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Beschwerde eingereicht: WhatsApp wegen umstrittener Datenschutzrichtline in der Kritik

Beschwerde eingereicht: WhatsApp wegen umstrittener Datenschutzrichtline in der Kritik

Nadine von Piechowski | 13.07.21

Der Messenger-Dienst würde die User enorm unter Druck setzten, die neuen Datenschutzbestimmungen anzunehmen. Auch seien die neuen Regelungen zu undurchsichtig.

Die Verbaucher:innenschutzorganisation Beuc reichte in Brüssel eine Beschwerde gegen WhatsApp ein. Die Facebook-Tochter würde sich unlauterer Praktiken bedienen, um die Nutzer:innen zur Zustimmung zu den neuen Datenschutzrichtlinien zu drängen. Auf der Website von Beuc heißt es:

The complaint is first due to the persistent, recurrent and intrusive notifications pushing users to accept WhatsApp’s policy updates. The content of these notifications, their nature, timing and recurrence put an undue pressure on users and impair their freedom of choice. As such, they are a breach of the EU Directive on Unfair Commercial Practices.

Zusätzlich seien die neuen Regelungen laut der Organisation intransparent formuliert, sodass die User gar nicht genau wüssten, welchen Bestimmungen sie da eigentlich zustimmen. Monique Goyens, Direktorin bei Beuc, sagt: 

[WhatsApp has] been telling users that their access to their app will be cut off if they do not accept the new terms. Yet consumers don’t know what they’re actually accepting. WhatsApp has been deliberately vague about this and consumers would be exposed to far reaching data processing without valid consent. That’s why we’re calling on the authorities to take swift action against WhatsApp to ensure that it respects consumer rights.

Eine Umfrage des VPN-Dienstes ExpressVPN ergab, dass etwa ein Drittel der WhatsApp-Nutzer:innen in Deutschland, die App seit der Ankündigung der neuen Nutzungsbedingungen deutlich weniger oder gar nicht mehr nutzen. Überraschenderweise hat ein Viertel der Befragten angefangen, den Facebook Messenger mehr zu nutzen, seit die Kritik öffentlich wurde. Andere wechselten zu Telegram (18 Prozent), Signal (13 Prozent) oder iMessage (11 Prozent).

Welche Konsequenzen die Beschwerdeschrift für den Messenger-Dienst haben wird, ist noch unklar. WhatsApp selbst äußerte sich zu der Beschwerde bis dato noch nicht.


Dieser Artikel wurde am 13. Juli 2021 um 12:27 Uhr aktualisiert.

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