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Unternehmensnews
Nach Beschwerden: Microsoft stoppt Installation von ungewünschten Web Apps
© Andrew Mantarro - Unsplash

Nach Beschwerden: Microsoft stoppt Installation von ungewünschten Web Apps

Nadine von Piechowski | 20.10.20

Nach einem Update für Windows 10 fanden viele User ungewollte Web Apps auf ihrem Startbildschirm. Microsoft sagt, dass es sich hierbei teilweise um einen Fehler handelte.

Aufregung in der Tech-Branche: Nachdem das News-Portal The Verge berichtete, dass mit der Installation eines Updates des Windows-10-Betriebssystems ebenfalls ungewollte Office Web Apps installiert werden, erntete Microsoft herbe Kritik. Jetzt gab der Tech-Riese an, dass es sich bei diesem Prozess zumindest teilweise um einen Fehler handelte. Daher würde die Implementierung der Web Apps auf den Startbildschirm der User vorerst pausiert werden.

Microsoft erklärte gegenüber The Verge, dass die automatische Installation der Web Apps dazu gedacht sei, den User-Komfort zu steigern. Denn mit diesen hätten die Nutzenden schneller Zugriff auf die Office Services. Diese Erklärung ruft viele Fragen auf. Denn viele der automatisch installierten Office Web Apps sind keinesfalls die erste Wahl der User. The Verge-Redakteur Sean Holister schreibt dazu:

But that doesn’t actually address any of my previous concerns:

– Why was Microsoft using my Start Menu as free advertising for its Office products to begin with, web shortcut or no? […]

– Why does Microsoft believe it has the right to force-restart my PC at all? What was so critical about this update to make that worthwhile?

Obwohl Microsoft reagierte und die Installation der Web Apps stoppte, ist noch nicht klar, ob sich künftig tatsächlich etwas am kritisierten Prozess ändert. Microsoft promotet nach wie vor die eigenen Web Apps auf dem Startbildschirm der User und gibt ihnen einen prominenten Platz – egal ob diese zugestimmt haben oder nicht. Außerdem kann der Microsoft Edge Browser nach dem Update nicht mehr deinstalliert werden und auch zu weiteren Updates können die User künftig noch gezwungen werden. Es bleibt abzuwarten, wie User künftig auf diese Eingriffe in die Nutzung ihres Microsoft-Computers reagieren.