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Social Media Marketing
Corona: Facebook stellt Nutzerdaten Forschern zur Verfügung
© Facebook

Corona: Facebook stellt Nutzerdaten Forschern zur Verfügung

Aniko Milz | 07.04.20

Mit den Nutzerdaten des sozialen Netzwerkes erstellt Facebook Karten, die der Forschung zu Corona helfen sollen. Außerdem werden einige User zu ihrem Gesundheitszustand befragt.

Kürzlich gab Facebook bekannt, neben seinen Anstrengungen zur Aufklärung über das Coronavirus auch eigene Forschungen betreiben zu wollen. Zum einen teilt das soziale Netzwerk die Daten zu den Standorten der Nutzer mit Researchern, zum anderen führt es zusammen mit einer Universität Umfragen zu der Gesundheit der User durch.

Nutzerdaten sollen Forschern helfen

In anonymisierter Form werden Nutzerdaten auf Karten dargestellt. Aus diesen soll sichtbar werden, wo eventuelle Krisenherde entstehen könnten, um dem entgegenzuwirken. Drei neue Formen dieser Karten stellte Facebook am vergangenen Montag vor: „Co-location maps“, „movement range trends“ und „social connectedness index“. „Co-location maps“ zeigen die Wahrscheinlichkeit an, mit der Menschen aus einem Umfeld mit Menschen aus einem anderen Umfeld in Kontakt kommen. Durch die „movement range trends“ zeigt sich, in welchen Regionen User zu Hause bleiben. Eine Karte zu dem Thema hatte auch Google bereits erstellt. Der „social connectedness index“ zeigt Freundschaften innerhalb der USA an und soll verdeutlichen, wo besonders stark betroffene Gebiete nach der Krise Unterstützung suchen könnten.

Die Nutzerdaten ließen sich dabei nicht auf den einzelnen User zurückverfolgen, erklärt Daniel Klein, Ph.D., vom Institute for Disease Modeling.

Disease Prevention Maps aggregate information from Facebook, and we take additional steps to obscure people’s identities and reduce the risk that anyone could be re-identified.

Eine freiwillige Umfrage liefert weitere Daten

Zusätzlich zu diesen Bemühungen ruft Facebook seine US-Nutzer dazu auf, an einer Umfrage zu dem Coronavirus teilzunehmen. Zusammen mit dem Carnegie Mellon University Delphi Research Center soll in der freiwilligen Umfrage herausgefunden werden, wie groß die Verbreitung derjenigen ist, die Symptome beobachten und sich deswegen in Selbstquarantäne befinden, aber nicht offiziell als Coronafall eingestuft wurden. Auch hierbei steht laut Facebook der Datenschutz im Vordergrund. Weder wird Facebook die Ergebnisse der Umfrage erfahren, noch werden die Forscher Informationen zu den Teilnehmenden erhalten. Allerdings sind solche Aussagen aufgrund der Historie des Unternehmens immer mit Vorsicht zu genießen. Schließlich kam es bereits häufiger zu Datenschutzskandalen. Derzeit wird die Umfrage einigen Usern in den USA angezeigt. Je nachdem, wie sie angenommen wird, soll sie auch auf andere Länder erweitert werden.

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