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Grindr auf über 11 Millionen US-Dollar verklagt – die App teilte illegal private Daten mit Advertisern

Grindr auf über 11 Millionen US-Dollar verklagt – die App teilte illegal private Daten mit Advertisern

Nadine von Piechowski | 26.01.21

Die Dating App Grindr soll Informationen zur sexuellen Orientierung, dem Standort und dem verwendeten Gerät weitergegeben haben, ohne die Zustimmung der User vorher eingeholt zu haben.

Grindr – die größte Dating App für Menschen, die homosexuell, bi, trans oder queer sind – wird auf 100 Millionen norwegische Kronen verklagt. Die Summe entspricht ungefähr 11,7 Millionen US-Dollar. Die Norwegische Datenschutzbehörde reichte die Klage ein, da Grindr private User-Informationen ohne deren Einwilligung an Marketer weitergegeben haben soll.

Bereits vergangenes Jahr reichte das Norwegian Consumer Council (NCC) drei Beschwerden gegen Grindr ein, da Daten von Nutzer:innen illegal an Dritte weitergegeben wurden. Die Informationen legten nicht nur die Location der User, sondern auch sehr private Daten wie die sexuelle Orientierung für Advertiser offen. Gegenüber dem Online-Magazin The Verge erklärte Bill Shafton, Grindrs VP für Business und Legal Affairs:

We continually enhance our privacy practices in consideration of evolving privacy laws and regulations, and look forward to entering into a productive dialogue with the Norwegian Data Protection Authority.

Grindr wurde bereits in der Vergangenheit für den laxen Umgang mit der Datensicherheit scharf kritisiert. Die App sorgte schon 2018 für negative Schlagzeilen, denn die Plattform gab den HIV-Status der User illegaler Weise an Dritte weiter.

Grindr hat bis zum 15. Februar 2021 Zeit, sich zu den jetzigen Vorwürfen offiziell zu äußern.

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