen hat, wer es schafft, eine starke Onboarding-Erfahrung zu kreieren. Hat der User direkt zu Beginn einen Aha-Moment und erkennt den Mehrwert der App, steigen die Chancen, im Rennen zu bleiben.

Eine Strategie kann hier sein, den User schnell kennenzulernen, um für ihn relevanten Content ausspielen zu können. So macht es beispielsweise Duolingo, eine App zum Erlernen von Sprachen: Der User wird sofort nach seinem Sprachlevel gefragt und merkt somit schnell, dass er sich auf ein personalisiertes Erlebnis freuen kann. Im E-Commerce und der Reisebranche kann es sinnvoll sein, zunächst die Vorteile und aktuellen Deals zu präsentieren, bevor man dem User eine Account-Einrichtung anbietet.

Quelle: Duolingo App

Ein weiterer Ansatz ist die konstante Überprüfung des Onboarding-Prozesses: Gibt es zu viele Screens oder Schritte in der App-Einführung? Ist das Onboarding zu langwierig oder bekommt der User zu viele Informationen auf einem Screen angezeigt? Testen Sie jeden Schritt, um die Experience kontinuierlich zu optimieren.

Loyalität steigern, aber nicht herausfordern

Im Schnitt kommen 80 Prozent des Umsatzes von nur 20 Prozent der Kunden. Wie schafft man es also, diese wenigen loyalen Kunden in ihrer Aktivität zu unterstützen und die noch neuen Kunden langfristig zu binden? Hier empfiehlt sich die Personalisierung. Doch dazu benötigt man zunächst einmal entsprechende Daten des Users: “Account-Einrichtung” lautet das Zauberwort. Zu welchem Zeitpunkt diese funktioniert, wann sie User eher abschreckt oder zu lang und mühsam ist, lässt sich auch hier wieder nur durch Testing herausfinden.

Wer den Einrichtungsvorgang abgebrochen hat, muss erinnert und erneut abgeholt werden, am besten zur richtigen Zeit: entweder über Push-Nachrichten oder bei der Nutzung der App. Dann ist aber wichtig, den User die Handlung, für die er ursprünglich die App aufgerufen hat, erst einmal ausführen zu lassen.

Freemium to Premium – wie gelingt der Übergang?

Was für alle Unternehmen am Ende zählt, sind die Conversions. Das kann der Kauf eines Produktes sein, aber z.B. auch die Bestellung einer Essenslieferung, das Speichern einer Flugverbindung oder das Abgeben einer Bewertung. Wie ein Unternehmen seine Conversions definiert, ist genauso individuell wie die Formen der Monetarisierung einer App. Ein häufig verwendetes Modell ist dazu eine Freemium-Version der App, die Usern bereits einige kostenfreie Features zur Verfügung stellt und ihnen noch mehr Wert mit der Premium-Version verspricht. Hier gilt es, beispielsweise herauszufinden, wie viel dem User schon in der Freemium-Variante angeboten werden sollte, damit dieser ein erstes Interesse an der App entwickeln kann und anschließend bereit ist, Geld für die Freischaltung weiterer Funktionen in die Hand zu nehmen.

Im Durchschnitt liegen App Conversions bei unter zwei Prozent. Für die Steigerung dieser Zahl gibt es bloß eine goldene Regel: Nur wer ein Produkt kontinuierlich und schon in der Entwicklungsphase der Features testet, kann wissen, wie die eigenen User sich verhalten und welche Optimierungsansätze positiv aufgenommen werden. Nur mit diesem Wissen lässt sich eine App erfolgreich gestalten, damit diese Ihnen langfristig zufriedene User generiert, eine starke Performance zeigt und Ihr Unternehmen erfolgreich macht.

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