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Social Media Marketing
Eine Million Tweets analysiert – Was Kurznachrichten wirklich erfolgreich macht

Eine Million Tweets analysiert – Was Kurznachrichten wirklich erfolgreich macht

Atilla Wohllebe | 09.10.15

Ein kreativer Rahmen mit 140 Zeichen Platz - doch welche Tweets sind wirklich erfolgreich? 6 Learnings aus einer Untersuchung von 1 Million Kurznachrichten.

Buffer untersucht eine Million Tweets auf Engagement Raten

Gerade einmal 140 Zeichen Platz bietet Twitter und dennoch – oder gerade deshalb – gehört das soziale Netzwerk zu den führenden Plattformen weltweit. Was als Microblogging Dienst begann, ist heute auch für viele Unternehmen relevant geworden: Kunden nutzen Twitter nicht nur zur Information, sondern auch als Service-Kanal. Werbetreibende wiederum nutzen Twitter vor allem zur Kundenansprache und wollen so ihre Markenbekanntheit steigern, Leads generieren oder Umsätze erzielen.

Doch was macht den zentralen Inhalt von Twitter, die zahlreichen Tweets eigentlich erfolgreich? Wie muss ein Tweet aufgebaut sein, damit er ein möglichst hohes Engagement – und daraus abgeleitet auch einen anzunehmenden, positiven Effekt für den Werbetreibenden – erzielt? In einem aktuellen Blogpost widmen sich die Kollegen von Buffer dieser Frage und haben dazu eine Million Tweets untersucht.

Sechs Key Takeaways, wie Tweets zum Fliegen kommen

Von zentraler Wichtigkeit ist zunächst die Betrachtung der herangezogenen Metriken und KPIs: Buffer hat dabei die Summe aus Retweets, Favorisierungen und Erwähnungen auf die Follower-Basis heruntergerechnet und somit eine Engagement Rate erschaffen, die eine Gleichwertigkeit der unterschiedlichen Formen des Engagements auf Twitter annimmt.

Konkret ergeben sich damit insgesamt sechs Learnings:

  1. Die meisten Tweets sind zwischen 110 und 120 Zeichen lang.
  2. Tweets, die Links enthalten, verzeichnen grundsätzlich geringere Engagement Raten.
  3. Bis zu einer Anzahl von vier Hashtags steigt die Engagement Rate stetig.
  4. Ebenfalls positiv wirken sich Bilder auf das Engagement der Nutzer mit Tweets aus.
  5. Tweets mit Bildern performen am besten, wenn sie gerade einmal 20 bis 40 Zeichen enthalten.
  6. Standard-Tweets ohne Bilder sollten die maximal mögliche Länge eines Tweets ausschöpfen: Das höchste Engagement wird mit 120 bis 140 Zeichen erzielt.

Ganz kurz gefasst und überspitzt formuliert bedeutet das:

  • Auf Links verzichten und vier Hashtags verbauen.
  • Bei Tweets mit Bildern eher kurz halten.
  • Bei Tweets ohne Bildern die volle Länge ausschöpfen.

Die Erhebung ist insgesamt mit Vorsicht zu genießen: Sie beruht ausschließlich auf Mittelwerten und macht keine Angaben hinsichtlich der Streuung der Ergebnisse. Darüber hinaus ist anzunehmen, dass die Formen des Engagement mit Tweets nicht gleichwertig sind – intuitiv sind vermutliche viele Marketer der Meinung, dass ein Retweet höher gewichtet sein sollte als ein Favorisieren.

Welche Form des Engagements ist für euch bei Twitter die wertigste? Und wie viel Engagement verzeichnet ihr selbst mit euren Accounts?

Kommentare aus der Community

Chris am 09.10.2015 um 09:49 Uhr

Das Thema ist wirklich tricky, da weder thematisch eingegrenzt noch zwischen persönlichen und Brand Profilen unterschieden wird. Auch die angesprochene Streuung ist nicht uninteressant.

Antworten
Atilla Wohllebe am 09.10.2015 um 11:16 Uhr

Hallo Chris,
wie schon angedeutet, das ist meistens das Problem bei solchen „Studien“: Es sind Mittelwerte, die bestenfalls mal nach einer Dimension aufgeschlüsselt werden. Einen eingefleischten Statistiker macht das nicht unbedingt glücklich.
Viele Grüße
Atilla Wohllebe

Antworten
Alexander Schlums am 09.10.2015 um 09:33 Uhr

Hi Atilla,

ich persönlich finde solche Erhebungen ein schwieriges Thema. Twitter hat den großen Vorteil, dass es so direkt ist und du mehr als einfach mit jedem anderen User in Kontakt treten kannst. Timeing und die Vernetzung sind viel entscheidender als der perfekte Tweet. Ich selber versuche Twitter gerade mehr als das zu nutzen was es eigentlich ist, nämlich ein soziales Netzwerk und keine Contentmarketing-Plattform. Um alles richtig zu machen habe ich sogar meinen alten verspammten Account gelöscht. Trotzdem lügen die Zahlen ja nicht und gerade z.B. Tweets um 100 Zeichen mit Bild gehen echt gut und auch deutlich besser als lange Tweets ohne Links, Hashtags oder @s. Als Orientierung sind solche Mittelwerte doch super, oder was meinst du?

VG
Alex

Antworten
Atilla Wohllebe am 09.10.2015 um 11:07 Uhr

Hall Alex,
natürlich liegt du damit völlig richtig: Die Zahlen sind eben Zahlen – nicht mehr und nicht weniger. Wenn du dich genau an die Zahlen hälst und dein Inhalt aber einfach nicht relevant ist, wirst du mit deinem Tweet natürlich keinen Erfolg haben.
Viele Grüße
Atilla Wohllebe

Antworten
Tobi am 09.10.2015 um 09:28 Uhr

Moin Attila,
vielen Dank für deinen Beitrag! Klingt erstmal interessant, aber wenn man es dann mit seinen eigenen Aktivitäten vergleicht, hakt es doch ganz schön an der ein oder anderen Stelle.

Links würde ich z.B. immer einbinden, sofern ich etwas zu berichten habe. Mehr als 4 Hashtag – besser weniger – würde ich auch nicht verwenden. Natürlich nutzt man die 140 Zeichen aus, wenn man nur Text verbreiten möchte. Wäre ja unsinnig, wenn man ohne Bild, Link und Hashtag nach 20 Zeichen aufhört zu schreiben. :)

Grundsätzlich bin ich aber ein Fan von Twitter und sehe hier großes Potenzial für Unternehmen, Freelancer und Privatpersonen, die sich entsprechend informieren möchten.

Antworten
Atilla Wohllebe am 09.10.2015 um 11:10 Uhr

Hallo Tobi,
ich nutze Twitter beruflich auf mehreren Accounts und mit meinem „privaten“ Account ebenfals hybrid.
Ich nutze die 140 Zeichen in der Regel komplett aus, poste viele Links und viele Hashtags – nur an den Bildern scheitert es bei mir zumeist noch. Schau doch mal vorbei: @Atilla_Wohllebe bei Twitter
Viele Grüße
Atilla Wohllebe

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