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Social Media Marketing
Beispielkampagnen: Wie Marken mit Influencern den Lockdown für sich nutzen
© Mateus Campos Felipe - Unsplash

Beispielkampagnen: Wie Marken mit Influencern den Lockdown für sich nutzen

Ein Gastbeitrag von Matthias Kirsch | 12.03.21

Im Pandemie-bedingten Lockdown steigt die Nutzung von Social Media stark an. Beste Voraussetzungen fürs Influencer Marketing also – was sich Marken zu Nutze machen. Die Auswertung von Instagram-Kampagnen zeigt, wie das funktionieren kann.

Die Coronapandemie hat Deutschland fest im Griff und der Lockdown scheint kein Ende zu nehmen. Jede Menge Zeit also, sich in den sozialen Medien zu bewegen und der Einsamkeit hier zumindest für einen kleinen Moment zu entkommen. Entsprechend steigen die User-Zahlen in den einschlägigen Netzwerken seit Beginn der Pandemie deutlich an. Marken können diesen Umstand hervorragend für sich nutzen, auf reichweitenstarke Trends aufspringen und sich in den Debatten positionieren. Wir haben uns drei Unternehmen angesehen, die Influencer-Kampagnen rund um den Lockdown umgesetzt haben.

Bumble: Den ersten Schritt machen die Damen

Unter all den Dating-Plattformen, die sich mittlerweile am Markt tummeln und im Lockdown Hochkonjunktur haben, will die US App Bumble herausstechen, indem sie ausschließlich Frauen den ersten Schritt bei der Kontaktaufnahme machen lässt. Das Konzept scheint aufzugehen, denn bei Bumble sind rund die Hälfte der User Frauen – ein für Dating-Plattformen hoher Anteil. Das dürfte daran liegen, dass die Damen eben nicht mit Anfragen hunderter Interessent:innen zu kämpfen haben, sondern bei jeder Kontaktanbahnung den ersten Schritt machen. Um diese Message zu pushen hat Bumble die Kampagne Make The First Move – Mach den ersten Schritt – ins Leben gerufen. In Deutschland gingen unter anderem die Berliner Influenc melinaophelia (104.000 Abonnent:innen) und russendisko (45.500 Abonnent:innen) mit gesponserten Posts an den Start. Der Erfolg war hierzulande mit rund 7.000 Likes allerdings überschaubar. Mit den international anmutenden Hashtags #MakeTheFirstMove und #BumblePartner war es anscheinend eher schwer, Teilnehmer:innen in Deutschland zu begeistern. Eine lokal zugeschnittene Kampagne wäre hier eventuell besser gewesen.

Die Kampagne von Bumble mit melinaophelia auf Instagram, Screenshot Instagram

Messmer: Ländertee gegen Fernweh

Die Kombination aus Coronakrise und dunkler Jahreszeit war quasi eine Steilvorlage: Kaum jemand in Deutschland, der nicht eingemummelt auf der Couch saß und beim Netflix schauen – richtig, eine Tasse Tee schlürfte. Nur folgerichtig also, dass sich Teespezialist Messmer hier einklinkt und die Influencer aktiviert. Der Dreh: Ein sogenannter Ländertee in verschiedenen Ausführungen – vom indischen Chai über die italienische Limone bis zum Ibiza Dream – soll den Daheimgebliebenen zumindest ein bisschen Fernweh nehmen und das Urlaubs-Feeling ins Wohnzimmer zaubern. Für die Instagram-Kampagne mit den Hashtags #ländertee und #vacationmode setzten unter anderem josefinewa_ (6.000 Abonnent:innen), millimarie (21.000 Abonnent:innen) und my.little.bookworld (24.500 Abonnent:innen) Posts ab. Schöne Idee und mit mehr als 600 Kommentaren auch mit sehenswertem Erfolg – obwohl es in der Umsetzung einige Hindernisse gab: Zum einen waren etwas viele unterschiedliche Hashtags im Umlauf, die mit Umlauten auch noch in diversen Schreibweisen kursierten (#ländertee, #laendertee). Außerdem wurde der eigentliche Hashtag von Influencern zum Thema Reisen nicht genutzt, der hieß nämlich #VacationModeOn. Mit dem Fokus auf einen konkreten Hashtag wäre hier also wahrscheinlich sogar noch mehr Engagement drin gewesen.

Die Ländertee-Kampagne mit josefinewa auf Instagram, Screenshot Instagram

Gerolsteiner: Yoga, meditieren, Wasser trinken

Zum Start des neuen Jahres hat der Mineralwasserproduzent Gerolsteiner das Riesenthema Achtsamkeit, genauer: Morgenrituale, aufgegriffen. Zum Jahreswechsel war das ein guter Ansatz, weil große Neujahrsvorsätze zwar out, kleine Routinen für einen bewussteren Alltag aber umso beliebter sind – gerade in Zeiten des Lockdowns. Yoga, Meditation und Dankbarkeitstagebücher werden immer populärer – Rituale, mit denen wir den Tag starten oder beenden. Das regelmäßige Wassertrinken fügt sich dabei ganz natürlich in die Reihe der neuen Praktiken ein. Für die Kampagne #jahresstartrituale hat Gerolsteiner den hauseigenen YouTube-Kanal mit angeleiteten Yoga- und Achtsamkeitsübungen gefüllt und unter anderem über die reichweitenstarken Influencer juliamosig (125.000 Abonnent:innen), lu_coaching (153.000 Abonnent:innen) und globusliebe (49.500 Abonnent:innen) darauf aufmerksam gemacht. Mit rund 16.000 Likes und mehr als 400 Kommentaren war die Umsetzung dann auch sehr erfolgreich. Denn zur Frage, mit welchen Ritualen eine Person den Tag beginnt, haben wirklich alle etwas beizutragen.

Die Kampagne von Gerolsteiner bei Instagram, mit globusliebe, Screenshot Instagram
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