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Technologie
Diese Podcast Trends werden dieses Jahr den Markt verändern

Diese Podcast Trends werden dieses Jahr den Markt verändern

Ein Gastbeitrag von Nicolaus Berlin | 06.07.20

Podcasts und Audio-Angebote finden in Deutschland immer mehr User. Diese fünf Trends haben 2020 das Potential, den Podcast-Markt zu verändern.

Podcast und Audio werden immer beliebter. Laut einer Studie des Bitkom von 2019 gab in einer repräsentativen Umfrage jeder vierte Befragte an (26 Prozent), diese Formate zu hören. Noch im Jahr davor waren es 22 Prozent. Und auch eine andere Studie sieht Zuwachs: Dem Online Audio Monitor zufolge nutzten 2019 fast zwei Drittel der User in Deutschland Online-Audio-Angebote. Das sind drei Millionen mehr Nutzer als noch im Vorjahr. Audio wird also immer beliebter: Folgende Trends können in 2020 den Podcast-Markt nachhaltig und dynamisch verändern.

Trend 1: Immer mehr Plattformen, die die Angebote im Netz bündeln, werden antreten

Angesichts der Fülle der Angebote im Netz wird der bewusste Konsum von Inhalten mit Mehrwert wie zum Beispiel Podcasts – die Bandbreite reicht von Unterhaltungs- oder Informations-Podcasts bis hin zu Karrieretipps – in diesem Jahr weiter an Fahrt gewinnen. Nachdem das Spielfeld der Podcast-Plattformen lange einem großen Player überlassen wurde, haben sich in diesem und im vergangenen Jahr neue Anbieter in Position gebracht, um Marktanteile zu gewinnen.

Aktuell liegt auf Seiten der Hörer das größte Problem im Bereich der „Discovery“: Neue Podcasts zu finden und zu entdecken ist oftmals zeitaufwändig und unübersichtlich. User werden daher vermehrt auf die Angebote der Plattformen zugreifen, um in der Fülle der vielen Podcast-Angebote das für sie relevante zu finden.

Trend 2: Content-Produktion wird sich weiter professionalisieren

Hochwertige Inhalte mit Mehrwert werden immer wichtiger – und die Nachfrage steigt. Laut einer Studie von YouGov zur Podcastnutzung (2019) wollen sich 35 Prozent der Befragten unterhalten lassen. Bei 34 Prozent steht die Information im Focus. 32 Prozent legen Wert auf Weiterbildung und Personal Growth. Hier werden sich die Podcaster weiter professionalisieren. In diesem Jahr werden zudem weitere Produzenten, neben denen, die jetzt neu dazugekommen sind, auf den Markt kommen. Die Bandbreite reicht von Podcast-Plattformen bis hin zu TV- und Radiosendern sowie Medienhäusern.

Auf der Suche nach dem nächsten Top Hit wird eine Fülle an neuen Podcasts auf den Markt kommen. Celebrity und Influencer Podcasts oder hochwertig produzierte Storytelling-Formate werden aufgrund der Popularität sicherlich ein Fokus sein. Es wird ein Wachstum an Newcomern zu erwarten sein, die neue, spannende Inhalte auf den Weg bringen werden.

Trend 3: Die Monetarisierung von Podcasts wird in den Fokus rücken

Aktuell ist es noch schwer, als Podcaster den eigenen Content zu monetarisieren. Einige können sich durch Werbung finanzieren, andere sammeln Spenden ein. Eine dritte Gruppe stellt Inhalte kostenlos zur Verfügung. Neben Abo-Modellen wird sich auch die Werbung weiter professionalisieren. Der weltweite Werbemarkt für Podcasts nähert sich der Marke von einer Milliarde US-Dollar.

Der Druck, sich zu professionalisieren, wird stärker werden. Das wird sich in unterschiedlichen Formen niederschlagen: Angefangen von einheitlichen Mess- und Reporting-Standards, bis hin zu verbesserten Ad-Serving-Technologien und verstärkt auch programmatischer Werbung.

Trend 4: Verlage und Medienunternehmen werden in Podcast-Content investieren

Die Vorgaben der DSGVO (Stichwort Cookies) sowie die Zunahme der Banner Blindness im Bereich der Online-Werbung stellen Verlage und Medienunternehmen vor die Herausforderung, mit den eigenen Portalen Einnahmen zu erzielen. Hier wird es darum gehen, den vorhandenen Content durch innovative Formate noch mehr zu monetarisieren.

Es wird zu Kooperationen mit Plattformen kommen und gleichzeitig werden mehr Investitionen im Bereich multimediale Verwertung der Inhalte zu verzeichnen sein. Zugleich werden Verlage und Medienunternehmen aktiv werden: Laut BDZV/SCHICKLER-Trendumfrage 2020, dem Trendbarometer der Zeitungsbranche, soll einer der drei identifizierten Toptrends der Fokus auf Podcasts sein. Schon jetzt produzieren über 60 Prozent aller Verlage regelmäßig Podcasts. Interessant ist hier: Diese Produktion steht eindeutig auch im Fokus für die Erschließung neuer Zielgruppen. 80 Prozent der Befragten sehen dies als relevant an.

DuMont hat jüngst einen Podcast gestartet, Screenshot dumont-buchverlag.de

Trend 5: Neue Wege zur Entdeckung von Podcasts werden entstehen

Wer heute in die Apple Podcast Charts schaut, findet in der Top-200-Liste knapp ein Dutzend Podcasts von unabhängigen Indie Podcastern. Der Rest kommt von Radiosendern, Verlagen und professionellen Produktionsfirmen. Für die Indie Podcastcommunity, die die Szene einst geprägt hat, wird es zunehmend schwieriger, mit ihren einzigartigen Inhalten Gehör zu finden. Podcaster, Hörerund Plattformen werden neue Wege finden müssen, um den Content dieser Pioniere zu entdecken und hervorzuheben.

Kommentare aus der Community

Luisa Giebel am 07.07.2020 um 15:07 Uhr

Bei dem Punkt der Monetarisierungen muss ich voll und ganz zustimmen. Ich denke auch das dies der nächste Trend wird, nachdem Podcasts in letzter Zeit eine immer größere Reichweite generieren!

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