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Technologie
Konkurrenz für Google? Das Redesign für Apple Maps ist da
© Apple

Konkurrenz für Google? Das Redesign für Apple Maps ist da

Nadine von Piechowski | 03.02.20

Mehr Details und zwei neue Features: Apple rüstet den eigenen Kartendienst auf. Welche Vorteile bringt das Redesign für Apple User?

Apples Kartendienst hat endlich ein neues Design: Deutlich mehr Details, mehr Datenschutz und zwei neue Features. Apple macht damit einen weiteren Schritt in Richtung Konkurrenz für Google. Denn obwohl Apple Maps auf iOS bereits vorinstalliert ist, nutzt ein Großteil der Kunden lieber Google Maps. Das Redesign steht zunächst nur Usern in den USA zur Verfügung, soll aber in den kommenden Monaten auch in Europa ausgerollt werden.

Apple Maps vor und nach dem Redesign © Apple

Zwei neue Feature: „Collections“ und „Look Around“

Apple Maps ist ab sofort viel detailreicher. Das heißt, Straßen, Parks, Gebäude, Flughäfen und Einkaufszentren sind jetzt deutlich besser zu erkennen. Der Kartendienst von Apple bietet den Usern aber noch einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Google-Dienst: Mehr Datenschutz. Apple Maps ist nicht mit der Apple-ID verknüpft und fordert auch keine Log-In-Daten. Das heißt, dass Suchanfragen augenscheinlich anonym bleiben. Zusätzlich machen zwei neue Features den Gebrauch von Apple Maps für den Nutzer attraktiver. „Collections“ heißt die erste Erweiterung und bietet Usern die Möglichkeit, Listen mit gespeicherten Orten anzulegen und zu teilen. Das zweite Feature heißt „Look Around“ und erinnert stark an Google Street View. Nutzer können aus der Ich-Perspektive Orte erkunden. Allerdings ist diese Erweiterung bisher nur in New York, der Bay Area um San Francisco, Los Angeles, Las Vegas, Huston und Oahu anwendbar.

Neues Feature bei Apple Maps: „Look Around“ © Apple

Neu: Bei Apple Maps Listen mit Lieblingsorten anlegen

Außerdem können User in Amerika nun auch Listen anlegen, in denen sie ihre Lieblingsorte speichern. Zuhause, das Lieblingsrestaurant oder das eigene Fitnessstudio: Die Navigation dorthin wird durch die Listen deutlich einfacher. Außerdem bietet Apple Maps nun auch mehr Echtzeitdaten zu öffentlichen Verkehrsmitteln wie Busse und Züge. Eine weitere Erneuerung ist gerade für die Reise praktisch. Denn im „Flight Status“ durchsucht Siri die Kalender-, Mail- oder Wallet-Apps. Sollten Daten zu Flügen gefunden werden, schickt Apple Maps proaktiv hilfreiche Infos zu der Reise an den User, beispielsweise ob sich der Abflug verspätet. Diese Erweiterungen des Kartendienstes könnten dazu führen, dass Apple Maps eine ernstzunehmende Konkurrenz für Google wird. Auch der Smartphone-Hersteller Huawei gereift mittlerweile auf TomTom als Navigationssystem zurück. Wann Apple User in Deutschland mit dem neuen Karten-Features rechnen können, ist noch unklar.

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