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Technologie
Google Drive: Google begrenzt Speicherplatz und kann sogar Dateien löschen
© Jon Tyson - Unsplash

Google Drive: Google begrenzt Speicherplatz und kann sogar Dateien löschen

Aniko Milz | 12.11.20

Google Drive ändert seine Richtlinien. Damit kommen einige Veränderungen auf User zu. So können nur noch begrenzt Fotos gespeichert werden und Content von inaktiven Accounts wird gelöscht.

Google Drive ist ein beliebter Speicher für Dateien aller Art – seien es Urlaubsfotos oder Sheets für die Arbeit. Doch User des Services sollten nun hinterfragen, ob sie ihre Dateien nicht doch woanders speichern möchten. Denn Google Drive ändert seine Richtlinien und dabei kommen die User nicht gut weg. Nachdem Google Photos jahrelang grenzenlosen Speicher für High-Quality-Fotos geboten hat, lässt Google sich diesen Service ab kommendem Jahr etwas kosten. Außerdem behält das Unternehmen sich vor, Dateien von inaktiven Accounts zu löschen.

Google Photos: Bei 15 Gigabyte Speicher ist Schluss

Ab dem ersten Juni 2021 werden User von Google Drive nur noch 15 Gigabyte Speicher für ihre Fotos zur Verfügung stehen. Das gleiche gilt für Google Docs und Spreadsheets. Die gute Nachricht: Alles, was davor hochgeladen wurde, wird nicht mit in die Zählung aufgenommen. User haben zunächst also genügend Zeit, um sich zu entscheiden, ob sie die Cloud-Speicher-Lösung weiterhin nutzen möchten.

In Zukunft möchte Google User, die diese Grenze erreichen, rechtzeitig darauf aufmerksam machen. Jedoch gibt das Unternehmen an, dass damit gerechnet wird, dass 80 Prozent der User mindestens die kommenden drei Jahre benötigen, um zu den 15 GB zu kommen. Mit neuen Storage Management Tools möchte Google außerdem dabei unterstützen, ungewünschte Fotos zu identifizieren und zu löschen. Dazu gehören zum Beispiel Screenshots oder unscharfe Bilder.

Google selbst gibt an, dass diese Änderungen vorgenommen werden, um weiterhin nachhaltig operieren zu können.

Today, more than 4 trillion photos are stored in Google Photos, and every week 28 billion new photos and videos are uploaded. Since so many of you rely on Google Photos to store your memories, it’s important that it’s not just a great product, but also continues to meet your needs over the long haul. In order to welcome even more of your memories and build Google Photos for the future, we are changing our unlimited High quality storage policy

heißt es im Blogpost. Andererseits könnte die Änderung auch dafür sorgen, dass einige User sich für Google One anmelden. Die Gebühren für den Service starten bei 1,99 US-Dollar pro Monat (100 GB) und gehen bis zu 149,99 US-Dollar im Monat (30 Terabyte).

Wer inaktiv ist, könnte seine Dateien verlieren

Es scheint als würde Google wollen, dass seine User einen Frühlingsputz unter ihren Dateien veranstalten. Ebenso möchte das Unternehmen es in Zukunft mit inaktiven Accounts halten. Wer zwei Jahre lang nicht auf seine Dateien zugreift, riskiert, dass diese gelöscht werden. Im Blogpost heißt es dazu:

If you’re inactive in one or more of these services for two years (24 months), Google may delete the content in the product(s) in which you’re inactive. […] Similarly, if you’re over your storage limit for two years, Google may delete your content across Gmail, Drive and Photos.

Doch auch hier wird Google rechtzeitig darauf aufmerksam machen:

We will notify you multiple times before we attempt to remove any content so you have ample opportunities to take action. The simplest way to keep your account active is to periodically visit Gmail, Drive or Photos on the web or mobile, while signed in and connected to the internet.

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