So war’s: Das BERLIN EMAIL SUMMIT 2016

Am 15. April trafen sich Markteilnehmer aus E-Mail- und Online-Marketing sowie CRM auf dem BERLIN EMAIL SUMMIT – insgesamt bereits zum fünften Mal. Unter dem Motto „Connect Channels. Create Conversion.“ präsentierten Experten spannende Use Cases und Best Practices.

© optivo GmbH / Nils Krüger

Hinweis: Dies ist eine Veröffentlichung einer unveränderten Pressemitteilung

Das Summit zeichnete sich durch einen bunten Mix an Speakern aus den Bereichen E-Commerce, Travel, Fashion, Sport, Automobil und B2B aus. Hierbei präsentierten sowohl Start-ups als auch größere Unternehmen. Mit rund 400 Besuchern ist das BERLIN EMAIL SUMMIT eines der größten Events dieser Art im deutschsprachigen Markt.

Das BERLIN EMAIL SUMMIT stand ganz im Zeichen von Fachvorträgen zu E-Mail-Marketing & Co. Moderiert wurde das Summit von dem MDR-Moderator Matze Brandt. Auf das Welcoming durch den optivo Geschäftsführer Dr. Rainer Brosch folgte eine Reihe spannender Präsentationen und Case Studies:

Urlaubspiraten

Im Auftaktvortrag zeigte Daniel Palm, Head of CRM bei den Urlaubspiraten, wie der Travel-Blog seine Kontakte intelligent und effektiv über mehrere Kanäle hinweg anspricht. Mit über drei Millionen App-Downloads sind Push-Notifications neben der E-Mail ein wesentlicher Bestandteil des Kundendialogs, um schnell und unmittelbar über Preis-Alerts zu informieren. Dass Mobile absolut im Trend liegt, zeigt ein Blick auf die Öffnungsraten: So liegt die Öffnungsrate der verschickten WhatsApp-Nachrichten bei fast 100 %. Während der mobile Kanal jedoch eher Breaking-News-Charakter hat, werden Abonnenten im E-Mail-Kanal individualisiert mit relevanten Angeboten und Inspiration angesprochen, wobei die E-Mail in puncto Personalisierbarkeit unschlagbar ist. Die Kernbotschaft des Urlaubspiraten: Nutzer müssen an verschiedenen Touchpoints zielgruppenspezifisch abgeholt werden, wobei der Content den richtigen Kanal bestimmt.

Gewinner-Urlaubspiraten---BERLIN-EMAIL-SUMMIT-2016

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Continental

Anschließend veranschaulichte Sandra Bretthauer, Leiterin Marketing Autohaus und Markenmanagement bei Continental, in ihrem Vortrag, wie der börsennotierte Automobilzulieferer erfolgreich auf Gamification im E-Mail-Kanal setzt. Damit konnte das Unternehmen erfolgreich inaktive Newsletter-Abonnenten „reanimieren“. Die Abonnenten konnten in einem Quiz ihr Wissen rund um die Themen Fußball und Reifen testen. Hierbei erzielte das Unternehmen überdurchschnittlich hohe Öffnungs- und Klickraten – alle Empfänger die Quizmailings öffneten, haben anschließend auch geklickt! Und auch mit dem Gesamtergebnis war Continental mehr als zufrieden: So konnten rund 15 % deutlich mehr Abonnenten als erwartet reaktiviert werden. Die Take-Aways: im Posteingang auffallen, durch Gamification individuell punkten sowie eine direkte Anschluss-Kommunikation per Landing Page ermöglichen.

DefShop

DefShop gehört zu den führenden Online-Shops für Streetwear- und Hip Hop-Kleidung in Europa. Das dynamische Familienunternehmen setzt im E-Mail-Kanal sehr erfolgreich auf Personalisierung und triggerbasierte Kampagnen, wobei die Maßnahmen regelmäßig getestet und optimiert werden (Navigation, Betreffzeilen usw.). Thilo Schinke, Head of Online Marketing & Onsite, zeigte wie das Unternehmen den Kundenlebenszyklus per E-Mail hochgradig individualisiert und managt. So erhalten Kunden z. B. automatisierte Geburtstagsmails in zwei Stufen. Es gibt auch ein eigenes E-Mail-Marketing-Programm für Premiumkunden ab einem bestimmten jährlichen Warenkorbwert. Zugleich experimentiert DefShop seit kurzem sehr erfolgreich mit Warenkorbabbrechermails. Hierbei zeichnet sich für DefShop bereits ab, dass sich noch höhere Konversionsraten als bei den Triggermails erzielen lassen. Auch der Abkauf mit dieser Warenkorbabbrechermails lässt sich sehr vielversprechend an.

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optivo

Der optivo Emailmarketing Evangelist René Kulka eröffnete seine Präsentation mit einer Verortung: In Deutschland nutzen 81 % aller Nutzer die E-Mail. Im Vergleich dazu liegen soziale Netzwerke bei 57 %. Er bezeichnete die E-Mail als „Klammer“ für erfolgreichen E-Commerce sowie für vergleichbare Geschäftsmodelle. Professionelles E-Mail-Marketing zeichnet sich durch Rentabilität, Datenfülle, Messbarkeit, Personalisierung und Cross-Channel-Fähigkeit („Omnichannel“) aus. Auch ging René auf die „Dauer-Trends“ Zustellbarkeit und rechtkonformes E-Mail-Marketing ein. „Hyper-Personalisierung“ identifizierte er dagegen als den aktuellen Top-Trend. Hierbei wird beispielsweise Content in Echtzeit bis zur E-Mail-Öffnung individualisiert. Kontextvariablen können Zeitpunkt, Ort, Endgerät oder bestimmte Nutzeraktionen sein. Voraussetzung für diese Art des E-Mail-Marketings sind agile Templates und künstliche Intelligenz.

