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Unternehmensnews
Elon Musk verklagt OpenAI
© Mariia Shalabaieva - Unsplash Duncan.Hull (eigenes Werk) - Wikipedia.de, CC BY-SA 3.0 (Änderungen wurden vorgenommen via Canva)

Elon Musk verklagt OpenAI

Swantje Schemmerling | 04.03.24

OpenAI, bekannt für die Arbeit an KI-Modellen, wurde von Elon Musk verklagt. Musk wirft dem Unternehmen vor, seine ursprünglichen Ziele für Profit aufgegeben zu haben.

Elon Musk, X-Eigner und CEO von Unternehmen wie Tesla und SpaceX, hat eine Klage gegen OpenAI sowie dessen CEO, Sam Altman, eingereicht. Dies berichtete kürzlich die US Website Courthouse News. Musk wirft OpenAI vor, von der ursprünglichen gemeinnützigen Mission abgewichen zu sein, um stattdessen Gewinne zu erzielen. OpenAI wurde 2015 als Non-Profit-Organisation ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Künstliche Intelligenz zum Wohle der Menschheit zu entwickeln. Musk, selbst einer der Mitbegründer von OpenAI, legte den Grundstein für ein Unternehmen, das sich dem Fortschritt der KI ohne profitorientierte Motive verschreiben wollte. Doch in den Augen von Musk hat sich das Blatt gewendet. Die Klage, die kürzlich beim California Superior Court in San Francisco eingereicht wurde, verdeutlicht die Frustration Musks über die Richtung, die OpenAI eingeschlagen hat.

OpenAI sei de facto ein Tochterunternehmen Microsofts

Musk behauptet in seiner Klageschrift, dass sich OpenAI nach der massiven Finanzierung durch Microsoft zu einem gewinnorientierten Unternehmen mit geschlossenem Quellcode gewandelt hat und jetzt de facto ein Tochterunternehmen von Microsoft sei. In der Klage wird argumentiert, dass OpenAI ursprünglich als ein Unternehmen gegründet wurde, das sich der Entwicklung von allgemeiner Künstlicher Intelligenz (AGI) widmet, mit dem Ziel, Technologien zu schaffen, die der Menschheit zugutekommen.

Musk, der bis 2018 im Vorstand von OpenAI saß, behauptet, dass die derzeitige Ausrichtung des Unternehmens einen Bruch mit diesen Grundsätzen darstellt. Er hebt hervor, dass OpenAI, Inc. zwar offiziell weiterhin als gemeinnützige Organisation geführt wird, die 2019 gegründete profitorientierte Tochtergesellschaft OpenAI, LLC jedoch einen klaren Schritt in Richtung Kommerzialisierung darstellt. Musk hat laut der Klageschrift zwischen 2016 und 2020 über 44 Millionen US-Dollar an die gemeinnützige Organisation OpenAI gespendet. Trotz eines Angebots, sich an der gewinnorientierten Sparte von OpenAI zu beteiligen, lehnte Musk ab, angeblich aus ethischen Gründen.

Elon Musk selbst gründete Mitte 2023 xAI, ein Startup mit dem Ziel, KI-Technologie zu entwickeln, die „nach der Wahrheit sucht“ und dabei ethischen Prinzipien folgt. Im Gegensatz zu OpenAI, so Musk, konzentriert sich xAI auf die Schaffung von KI, die der Menschheit dient, anstatt Profit zu maximieren. Die aktuelle Klage zeigt die Differenzen zwischen kommerziellen Interessen und dem ursprünglichen Ideal, KI zum Wohle aller zu entwickeln, auf. Wie sich die rechtliche Auseinandersetzung entwickeln wird, bleibt abzuwarten. OpenAI hat sich noch nicht öffentlich zur Klage geäußert.


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© julien Tromeur – Unsplash

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