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Im Visier: Gesetzesentwurf will Monopolstellung von App Stores zerschlagen
© Pathum Danthanarayana - Unsplash

Im Visier: Gesetzesentwurf will Monopolstellung von App Stores zerschlagen

Aniko Milz | 12.08.21

Google und Apple wurden schon oft beschuldigt, mit ihren App Stores einen freien Wettbewerb zu unterbinden. Nun wurde ein Gesetzesentwurf eingereicht, der das Duopol zerschlagen könnte.

Wer eine App herunterladen möchte, greift dafür auf einen App Store zu. Für Android User ist dies in den meisten Fällen der Google Play Store, für Apple User der App Store. Nun möchten drei US-Senator:innen den Monopolmissbrauch durch die Betreiber:innen der Stores, der ihrer Meinung nach vorliegt, unterbinden. Hierzu stellten die drei den Open App Markets Act vor.

Google und Apple als Herrscher des Marktes

Das Verhalten von Google und Apple beschreibt der Act als „wettbewerbsfeindlich“ und als „Angriff auf den freien und fairen Markt“. Er soll sich auf App-Store-Betreiber:innen auswirken, die mindesten 50 Millionen User in den USA haben. Das bezieht sich derzeit auf Apple, Google und Microsoft. Das Gesetz würde ihnen verbieten, den Zugang zum App Store mit einem bestimmten Abrechnungssystem zu koppeln. Denn so können die Betreiber:inen Gebühren von teilweise 30 Prozent durchsetzen. App-Betreiber:innen sollen außerdem die Berechtigung erhalten, auf andere Stores hinzuweisen, auch das Bestpreisangebot würde illegal werden.

Für einen faireren Wettbewerb und mehr Freiheit bei End-Usern

Endnutzer:innen würden nach Durchsetzung des Gesetzes die Chance bekommen, andere App Stores zu installieren und so Zugriff auf mehr Apps zu bekommen. Außerdem sollen sie vorinstallierte Apps deinstallieren und frei gewählte Apps als Default-Service einzustellen. Auch der Vorteil, den App-Store-Betreiber:innen durch ihren Einblick in User-Daten haben, soll schwinden. So sollen die Betreiber:innen nicht-öffentliche Daten nicht für ihre eigenen Zwecke auswerten können, um zum Beispiel eine populäre App nachzumachen. Zusätzlich wäre es nicht mehr zulässig, eigene Apps in der Suche prominenter zu platzieren.

Zunächst liegt der Open App Markets Act nun beim US-Senat. Es ist zu vermuten, dass Google und Apple sich vehement gegen diesen aussprechen werden. Von Datenschützer:innen- und Developer-Seite erhält der Vorschlag hingegen Zuspruch. Schon im Juni hatte auch die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager dem Apple App Store den Kampf angesagt. Für App Stores solle das Gleiche gelten, wie beispielsweise auch in Supermärkten: Wer mit dem Service oder dem Preis nicht zufrieden sei, sollte die Chance haben, in einem anderen einkaufen zu gehen.

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