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Social Media Marketing
Missbräuchlicher Content auf Pinterest wird nicht gelöscht
© Charles Deluvio - Unsplash

Missbräuchlicher Content auf Pinterest wird nicht gelöscht

Aniko Milz | 13.07.20

Nach Facebook und Co.: Nun steht auch Pinterest unter Kritik für Inhalte auf der Plattform. Eine Untersuchung entdeckte dort sexuelle Fotos von vermeintlich Minderjährigen und rassistische oder gesundheitsgefährdende Inhalte.

Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram zeigen immer wieder, dass die Moderation von Inhalten eine große Herausforderung ist und bleibt. Auch die Plattform Pinterest, die mit ihrer Moderationsstrategie bisher gut fuhr, sitzt nun auf dem Anklagestuhl. Eine Untersuchung hat ergeben, dass es einige Schlupflöcher gibt, um Pinterests Content-Einschränkungen zu umgehen. So ließ sich auf der Plattform missbräuchlicher, schlicht falscher oder auch rassistischer Content finden.

Statt zu löschen: Pinterest versteckt Content

Statt Content zu löschen, der nicht auf die Plattform gehört, wird dieser von Pinterest versteckt. Dabei arbeitet die Plattform mit Experten zusammen, um Keywords und URLs zu identifizieren, die zu Content führen, der gegen die Richtlinien der Plattform verstößt. Hierbei verlässt Pinterest sich auch auf Meldungen der Community:

If people find content that shouldn’t be on Pinterest, we encourage them to report it to us. We rely on the reports from users to evolve our standards as well as using proactive tools to find and remove content. Additionally, we seek advice from outside experts on how we might improve our policies and enforcement,

so ein Sprecher von Pinterest gegenüber OneZero, die die Untersuchung durchführten. Während diese Filter in der Suche auf der eigenen Seite recht gut funktionieren, ist es erstaunlich einfach, den versteckten Content über andere Wege wie zum Beispiel die Googlesuche zu finden. Dass nur eingeloggte User auf Pinterest etwas suchen können, bedeutet Facebook und Co. gegenüber einen kleinen Vorteil. Doch auch hier gibt es ein Schlupfloch. Wenn ein nicht-eingeloggter User auf einen bestehenden Account geht, um diesen anzugucken, erscheint auch dort eine Suchleiste, über die Content gefunden werden kann. Und dieser scheint meist ungefiltert zu sein, obwohl Pinterest angibt, dass die Filter auch bei nicht-eingeloggten Suchen funktionieren sollten.

Unerwünschte Inhalte: Die Verantwortung verschwindet nicht

Pinterest versteht sich selbst nicht unbedingt als soziales Netzwerk, sondern eher als personalisierten Katalog. Dies scheint ein guter Weg, um etwas Verantwortung abzugeben. Doch gerade im Hinblick auf die Coronakrise und die anstehenden US-Wahlen müssen funktionierende Mechanismen gefunden werden, um kursierenden Verschwörungstheorien sowie rassistischem und irreführendem Content keine größere Plattform zu bieten. In einem Statement OneZero gegenüber gab Pinterest jedoch an, sich ohnehin nicht als passender Ort für Politisches zu verstehen und bei der Blockiermethode zu bleiben.


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