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Social Media Marketing
Gegen Deepfakes: Twitter löscht zukünftig manipulierte Videos
© Sara Kurfeß - Unsplash

Gegen Deepfakes: Twitter löscht zukünftig manipulierte Videos

Nadine von Piechowski | 05.02.20

Twitter verkündete, zukünftig stärker gegen Deepfakes vorgehen zu wollen. Manipulierte Videos sollen demnach erst markiert und unter bestimmten Umständen sogar gelöscht werden.

Der Kurznachrichtendienst Twitter will zukünftig Deepfakes auf der Plattform eindämmen. Gefälschte Videos, die so manipuliert wurden, dass der Betrachtende getäuscht wird, sollen gekennzeichnet und nach eingängiger Prüfung sogar gelöscht werden. In einem Blogpost von Twitter heißt es dazu:

We may label Tweets that include media (videos, audio, and images) that have been deceptively altered or fabricated. In addition, you may not share deceptively altered media on Twitter in ways that mislead or deceive people about the media’s authenticity where threats to physical safety or other serious harm may result.

In der Vergangenheit wurden vor allen Dingen Politiker mit Deepfake-Videos diskreditiert.

Twitters Kriterien für Deepfake-Videos

Der Kurznachrichtendienst veröffentlichte auch die Kriterien, nach denen entschieden wird, ob es sich bei einem Video um einen Deepfake handelt. So wird ein Video höchstwahrscheinlich entfernt, wenn es signifikant verändert wurde, auf eine täuschende Art geteilt wurde und möglicherweise gefährdend für die öffentliche Sicherheit oder die körperliche Unversehrtheit einer Person ist.

Die Twitter-Kriterien für Deepfake-Videos © Twitter

Grundsätzlich dürfen bearbeitete Videos aber auf der Plattform bleiben. Twitter dazu:

We will not take action to label or remove media that have been edited in ways that do not fundamentally alter their meaning, such as retouched photos or color-corrected videos. 

Der Kurznachrichtendienst erklärte die Maßnahmen damit, dass User auf Twitter in der Lage sein sollten, echten und gefälschten Content voneinander zu unterscheiden. Gerade im Hinblick auf die bevorstehenden US-Wahlen erwarteten viele Social-Media-Plattformen einen Anstieg von Deepfakes und Desinformationen. Facebook hat deswegen bereits im Januar angekündigt, stärker gegen manipulierte Videos vorgehen zu wollen. Die Maßnahmen auf Twitter werden ab dem 5. März umgesetzt.

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