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Alleine auf der virtuellen Couch: Netflix geht gegen Passwort-Sharing vor
© Sammy Joonhee - Unsplash, Netflix

Alleine auf der virtuellen Couch: Netflix geht gegen Passwort-Sharing vor

Toni Gau | 22.10.19

Das Teilen eines Netflix Accounts ist nicht unüblich, doch könnte bald schon der Vergangenheit angehören.

Netflix ist der wohl meist vertretene Dienst zum Streaming von Serien unserer Zeit, mit einer zusätzlichen Auswahl von Filmen und diversen Eigenproduktionen. Man fragt einander nicht mehr, ob man was Gutes im Fernsehen gesehen hat, sondern ob man denn zurzeit irgendetwas Spannendes auf Netflix schaut. Doch für diejenigen, welche ihrem Serien-Bedürfnis durch Passwort-Sharing nachkommen, könnte bald ein Problem vorliegen, da diesen womöglich der Zugriff verweigert wird – es sei denn, sie erstellen sich einen eigenen Account, wie auch BASIC thinking berichtet.

Ein Dorn im Auge

…beziehungsweise im Geschäftsmodell. Die von Netflix angebotenen Abonnements basieren nämlich auf der Prämisse, jedem Haushalt einen gerechten Service zu ermöglichen. Für diejenigen, welche alleine hausen, gibt es das Basis-Abo für eine Person. Für zwei Personen, Beziehungen oder WGs, gibt es das Standard-Abo und für vier Personen, sprich Familien und dergleichen, ein dementsprechendes Premium-Abo. Dieses Geschäftsmodell sieht sich jedoch mit einer sehr simplen Problematik konfrontiert: Was, wenn mehrere Leute sich einen Account teilen, entgegen der eigentlich gewünschten Funktionsweise? Es ist nicht unüblich, dass insbesondere Freunde sich für einen Premium-Abonnement zusammentun, um Geld zu sparen.

Das Sparen ist hierbei der Aspekt, welcher Netflix zu schaden weiß, da der Streaming Service dadurch große Verluste macht. Dass diese nicht gering ausfallen, lässt sich erahnen, sobald man einen Blick auf die Abonnement-Preise von Netflix wirft:

Bei einem Premium-Abo unter Freunden entgehen Netflix etwa 16€. © Netflix

Wenn vier Freunde sich also einen Premium-Account teilen, entsteht hierbei ein Verlust von etwa 16€ – und das sammelt sich natürlich in bemerkbarem Ausmaß. Dass Netflix dagegen handeln möchte, ist eine vollkommen natürliche Reaktion, schließlich macht sich das bei verstärktem Passwort-Sharing überaus bemerkbar.

Wie will Netflix dagegen vorgehen?

Das weiß der Streaming Service selbst noch nicht allzu genau. Der Beschluss, Maßnahmen hiergegen zu ergreifen, besteht zwar, doch um welche es sich hierbei handelt, ist noch nicht bekannt. Eine Option demonstrierte Spotify kürzlich, welche mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Damit mehrere Nutzer sich einen Account teilen können, müssen sie auch dieselbe Adresse teilen. Diese hat Spotify über Google Maps abgeglichen. Ein Verfahren, was für Skandale sorgte, weshalb es plausibel scheint, dass Netflix auf andere Methoden zurückgreifen wollen würde. Ob das jedoch eine legitime Option für Netflix ist, ist bis dato noch unbekannt. Womöglich müsse man das Basis-Abo attraktiver machen, indem man auch dort HD anbieten, welches bislang noch nicht in diesem inbegriffen ist. Laut eigener Aussage ist das Unternehmen jedoch bemüht, dass die Nutzererfahrung durch potentielle Änderungen nicht beeinflusst wird.

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