Bosch Thermotechnik

Nach der Mittagspause zeigte die Online Marketing Managerin Franziska Lang von Bosch Thermotechnik wie global operierende Unternehmen ihr E-Mail-Marketing betreiben. Bosch Thermotechnik vereint als Dachmarke mehr als ein halbes Dutzend Marken in 25 Märkten auf mehreren Kontinenten. Um das E-Mail-Marketing über Landesgrenzen hinweg effizient zu organisieren, setzt der Konzern auf die zentrale Erstellung von Templates, die in den Märkten individuell adaptiert werden. Bosch Thermotechnik kombiniert hierbei die zentralen Betreuung und die Bereitstellung marken- und kampagnenspezifischer Inhaltsvorlagen mit lokalen Anpassungen und Sprachadaptionen. Auf Basis dieses Frameworks werden Newsletter und Kampagnenmails lokal erstellt und versendet. Kurzum: Bosch Thermotechnik agiert gemäß dem Grundsatz „Think global act local“.

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Freeletics

Die Fitness-App Freeletics zählt mit neun Millionen registrierten Nutzern zu den weltweit größten und am schnellsten wachsenden Fitness-Apps. Nutzer können sich mit Freeletics maßgeschneiderte Trainingspläne und Workouts zusammenstellen lassen. Zentraler Anlaufpunkt ist die App auf dem Smartphone oder Tablet der Nutzer, wobei der E-Mail eine wesentliche Rolle zur regelmäßigen App-Nutzung zukommt. Steffi Rinderle, Senior CRM Managerin bei Freeletics, nannte Content + Kontext als die Freeletics-Erfolgsformel. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Onboarding in den ersten 30 Tagen nach der Anmeldung. Hierbei geht es darum, die Neuanmelder per E-Mail zu entwickeln bzw. zumindest „bei der Stange“ zu halten (die Absprungrate ist in dieser delikaten ersten Lifecycle-Phase sonst besonders hoch). Die Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, das Interesse zu verstärken und Know-how aufzubauen, um die erneute App-Nutzung anzustoßen. Freeletics kommuniziert emotional, bietet Incentives und Alternativen und hebt Neuerungen hervor. Interessanterweise fallen in der Fitness-Branche Onboarding und Reaktivierung zusammen.

HK2

Der Rechtsanwalt Karsten U. Bartels von HK2 Rechtsanwälte präsentierte die rechtlichen Anforderungen an Cross-Channel-Marketing und Marketing Automation. Neben rechtlichen Aspekten im E-Mail-Kanal ging er auf die Permission von Push-Notifications sowie fürs Tracking ein. Zudem diskutierte Karsten U. Bartels das aktuelle BGH-Urteil zur Nutzung von Autoreply-Werbung. Auch diskutierte er das Outsourcing von E-Mail-Marketing an externe Dienstleister. Auch erläuterte er auf die Themen ADV-Vereinbarungen sowie die Diskussion zum EU-US Privacy Shield (vormals Safe Harbor) ein.

Mornin‘ Glory

Rasierklingen per Post statt aus dem Supermarkt – das ist die Idee hier dem 2012 gegründeten Berliner Startup Mornin‘ Glory. Dass klassische Werbung dabei nicht zwingend notwendig ist, um einen Kundenstamm in kurzer Zeit aufzubauen, zeigten der CMO Firat Palavar und der Inbound Marketing Manager Oliver Schröder in ihrem Case. Das Start-up setzt vor allem auf Facebook und Display Ads/Retargeting sowie E-Mail-Marketing. Um Neukunden in Abonnenten zu verwandeln, setzt das Marketing-Team auf ein automatisiertes Upselling im E-Mail-Kanal. Hierbei durchlaufen die Kunden innerhalb von rund 60 Tagen vier unterschiedliche Phasen. Mornin‘ Glory profitiert von einem hohen Automatisierungsgrad – und kann dank der eingesetzten Marketing Automation besonders kostensparend agieren. Beeindruckend: 21 % aller Abonnementkäufe werden per Automail generiert.

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Email Xcellence Award

Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildete die Verleihung des Email Xcellence Award. In drei Kategorien wurden erstmalig die besten Kampagnen ausgezeichnet.  Die Bewertung der Nominierten in den Kategorien „E-Mail-Marketing-Performance“ und „Cross-Channel-Kampagne“ wurde durch die hochkarätig besetze Fachjury vorgenommen. Der Kochtöpfe-Hersteller AMC überzeugte die Jury in der Kategorie E-Mail-Marketing Performance. Die Urlaubspiraten zeigten in Ihrer Bewerbung, wie mehrere Kanäle erfolgreich im Cross-Channel genutzt werden und gewannen den Xcellence Award in der Kategorie Cross-Channel-Kampagne. In der Kategorie Newsletter-Design lieferten sich die fünf Nominierten im Online-Voting ein knappes Rennen aus dem schlussendlich Tchibo als Gewinner hervorging.

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Gewinner der Kategorie Newsletter-Design: Tchibo. © optivo GmbH / Nils Krüger

Nach der Vorauswahl durch unser Consulting-Team bewertete eine unabhängige Fachjury die nominierten Einreichungen: Susanne Gillner (Internet World Business), Marc Stahlmann (OnlineMarketing.de), Tolgay Azman (Business Punk), Nico Zorn (EmailMarketingBlog) und René Kulka (optivo). In der Kategorie Newsletter-Design haben wir auf den „Wisdom of the crowd“ vertraut und zum Online-Voting eingeladen. Dass sich daran rund 2.000 Unique Voter beteiligt haben, hat die Erwartungen von optivo deutlich übertroffen.

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